Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

Ausstattungen Lübecker Wohnhäuser Über ein Jahr ist es nun her, daß die auf eroßen Umfang angelegte Reihe „Häu- ser und Höfe in Lübeck“ - es sollen ja 9 oder I10 Einzel-Publikationen werden - lang erwarteten Zuwachs bekam. Der gewichtigste der inzwischen nicht mehr ganz druckfrischen Bände ist der „Aus- stattungsband“. Zusammen mit dem ebenfalls erschienenen „Methoden- band“ dürfte er den Großteil an Frage- stellungen und Ergebnissen enthalten, welche die von der Volkswagen-Stif- tung geförderte „Hausforschung“’ im hi- storischen Lübeck erbrachte. Dem Leser wird eine unglaubliche Menge an Mate- rial und Bilddokumenten aus Bereichen der Lübecker Bau-, Kunst- und Kultur- geschichte präsentiert, die noch vor we- nigen Jahren als verzichtbare Neben- sächlichkeiten galten. Die Forschung zeigt nun, daß den historischen Lübek- ker Häusern der Rang erstklassiger Ge- schichtsquellen zukommt. Die UNESCO trug dieser Einsicht durch Eintrag der Altstadt in die Welter- be-Liste Rechnung. Der Wert der „Häuser-und-Höfe‘“-Reihe besteht unbestreitbar zuerst und vor al- lem in ihrer Aufdeckungs- und Auf- wertungsfunktion. Und da es seitens der amtlichen Lübecker Bau- und Kunst- 152 denkmalpklege nicht die geringste Infor- mations- und Aufklärungsarbeit gibt, sind die „Häuser und Höfe“ doppelt not- wendig und dringend willkommen. Denn trotz wohltönender Reden von Verantwortungsträgern aus Politik, Ver- waltung, Kultur und Wirtschaft ist der noch verbliebene Rest an historischer Lübecker Bausubstanz keineswegs gesi- chert. Hierfür das Bewußtsein zu schär- fen, scheint mir die vordringliche Auf- gabe der „Häuser und Höfe“ zu sein. Der Katalog: Ein mutiges Unterneh- men Hauptteil des Buches ist der 187 Seiten starke „Katalog Lübecker Wand- und Deckenmalereien des 13. bis 18. Jahr- hunderts“. Ein Katalog - ein Verzeich- nis also - (hier: der gesamten histori- schen Lübecker Ausstattungsmalerei) ist ein bewährtes Instrument wissen- schaftlicher Grundlagenfkorschung: 1. Ein Katalog sammelt und fixiert den momentanen Kenntnisstand, stellt eine Art résumé dar. 2. Ein Katalog stellt das vorhandene Material zur weiteren Erforschung be- reit. Die Aufsätze im Buch sind dazu der Akanthus-Malerei mit Adlern im Gang- haus Pockenhof 1: Erhalten? Gesichert? Restauriert? Anfang (siehe unten). Erst ein Katalog macht Vergleiche zu ähnlich aufgebau- ten Dateien möglich. Und Lübeck gehört zu den wenigen historischen Stätten Eu- ropas, die bisher über derartige Ausstattungs-Dateien verfügen. Das verpflichtet. Das von Thomas Brockow und Rolf Gramatzki zusammengetragene Materi- al als „Masse“ vor Augen zu haben, ist ein Erlebnis eigener Art. Da kommt Be- wunderung auf für das in großen Zügen noch erfahrbare Stadtdenkmal Lübeck und die vergangene Bedeutung Lübecks als Bürgerrepublik und herausragender Vorort bürgerlicher Kultur. Beim Durchblättern macht die knappe Befund-Beschreibung einen durchaus verläßlichen Eindruck. Die begleiten- den Daten, etwa Besitzerfolgen, Angabe zur Haussteuer im Jahre 1663 und ande- res sind vermutlich nützlich und belegen die Absicht der Herausgeber, die Lübek- ker Befundlage .interdisziplinär“, will heißen: als ,„rezeptions-“, gar: „men- talitätengeschichtliche Quelle“ bereit- zuhalten. Die Benutzbarkeit erscheint mir durch das unübersichtliche Layout etwas eingeschränkt: die Haus-Adres- sen beispielsweise fallen zwischen dem Wust fettgedruckter Rubriken-Titel - Lübeckische Blätter 1995/10 die Zuc hen - | etwas Systen entspr' auch: | ...nach ge Wü Bebild sätze dazu 1 schwa Farbte gen SP | lich w mate . nun ~ als W ic tet wil daure von D gungs von K lität, d rierun schlic! ist ja Ein | mich & aufknal durch’ ten g: überze nur A (Katal bikirc doch klar, v ment selbst der al Bilddt etwas „jeder neigte ren ur tax sti scher tät abt bar se verke! spiel | und G Chro; Mer Angal nachz weige der subsu glaub sonde lichke kühlig Sachl Lübeck;
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