Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

Also, das ist im Augenblick kein The- ma. Ich habe ja auch genügend Mög- lichkeiten. andernorts zu gastieren, das schafft auch einen Bekanntheitsgrad. Man ist dabei ja gewissermaßen aut dem Präsentierteller und fühlt die Her- ausforderung. denn natürlich möchte man wiedergeholt werden. Von solchen Reisen lernt man auch, bringt Erfahrun- gen mit nach Hause, bleibt wach. Er- freulich sind auch die menschlichen Kontakte, die man dabei knüpfen kann. Wichtig ist mir, daß meine Arbeit re- spektiert und anerkannt wird. Wenn dann ein Abend besonders gelingt, ist das Ansporn und Verpflichtung. Die Er- folge von „Lohengrin“, „Tannhäuser“, „La Gioconda“ haben mich schon sehr gefreut. Auch die Arbeit an der Musik- hochschule macht mir viel Freude. Sehr förderlich ist es. daß in Lübeck eine Zusammenarbeit der verschiedenen In- stitute sich entwickelt; das kommt si- cherlich allen zugute. Die „Bachmann-Marionetten“ sind jetzt in Lübeck! Mit dem Titel „Ein Marionettenfundus kommt nach Lübeck“ fand eine Ausstel- lung im Großen Börsensaal des Rathau- ses Lübeck statt vom II. bis 26 .2. 1995, veranstaltet von dem Förderkreis Lü- becker Marionettentheater und Museum für Puppentheater. Die Ausstellung zeigte über 100 Theaterfiguren, meist Marionetten, Bühnenbilder, Requisiten, Textbücher und Plakate aus dem künst- lerischen Schaffen des Ehepaares Karl-Hans und Anne-Rose Bachmann. Die ganze Ausstellung trug den Stempel dieser Künstler, weil sie die Szenen, die sie produziert und so oft gespielt hatten, hier auch selbst in entsprechenden Vitrinen präsentierten. Eine Woche lang führten Karl-Hans Bachmann und seine Schwester Margarete Bachmann selbst durch die Ausstellung, wobei Karl-Hans Bachmann Szenen nicht nur erklärte, sondern auch theatralisch gekonnt de- klamierte. Sein Sohn Martin - Puppen- spieler mit einem Diplom von der Kunst- 134 Lübeck als ein Institut zur Erforschung und Vermittlung von Kulturgeschichte, er stellt auch eine Bereicherung der Kul- tur unserer Hansestadt dar. Dies ist nicht der erste größere Fundus, der seinen Weg in das Museum für Puppentheater Lübeck findet. 1990 übergaben die Nachkommen von Schichtls Marionet. tentheater einen Nachlaß von 300 Ma- rionetten, Bühnenbildern, Requisiten und so weiter aus 100 Jahren des Schaf- fens (1850 - 1950) ihrer Dynastie. Kon- volute von 200 miniaturhakten Schatten- figuren aus Shaanxi (China), 300 riesi- gen Schattenfiguren aus Tamil Nadu (Indien) und mehrere andere von diesem | 1974), | nach I |I be im | von Al Ausmaß zeichnen die Lübecker Samm- lung von Fritz Fey junior aus als eine der reichsten Sammlungen dieser Art welt- weit. Was geschieht mit dem Fundus „Bach- mann“ im Lübecker Museum? Wer seine Sammlung übergibt, verschenkt oder m verkauft, tut es mit einem weinenden akademie Stuttgart, Leiter des Figuren- theaters „sepTeMBer“ Tuttlingen - de- monstrierte die Subtilitäten einer Clown-Marionette bei der Eröffnung. Aus Anlaß seines 70. Geburtstags über- gab Karl-Hans Bachmann den gesamten Fundus von I15 Inszenierungen aus den Jahren 1962 bis 1992 dem Museum für Puppentheater Lübeck bestehend aus 300 Spielfiguren nebst Zubehör. Übergabe des „Bachmann-Fundus“ an das Museum für Puppentheater Eröffnet wurde die Ausstellung am 10. Februar durch den Senator für Kultur Ulrich Meyenborg. Karl- Hans Bach- mann beschrieb sein Lebenswerk von 30 Jahren Laienbühne,. daß er mit dieser Übergabe seines Fundus beendete. Die Direktorin des Museums für Puppen- theater überreichte den Künstlern eine Schenkungsurkunde. Dieser Fundus steigert nicht nur den Wert des Museums für Puppentheater und einem lachenden Auge, denn er wird zwar von einer großen Verantwortung erleichtert, bangt jedoch um die Zukunkt seiner „Puppenkinder“, wie Bachmanns und auch die Schichtls es ausdrückten. Es ist sehr traurig, sich von seinem Fun- dus zu trennen und damit Abschnitte aus einer Familiengeschichte oder ganzer Traditionen als endgültig und unwieder- bringlich „passé“ akzeptieren zu müs- sen. Deshalb erstrecken sich die Vorbe- reitungen meist über mehrere Jahre. Je- der möchte, daß sein Nachlaß, oder we- nigstens Teile davon, ständig ausgestellt wird. Leiderist dies nur in den seltensten Fällen möglich. Der Nachlaß kommt in den Fundus des Museums, wird inventa- risiert, gelagert und wartet dann darauf, unter verschiedenen Aspekten studiert und für Ausstellungen ausgesucht zu werden. Ausstellung des Fundus „Bachmann“ In der Ausstellung im Großen Börsen- saal sah man etwa ein Drittel des Fundus mit 14 Szenen aus dem Repertoire der Bachmannschen J„@Mlarionettenbühne- Lörrach“: „Doctor Faust“ (1977) mit zwei Szenen, nämlich „ Im Reich des Pluto“ und „Studierstube“’; zwei Szenen Lübeckische Blätter 1995/9 der ..Z nämlic und Ki zert‘“ m als Gei rinnen' Müller Gehilf: Hokme Basen und M che Re lich Jo gengei see m Ritsch. kröte. Til k hiet .,! „Eulen che de: Legen „Varie sches yie ,. der Musik co-Tär schwÖö kam ei aus ,,E von M Archi Fine V j men Z sche . gestalt gelbst. zu Rol dekorr fessiol führt \ bei Bü taillier guren dailler errung Bau d Bei de rionet Misch Textil Köpke rethan einer beweg fläche mensi per un chen. bei eir ge be Lübecki
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