Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

Wenn ich mit dem Auto aus südlicher Richtung über Ratzeburg nach Lübeck zurückkehre und am Ratzeburger See entlangfahre, beginnt für mich am nörd- lichen Ende des langgestreckten Sees, dort, wo der Wakenitz-Fluß seinen An- Fang nimmt, auch die Stadt Lübeck, ob- wohl nach einer kurzen Strecke Fahrt auf der Bundesstraße noch das lauen- burgische Groß Grönau kommt und die Hansestadt Lübeck erst einige Kilome- ter weiter in Sankt Hubertus wirklich erreicht wird - daß man übrigens in Klein Grönau schon für einige hundert Meter lübeckisches Gebiet durchquert, ist keinem einzigen Hinweis- oder Ver- kehrsschild zu entnehmen. So wie Trave- münde am Einfluß der Trave in die Ost- see der nördlichste Teil Lübecks ist, empfinde ich das am Ausfluß der Wake- nitz aus dem Ratzeburger See gelegene Rothenhusen als südlichsten Teil der Stadt; dort wird durch ein am ehemali- gen Fährhaus angebrachtes, zum Was- ser zeigendes großes Sandstein-Wappen Für die vom See Kommenden ja eindeutig klargestellt: Hier ist Lübeckischer Ho- heitsbereich. Es ist wohl eher dem Zufall zuzurech- nen, daß das Fährhaus Rothenhusen, am Das „„Rote Haus‘ im Grenzbereich zu Lauenburg und Mecklenburg äußersten Rand der westlichen Grenze der Gemarkung des vom Herzogtum Sachsen-Lauenburg durch Lübeck er- worbenen Dorkes Utecht unmittelbar am Ratzeburger See östlich des damaligen Wakenitz-Laufkes gelegen, überhaupt noch steht - und das große lübeckische Wappen noch von den Besuchern dieses interessanten Punktes bewundert wer- den kann. Durch das „Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen“ vom 26. 1. 1937 wurde das Land Lübeck auf- gelöst und dem Land Preußen zuge- schlagen; alle bis dahin noch nicht in die Stadt Lübeck eingemeindeten Dörfer des Landes Lübeck fielen an die umlie- genden Landkreise, die lübeckischen Dörfer Schattin und Utecht, und mit inm Rothenhusen, an das Land Mectklen- burg. Die Lübecker hatten selbst diese beiden Dörfer immer als Enklaven be- zeichnet, obwohl sie über den zu Lübeck gehörenden Gebietsstreifken der Wake- nitz unmittelbar mit dem Hauptgebiet verbunden waren; und Lübeck hatte die- se beiden Gemeinden als in Mecklen- burg gelegen angesehen, obwohl sie vor dem Erwerb durch die Stadt zu Lauen- Arck Paß Ar stadt st nicht ni den bra gisch-n burg, aber niemals zu Mecklenburg ge- hörten. Jedenfalls waren die beiden Dör- ker einschließlich Rothenhusen 1937 für Lübeck verloren. Und 1945 kamen diese Dörfer mit dem übrigen Mecklenburg als Folge des Zweiten Weltkrieges gar Lübeck zur Sowjetischen Zone und gehörten In der dann zur später gegründeten sogenann- Denkm ten Deutschen Demokratischen Repu- Leiter blik. Als im unmittelbaren Grenzbereich Nenkm gelegen wäre das Fährhaus Rothenhusen mit größter Wahrscheinlichkeit dem Abriß hingegeben worden. das neu dern un | mit. Ei: | südwes Dal} das Fährhaus Rothenhusen dennoch | husener überlebt hat, liegt an der aufgrund deg | N a tu „Groß-Hamburg-Gesetzes“ ergangenen wander „Verordnung über die Anderung der der Eis preußisch-mecklenburgischen Landes- ;chakt. grenze an der Wakenitz“ vom 1. 3. 1941. | lich in Die Flurstücke des Fährhauses Rothen- Kückni husen mit den dort befindlichen Flurs- Ville, tücken der Wakenitz wurden aus der hesond mecklenburgischen Gemeinde Vtecht endor! herausgelöst und der preußischen Ge- “ssh meinde Groß Sarau (staatsrechtlich) zu Bereict geteilt; gleichzeitig gingen diese Flurs. und Mc tücke (privatrechtlich) in das Eigentum cam ist der Hansestadt Lübeck über. wande: d Naturm Lr ct COE lr t 5SC/ôe t. Jyreatrrie E nes Mi cs e reretr- tir cérs ecter cÄejher- Meg gra rt ar cer I ce rr ʧ. Drorn, clerre Rott F rrerse | .. ret ete rr Ä atgebrtrger- e Zee telegen, nit cer Dorfe Tttectt ret u lcrrtschori err Orcto&r cÆrire 70 7 Jrertze rit, œ /ge .72 ror: f f Äh try | Arc f: pve dci zue |. ot. sf cer Le; I \ ) Z72F â. /} - ; ._2 | c; zt gz f . f sf 1250| ; \ ! g F 1 . S ÊNE G ... dh H e a i A. . U % F C EIO) | 1 rr r r C 2 | § M - 2 270 T B ee. § . § e . [o. T 25 :. etre HL i t-; [) &. , ~ [.: I as € tr tet Ü. C her ett Z 1g8 s "§ Us t . .“ ter *: Zit: B s 1 V... - ef rer. .. bo. §- Y a. */ § . ef . .* f ; - . § + H: . - !.. Hr.: It 7.3 JK ; .. gt , "t t.. 2;; 1-2. Z ut j 186.18 ce) G 20 » t . ;û ss . . . .; ?> - i Äis %: "KE j ;.. . es '. LI ., . % E 706.5 F Z#F>;5z<%6| j zs |" N : q . ° “ift r IE FE Ecr t-. j - . es j. Berechnung . A:; „M ) M :, e # / fit Ar§ L.. «Zucrcfeo ~; Y ): „erf Fri L/ 12R .5. 2- . t f r: / § y Dit F- «rtl 210.1, B ; f0 tp; ; ! s Ua t § J LEJ Ff sk 2.4 g) R 128 ff ttf Mas- e4irek ror tO. st./6:% = 44. 7 : FÊ22 Lt. "., re 16 36 4. rw. G : se ée. po Alien I Utit .... M EYE 1 TE 48 rt: : . EH ! NI ; fl z; / F tuttcirs ¿! L [ ...... Lübeckische Blätter 1995/13 | Lübeckisc |}
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