Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

Sicherung der Kathedrale in Novgorod gemeinsames Projekt der Hansestädte Der Bürgermeister der Hansestadt Lü- beck hat die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu einer Unterstützung der Siche- rung der Kathedrale in Novgorod aufge- rufen: Die „Hansetage der Neuzeit“, deren Be- mühen darin besteht, die wirtschaftliche Kooperation innerhalb des Ostseeraums zu fördern, haben auf ihrem Hansetag im Jahre 1994 in Stade beschlossen, die bauliche Sicherung der Nikolaus-Kathe- drale in Novgorod finanziell zu gewähr- leisten. Novgorod spielte in der Hansegeschich- te eine außerordentlich wichtige Rolle. Novgorod war das Herzstück der Hanse im Handel Westeuropas mit Osteuropa. In unserer Stadt spielten die Novgorod- Fahrer wirtschaftlich und politisch über Jahrhunderte eine besondere Rolle. Sie waren in dieser Stadt ein politischer Machtfaktor. Auf dem Hansetag 1994 waren die an- wesenden Städte der Meinung, daß die Sicherung der Kathedrale in Novgorod ein gemeinsames Projekt der Hansestäd- te sein sollte. Auf der Grundlage eines detaillierten Berichts über die erforder- lichen baulichen Maßnahmen, der von Visby erstellt wurde und dessen Einhal- tung durch Visby auch laufend kontrol- liert wird, wurden die Kosten mit 1,6 Millionen Mark veranschlagt. Auf die Hansestädte der Bundesrepublik Deutschland entfallen 1 Million Mark. Der Wille des Hansetages besteht darin, diese 1 Million Mark nicht aus öffentli- chen Haushalten zu finanzieren, sondern durch verschiedene Aktionen in den Städten. Das Engagement der Bürgerin- nen und Bürger für die Gemeinsamkei- ten der Hansestädte in Ost und West ist gefordert. Die Hansestadt Lübeck plant für diese Aktion unter anderem die Ausrichtung eines Benefizkonzertes am 7. April in der Musik- und Kongreßhalle. Der russi- sche Dirigent und Geiger Igor Oistrach und die in Lübeck lebenden Künstler Professor Zakhar Bron und James Tocco sowie die Musikerinnen und Musiker des städtischen Orchesters haben sich für dieses Konzert kostenlos zur Verfü- Lübecker Chronik Februar 1995 2. Dem der Musikhochschule Lübeck angegliederten Brahms-Institut übergibt Landeskulturministerin Marianne Tidick 32 Vorlagen und Abschriften von Werken Johannes Brahms’ im Wert von 850 000 Mark, die durch die Kulturstiftung des Landes (240 000 Mark) sowie durch Spenden der Possehl- und der Dräger-Stiftung, des Bundesinnen- ministeriums und der Kulturstif- tung der Länder aufgebracht wor- den sind. 3. Zur Erinnerung an die Vereinigung Deutschlands vor füntk Jahren wird ein vom Gemeinnützigen Verein zu Travemünde gestifteter dreieinhalb Tonnen schwerer Findling mit der Inschrift „Nie wieder geteilt“ in Gegenwart der Bürgermeister von Lübeck und Pötenitz auf dem Pri- wall enthüllt. 9. Aus einer Meinungsumfrage der Touristikbranche geht hervor, daß Lübeck zu den zehn schönsten Städ- ten Deutschlands gehört. Die Stadt kündigt dem bisherigen Pächter der historischen Gaststätte Ratskeller, Firma Weinkrüger, und schreibt die Neuverpachtung in Fachzeitschriften aus. 10. Bürgermeister Michael Bouteiller eröffnet mit einem Bildtelefonat mit der Regierungspräsidentin des Be- 100 zirks Malmö, Ann Cathrine Hag- lund, eine Verbindung zur Hochge- schwindigkeitsübertragung von Daten zwischen Lübeck und der südschwedischen Stadt Skurup. