Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

ich . im - Natio- ng zieht g Klas- ) erie zu nen alg als und lössern aufger conkur- 1terneh- | , bleiÊbV» „Iö'sche. | verab- Klassik 6 ange- Hitliste idanz in s Image lens ge- | ch alles. räsiden- e waren h leicht > Mlilli- stiftung Institute ersiche-. | rzahler. ral kräf- ntschei- en | Stif. kritisch r Kultue Bürger- V ErSPro- ihren so Zert ver- weil die rten, sei der mit 1anfang, Erzeug- zimonis, en wohl "sestivals ndanten Anne-Sophie Mutter beim Schleswig-Holstein Musik-Festival tes sowie der ungünstigen Akustik selbst im Altarraum keine Silbe zu verstehen , war. Die „Glagolitische Messe“ von Ja- nacek mag mehnr als Verbeugung vor NDR an hten? - ihler zu n wegen sik-Pro- er nicht [che. zu- Wounld- 'ies sich Hinter- dem tschechischen Komponisten LE- dacht sein. Von dessen „nationalem An- spruch“ und dem „Glauben an die Fest- gekügtheit der Nation, nicht auf religiö- ser Grundlage, sondern auf Grundlage des Sittlichen, Starken, das sich Gott zum Zeugen nimmt“, war nichts zu ver- spüren. Denn auch hier gab es keinerlei 1 unver- | nen Tex- ter 1995/14 Textverständlichkeit, weder des Chores, noch der Solisten. Wer für einen beacht- lichen Preis nichts sieht, schlecht hört und nur durch Scheinwerter geblendet wird, überlegt sich, ob er nicht zukünktig die Festivaleröffnung besser zu hause am Fernseher verfolgt. Hätten nicht vor- zügliche Intonation des Orchesters, ins- besondere der Bläser, und gut disponier- te Vokalisten bei der Bewältigung der Lübeckische Blätter 1995/14 I.. > schwierigen Partitur ihr Bestes gegeben, die Auftaktveranstaltung wäre reichlich blaß geblieben. Drastische Volksstim- me beim Open-air-Empfang nach dem Konzert: „Schleswig-Holsteins Schik- ky-Micky“. Kaum einer der treuen Mu- sikkfreunde aus Lübecks Konzertszene war gekommen. Die Schirmherren des tschechischen Schwerpunktes im Rah- men des diesjährigen Festivals. weder Präsident Vaclav Havel noch Bundes- präsident Roman Herzog, waren er- schienen. Ganz anders dagegen am darauffolgen- den Abend in der Musik- und Kongreß- halle: Nur ein Spieler, ein Instrument, aber beste Sicht, Akustik und ein er- staunlich gut gefüllter Saal. Vladimir Ashkenazy demonstrierte an zwei Beethoven-Sonaten nicht nur, wie man Wiener Klassik zum Klingen bringt. sondern wie musikalische Abläufe pla- stisch lebendig werden können. Bei sparsamstem Pedalgebrauch glitzerten Läufe wie Kaskaden, wurden Saiten mit Samtfingern zum Singen gebracht. Da gab es schon vor der Pause Beifallssturm und Füßetrampeln. Es folgten noch Kla- vierstücke aus Prokofjews Tanzsuite „Romeo und Julia“ und dessen 8. Kla- viersonate, die so brillant herausge- schleudert wurde, daß deren radikal hämmernde Motorik auf enormen Höhe- punkt zusteuerte. Bereits beim Auftritt des Dirigenten Herbert Blomfeldt schallte inm hörbar auffallende Sympathie von seinem Festival-Orchester und den zahlreichen Zuhörern im Dom entgegen. Die junge Mannschaft war auf der Chor-Empore zwischen den Türmen günstig postiert und ließ mit nordisch-herber 7. Sinfonie von Jean Sibelius und der E-Dur- Sinfonie von Anton Bruckner brausende Romantik in den weiten Kirchenraum strömen. Dieses Programm war weitaus günstiger gewählt als jenes des Eröff- nungskonzerts in Sankt Marien. Unver- meidbarer Nachhall konnte den stim- mungsvollen Eindruck nicht schmälern, zumal sich saubere Intonation der die Aussage wesentlich mitbestimmenden Bläser mit dem Streicherchor zu homo- genem Klangbild verband. An jedem Pult wurden die klaren, knappen und keinesfalls auf äußerlichen Effekt abge- stimmten Anweisungen des Dirigenten mit Elan aufgenommenund in jugendfri- sche Energie umgesetzt. die begeistern mußte. Dieser engagierte Einsatz kam besonders der Monumentalität der Brucknerschen Sinfonik zugute. die auf den sakralen Raum zugeschnitten war. Dabei wurde besonders auch die um- sichtige Dirigierkunst Blomstedts deut- lich, der zu beneiden ist, mit diesem Orchester auf Konzertreise gehen zu können, um im Ausland den hohen Lei- stungsstand des Festivals zu demon- strieren. Das hochkarätige Spiel des Cellisten Heinrich Schiff entwickelte sich im aus- verkauften Kolosseum dank idealer pia- nistischer Assistenz von Elisabeth Le- onskaja nicht nur zu beispielgebendem Kammermusizieren. sondern durch die Kunst plastischer Darstellung der Wer- ke zu einer fast pädagogisch wirkenden Demonstration im Musikhören. Trotz drückender Hitze und Saitenriß bot das Duo bei Sonaten von Schostakowitsch. Beethoven und Chopin derart auf plausi- blen Sinngehalt der Stücke konzentrier- te Darstellungen, daß sich jedem enga- gierten Zuhörer die Kunstwerke voll er- schlossen. Von ersten samtweichen Klängen der zanm modernen d-Moll- Sonate des Russen bis zum sanglichen Dialog der Partner beim deutschen Klas- 217 EE
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