Full text: Lübeckische Blätter. 1994 (159)

Die Museumswoche des Museums für Kunst und , h Museumspädagogin Brigitte Heise mit jungen Lübecker Besuchern In der Zeit vom 5. bis 11. September veranstaltete das Museum für Kunst und Kulturgeschichte eine Museumswoche. Ziel dieser Veranstaltung war, zu de- monstrieren, wie die klassischen Aufga- ben eines jeden Museums ganz konkret in diesem Hause umgesetzt werden. Be- wult wurden dabei alle Adressatenkrei- se durch die verschiedenen Veranstal- tungen angesprochen: - interessierte Kunstfreunde, - Senioren, ~ Schüler, - Kinder, - Jugendliche. Dem Museumsbesucher öffnet sich nur ein Teilbereich der umfassenden Aufga- ben, die die verschiedenen Mitarbeiter eines Museums wahrnehmen. Die Auf- gabe, die für jeden in erster Linie er- sichtlich ist. ist das Sammeln und Aus- stellen. Hier wurden in jedem einzelnen der fünf Häuser des Museums die wich- tigsten Sammlungsschwerpunkte erläu- tert, Möglichkeiten des Sammelns heute diskutiert und Ausstellungskonzepte er- läutert. Mit seinen Sonntagsführungen veranstaltet das Museum für Kunst und Kulturgeschichte ohnehin regelmäßig Führungen zu den verschiedenen Abtei- lungen und Ausstellungen; hier wurden nun einmal konzentriert in einer Woche die Inhalte der verschiedenen Bereiche vorgestellt, so daß die Besucher, die mehrere Veranstaltungen in dieser Wo- che besuchten - und dies war eine er- staunlich hohe Zahl - sich einen umfas- senden Überblick verschaffen konnten: 234 Im Sankt-Annen-Museum befindet sich die größte Sammlung spätmittelalterli- cher Schnitzaltäre in Deutschland, ihr Bildprogramm erschließt sich dem Lai- en nur mit Seh- und Texthilfen. In der Abteilung für Wohnkultur konn- ten die Besucher den Weg von einer Zuckerkiste zur Schenkschieve verkol- gen und durch die Jahrhunderte hin- durch sehen, wie die Lübecker ihre Wohnung einrichteten. Im Behnhaus ist in den letzten Jahren die Sammlung von Ölskizzen immer größer geworden. Ihr Reiz erschließt sich umso mehr. je mehr der Betrachter über die Art und Weise erfährt, wie sie direkt in der Natur entstanden sind. Johann Friedrich Overbeck - ein Künst- ler von Weltruhm: Mit 17 Ölbildern und 9 Kartons bewahrt das Museum Dräger- haus die größte Sammlung von Werken des Meisters, ihm war eine spezielle Führung gewidmet. Am Samstag der Museumswoche, also zu einer Zeit, in der auch der Berufstäti- ge in das Museum kommen konnte, wur- de die graphische Sammlung geötfknet, um den Besuchern zu erläutern, wie Gra- phik in einem Museum bewahrt wird, welcher Bestand sich im Hause betindet. Als besondere Attraktion wurde hier die „Linde-Mappe“ von Edvard Munch prä- sentiert, die zu den Kostbarkeiten jeder graphischen Sammlung gehört und aus konservatorischen Gründen nur selten in einer Ausstellung gezeigt werden kann. Zudem wurde mit diesen Blättern den Lübeckern das Werk eines herausragen- den Künstlers des 20. Jahrhunderts ge- Kulturgeschichte | gemeinsam , wachsene zeigt, der eng mit der Hansestadt Ye, k Utzctes bunden war. | l hecker Me Auch die Völkerkunde gehört zum My. | und 20. Jahrh seum für Kunst und Kulturgeschicht. je zu gehen Diese qualitätvolle Sammlung sollte j, eln eines Kü Rahmen dieser Woche wieder mehr j, cher, Zu arbe das Blickfeld der Museumbesucher ei jen häukigste rückt werden. ] Museums Die Kunstwerke, die ausgestellt werde | ing heute sick sind im allgemeinen in einem einwa "| aben der . V freien Zustand. Welche Arbeit von do. hurden Still Restauratoren eines Museums geleizt cchließend s wird,. welche verschiedenen Techni qieser Vgrant angewendet werden, ist dem Betrachte | ſermin verei fremd. Am Montag hatten die Besuch ! jon Stilleben einen Tag lang die Gelegenheit, sich ! m einbezieh informieren, wie Gemälde, Skulpturen pie Museums Papierarbeiten, Glas, Keramik und Mz. yes okkenen L bel restauriert werden. Ganz ofkensich, historische lich war dies von ganz besonderem Ip. jzt, war hier teresse. im Laufe des Tages kamen übe, jjch auch übe 600 Besucher in die Werkstätten. Fi geziellen Pr wurden Zeugen, wie sich unter de | uformieren. Staub der Jahrhunderte wieder Glay, funden lebhal zeigt, wie ein mittelalterlicher Altar &. | igkeiten eine reinigt wird, wie sogar zerschnitten. ¡lassizistisch Gemälde zusammengekügt werden köy. uutiert, Resta nen, wie Tapeten aus dem I8. Jahrhun. rovers darge dert wieder in alter Pracht erstrahlen ung] hat, die Kath wie - dies war eine der am häufigster men des Kat gestellten Fragen - dem Holzwurm be;| hesichtigen, ' der Möbelrestaurierung zu Leibe ge. esenten wa rückt wird. yurde ein we Forschungsarbeit, die zu den entschej. Die Tatsache denden Aufgaben der wissenschaft. Jie Museum: chen Mitarbeiter eines Museums gehör iblichen Ok bleibt für Besucher unsichtbar. V yerden konnt schaftliche Fragen wurden einmal mj uk die Besu den Besuchern vor den Objekten ergr. alem die älte tert: Datierungsfragen, stilistische Ein. Jugendliche 1 ordnung, der Stellenwert eines individy. denen Angeb ellen Werkes im Gesamtwerk des Künzt. zrömten 1n lers, Fragen der Zuschreibung und Zu. gesucher in ( ordnung. m Wochene Daß das Museum seine Exponate ung lten, kande ihre Bedeutung vermitteln muß, gehör | An der Durct zu den wichtigsten Aufgaben der äs. noche waren kentlichkeitsarbeit. In dieser Woche enschaktlich wurden die verschiedenen Formen pig. nl. in gleich agogischer Arbeit für unterschiedliche je auch Bei: Besucherkreise aufgezeigt. Für die Kin. effektiven Z der gab es spezielle Veranstaltungen z les Hauses. der Lübecker Mumie, die erwartungsge. hie Museum mäß rege besucht wurden; hier mußte kunst und K ein zusätzlicher Termin angesetzt wer. n den Medie den, um den jungen wißbegierigen „Ex- yig-Holstein perten“ gerecht zu werden. Ein speziel. rogramms l ler Führer durch das Sankt-Annen-My-. Welle Nord seum für Kinder ist rechtzeitig zur My: Jes Norddeu seumswoche erschienen, der den klei. ten ihr jewe nen und den jugendlichen Besuchen zelbst in der i Erläuterungen zu einzelnen für sie inter. Jas gesamte essanten Exponaten gibt und zu selb-. zo daß auch ständigem Entdecken und Gestalten an:. ßesucher zu regt. men. Lübeckische Blätter 1994/15 Libeckische Blätt
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