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Bouteiller und Dr. Christian Dräger veranstal- tet die Deutsch-Japanische Gesell- schaft Schleswig-Holstein zwecks Vertiefung wirtschaftlicher und kultureller Kontakte ein dreitägiges Trefken. 17. Laut Statistik des Fremdenverkehrs in der Hansestadt hat es 1994 in Lübecks Beherbergungsbetrieben 819 301 Übernachtungen gegeben, davon 302 849 in Travemünde. In der Stadtbibliothek und ihren Zweigstellen wurden 1994 insge- samt 1 134 344 Ausleihen regi- striert, 200 000 weniger als 1993, nach Meinung von Bibliotheksdi- rektor Dr. Jörg Fligge die Folge der im April 1994 eingeführten Lesege- bühr. 18. Als Beispiel erfolgreicher und zu- gleich fast kostenloser Lübeck- Werbung weist Senator Ulrich Meyenborg vor dem Kulturaus- schuß der Bürgerschaft darauf hin, daß in Zeitungsartikeln und -berich- ten über die Nordischen Filmtage 1994 - gemessen an der Gesamtauf- gung gestellt. Das Konzert bietet Werke von Tschaikowski, Ravel, Beethoven, Saent-Saëns und Mozart. Der Verkaut der Karten wird zu verschiedenen Preis- gruppen erfolgen, und zwar zu 40, 50, 60 und 70 Mark. Der Verkauf erfolgt über die bekannten Vorverkaufsstellen Thea- terkasse, Musik- und Kongreßhalle, Pressezentrum und Musikhaus Robert. Der Vorverkauf begann am I4. März. Daneben besteht auch die Möglichkeit, für den Zweck zu spenden. Spenden überweisen die Spender an die Stadtkas- se zu Lübeck, die bei allen Lübecker Banken ein Konto unterhält, zum Kenn- wort Nowgorod-Kathedrale und zum Kassenzeichen 9560.1168. Die Hanse- stadt Lübeck ist berechtigt, Spendenbe- scheinigungen auszustellen. Alle können sicher sein, daß die Gelder in Novgorod zweckentsprechend ver- wendet werden. Die Arbeiten an der Kathedrale werden durch die Stadt Vis- by fachlich geleitet. Eine Weiterleitung von Geldern erfolgt nur, wenn durch Zwischenberichte uns aus Visby eine positive Rückmeldung erreicht. lage der Druckerzeugnisse - Lü- beck insgesamt 36,5 Millionen Mal genannt worden ist. Im Rahmen des Schulbau- und Sa- nierungsprogramms der Landesre- gierung in Höhe von 48 Millionen Mark erhält Lübeck rund 5,5 Millio- nen Mark für Bau- und Sanierungs- maßnahmen. Als Nachfolger von Prof. Peter Det- je wird der 46jährige Kapitän Rüdi- ger Pfaff zum Vorsitzenden der fast 600 Jahre alten Schiffergesellschaft gewählt. 23. Im Zuge des Ermittlungsverkfahrens zum Tode des früheren Ministerprä- sidenten Uwe Barschel in Gent 1987 hat die Lübecker Staatsan- waltschaft Räume der Gauck-Be- hörde in Berlin durchsucht. 25. Auf der Flender-Werft läuft das Containerschiff „Santa Ana“ vom Stapel, mit 45 000 Tonnen, einer Länge von 247 Metern und 100 Mil- lionen Mark Baukosten das größte je in Lübeck gebaute Schiff. 28. Im Hansekontor am Bahnhot eröff- net die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) ihre neue Bezirksverwal- tung Nord, in der die bisherigen Büros in Kiel, Schwerin und Ro- stock zusammengefaßt sind. [) W la. Lübeckische Blätter 1995/6 Konzert! Es war b Heerschareé der „Geme musikalisc mittag im k Dabei wars mationen \ Kammerror ge Kostprc Preisträger „Jugend m funden hat wiesen sict " offkensichtl den, weil i richt konz: agogisch v so am efkfc können. 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