Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

' an Jung n Bezug erks. APH kkulten ribt am ite gele- dals die 1ber aug element d‘. Re- lich auf | iber die APH haftler Lefera- Aedien ; denn es AU- 'eema- Einge- mtane. ich der en im 1995/18 Dialog zu thematisieren, dazu hatte man das Medium und den Psychographen dar- an glaubte man, selbst wenn man, Vie die Tripelli. aus aufgeklärter Familie stammte. DPaxzu gesellte sich das Spukhaus mit dem Chinesen. Das seien Grundgeheimnisse. Davor warnt Instetten Effi: ..... Aber hüte dich vor dem Aparten ... “. Sg ein Leben bezahle man in der Regel mit seinem Glück. auch im Zauberberg kehlt Spuk nicht und nicht der Psychograph. Bei den okkultisti- schen Sitzungen im dirittletzten Kapitel schickt sich der Zauberberg damit selber ein Telegramm. Die Begleitmusik spielt das Grammophon. Das okkultistische Er- lebnis führt den Augen Kino vor. Und damit fällt wieder ein Stichwort: Thomas Mann wünschte nachdrücklich die Vertil- mung seiner Romane mit dem Medium für die Bilder. Das Medium für die Wörter bleibt die Literatur. Und damit fand Dotzler zurück zum alten Fontane, den Briefen von Crampas, mit denen das Verhängnis seinen Lauf nimmt, „leider trivial“, wie Fontane dazu notiert. Wozu gibt es Ofen und Kamine? Das Mo- nopol der Schrift ist ungebrochen. die „Brietschreibepassion“ entspricht auch dem Abschluß einer Epoche. Die Briefe stehen für alles in Effi Briest, nicht die Tat an sich. Der Referent wandte sich dann den Bud- denbrooks zu, deren Name Thomas Mann in Effi Briest ebenso fand wie Effis „Schul- krankheit“, die inm verwendbar schien im späteren Hochstapler-Roman. Budtden- brooks seien im Kern eine Umschrift der Familienchronik. Mitteilungen wie zum Beispiel die von der Verlobung Tonys mit Grünlich bedeuten den Anfang vom Ende. Medium und Botschaft treten solidarisch inden Vordergrund. Im Brief des Vaters an Tony lautet es zum Beispiel: ..... so hat doch das geschriebene Wort den Vorzug, dals es mit Muße gewählt und gesetzt wer- den konnte ...“. Würde die Schrift ein Opfer der Tagesmode, könnten Kinder nicht mehr lesen, was Eltern geschrieben hätten. Nach Dottzler gibt es eine neuerliche Soli- darität von Medium und Botschaft. als Hanno im Familienbuch mit langer, gera- der Linie den Schlußstrich setzt und damit das Schicksal der Buddenbrooks besiegelt. Seinen Traum gibt er an Kai weiter. den Freund: „Du wirst schreiben“. Kai. der den Doppelsinn des Hauses Usher in den Ro- man trug, verschwindet aus der Geschich- te. Immerhin verspricht er, ein Schriftstel- ler zu werden in der Folge von E. A. Poe. Veralterung - Verjüngung: die Modernität eines Hineinwachsens in Jugend, Zukunft bestätigt der alte Fontane: Literatur solle man nicht auk alten Herren aufbauen. Tho- Lübeckische Blätter 1995/18 . mas Mann, statt die Wege der Avantgarde zu beschreiben, betont im Krull-Roman das Alter. Das Medium Schrift ~ fällt es der Veraltertheit anheim? Vor allem die Frage stellt sich nach dem Referat: leben Thomas Mann und sein Werk weiter. wenn die elektronischen Medien das Monopol ergreifen? G§ 10. Hans Rudolf Vaget, Northampton: Thomas Mann und Bayreuth Vaget sah sein Referat „„Thomas M ann und Bayreuth - die Anfänge“ eingebettet in Radkaus Vortrag wie Dierks’ Arbeiten zu psychohistorischen Zusammenhängen. Nicht nur Susan Sontag stellt fest. daß das Interesse an Wagner lebendigersei dennje. Dem Wagnerkult um 1900 stehe eine Fas- zination heute gegenüber, die ähnlich. je- doch aufgeklärter, nicht in dem Maße gläu- big verfallen, sondern vielmehr zwiespäl- tig sei, so Vaget. Thomas Mann artikuliert diese Zweifel, ist der Fokus für die Wir- kung Wagners. Wie auch immer der Erfolg des Wagnerismus erklärt wird - Erwin Koppens Dekadenter Wagnerismus, Ber- lin 1973,. bleibt grundlegend -. muß zwi- schen dem musikdramatischen Werk. des- sen Konsequenzen unabsehbar sind. und der Botschaft. die mit 1945 vorbei war. unterschieden werden. Thomas Mann war fasziniert von Wagner. seine literarischen Helden erleben Wagner im deutschen Stadttheater: keine fährt nach Bayreuth. Seine erste Begegnung mit Wagner hat Thomas Mann in Lübeck. be- vor er den Wagnerismus Münchens ken- nenlernt. 1904 formuliert Thomas Mann seine Begeisterung ästhetisch. In Der fran- rösische Einfluß stimuliert sich der Kunst- trieb durch Wagner, dessen Struktur des Rings gilt ihm als ästhetische Herausforde- rung gegen den Naturalismus. Nietzsche Aubrey Beardsley, „„The Wagnerites “ (Die Wagnerianer), 1894 293
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