Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

] V § „Die Fremden‘ haben eine Heimstatt gefunden Thomas Schütte installierte seine Figurengruppe aut dem Foyer der Musik- und Kongreßhalle in Lübeck Figuren der Gruppe „Die Fremden“ von Thomas Schütte anläßlich einer Präsentation im Museum für Kunst und Kultur- geschichte der Hansestadt Lübeck (Foto: Gerda Schmidt) Unter der Leitung des Künstlers Thomas Schütte wurde am 24. August die von ihm geschaffene Figurengruppe .Die Fremden“ auf der Musik- und Kongreßhalle in Lübeck instal- liert. Die Schenkung der Lübecker Possehl-Stiftung an die Hanse- stadt umfaßt I 1 Figuren der aus 21 Teilen bestehenden Grup- pe. Die endgültige Auswahl dieser I1 Figuren, nämlich 4 Menschen und 7 Gepäckstücke, traf Thomas Schütte erst vor Ort. Er dirigierte auch die Anordnung der Gruppe, die ein Kran auf ihren luftigen Standort hob. Der Standort der „Fremden“ mußte mit einer Unterkonstruk- tion aus Stahl verstärkt werden, um die tonnenschwere Grup- pe - eine Figur wiegt bis zu 300 Kilogramm - tragen zu können. Der Vorstand der Possehl-Stiftung wählte die lebensgroßen Terrakotta-Figuren als „Kunst im öffentlichen Raum“ für die Musik- und Kongreßhalle aus. Thomas Schüttes Werk erhielt den Vorzug gegenüber Arbeiten anderer Künstler. Thomas Schütte schuf die Plastiken unter dem Eindruck der vom Golk bedrohten, flüchtenden Kurden. Die Gruppe besteht aus Menschenfiguren und Gepäckstücken. „Die Fremden“ Als Vertreter der Possehl-Stiftung freue ich mich. daß die Figurengruppe von Thomas Schütte. die die Possehl-Stif- tung der Hansestadt Lübeck und ihren Foyer-Dach der Musik- und Kongreß- 230 Lübeckische Blätter 1995/15 kes. D: | possehl- hatte, de YJrelßhall | as hoheé gleich ! ät. Ein gtiktung Jes Neu halle, de aweit ê hard vol Grundhr uenz ü sollte wi Lübecke | künstler geschatkk ) gqroßarti; } gein We qhekomm | halle. Es farbigen | äckstüc gie sind Y [ aus einel dhnankän, und auck Die erst werkes v . ptrschein ' hedeutet : tung. Sie das Wah. w | | bringen, ; CGestaltu; ! reizt der Frage: W ne Kuns sind Flüchtlinge, die mit ihrer Habe ins Exil ziehen mußten. kontert Ihre Kleidung und die verschiedenartigen Gepäckstücke ma- [us chen einerseits ihre unterschiedliche Herkunft sichtbar und fs sind einen die Gruppe andererseits im Status des Fremdseins hier gicherhe in unserem Kulturkreis. , sche Not Auf der 9. documenta 1992 in Kassel zogen „Die Fremden“ ler un die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf sich. Sie standen auf ſnzten.. dem Portikus des ehemaligen Roten Palais der Landgrafen und ßue von Hessen, einem heutigen Kaufhaus. Ein Teil der Gruppe ist dort als Dauerinstallation geblieben. Die gesamte Gruppe ist Dien: aus glasierter Terrakotta gearbeitet und damit wetterfest vom ; Künstler für einen Standort im Freien konzipiert. | im Gro Geboren 1954 im niedersächsischen Oldenburg, lebt und Dienst: arbeitet Thomas Schütte heute in Düsseldort. Er stellt seit Archit 1979 aus und arbeitet mit sehr unterschiedlichen Materialie_ " ' wie Holz, Ton, Plastilin. Gips oder Styropor. Mit den „Frem- [| Prof. G den“ hat er erstmals Terrakottafiguren dieser Größe gestaltet. || Prof. P Anläßlich der feierlichen Übergabe abends in der Musik- und | Archits Kongreßhalle würdigte Robert Knüppel. Vorsitzender der gemein Possehl-Stiftung den Künstler und sein Werk - die Rede wird | nachstehend wiedergegeben. Dienst: | Heimis Bürgern im Zusammenhang mit dem halle eingenommen hat; mit anderen | Verpfl Neubau der Musik- und Kongreßhalle Worten: ihre Heimstatt in Lübeck gefun- | Dr. Ma gestiftet hat, heute ihren Platz auf dem dien hat. Pemscin Es ist ein Tag der Freude und des Dan- | ° läübeckische
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