Full text: Lübeckische Blätter. 1994 (159)

osetzung kür die beiden Rollen. Gern GEN 1hen wir Regine Böhm auf der Lübek- führung. 's etwag st, dan er“, die mmkcraäaft ublikum S Schär- eine ge- h nicht h durch Kavatine nen Aus- er Ewan telpartie Stephen r konnte n würde enor bej ren. Bar renabend nen. Mit L sie die .rkrankte hen und :hsenden ehr gute ter 1994/12 | Bühne wiedergehört, sie sang den R Matthew Carey die Partie des gcherasmin. Sicher und mit dynami- cher Differenzierung war der Chor von ~ s homas Lang vorbereitet worden. er rote Faden der Handlung wurde jurch verbindende Verse verfolgt, die [. Karsten Bartels zusammengestellt M. Werner Berndt gelesen wurden. gravoruke und viel Beifall waren auch | n Ende dieser Premiere der verdiente john für alle Künstler. Hans-Jürgen Wille i. Frau Luna gerliner Luft im „Bullenstall“ garantiert rinen unterhaltsamen Abend. Winfried gauernkeind (Inszenierung), Martin gupprecht (Ausstattung), John Grant (Choreographie) und Ludwig Pflanz musikalische Leitung) haben die Berli- her Operette mit vielen immer noch be- kannten Schlagern in die Arena gebracht - ynddabei wohl alle guten Einfälle in die . | sat umgesetzt. hie Typen aus Zilles „Milljöh“ sind da, man erkennt sie wieder, man freut sich. 0b Leierkastenmann oder Briefträger, portier oder möblierte Wirtin, Wurstver- ,iukerin und Fräulein Reize, sie alle sind unverkennbar und ,berlinern“ pracht- voll, und die Mondbevölkerung er- ccheint galaktisch super!“ frstaunlich, dals die schmissigen, kes- cen und schmeichelnden I100jährigen mlelodien Paul Linckes noch ankom- men, auch bei den jungen Besuchern Jandeten sie, auch sie klatschten mit. Das Orchester spielte mit hörbarer Freude. pie Berliner Typen waren in den richti- ven Klamotten, Frau Luna und die ganze Milchstraße phantastisch ausstaffiert. go hatten an dem Premierenerfolg alle «]Jeichermaben Anteil, die Damen schubart, Genzel, Spieß, Ehret-Bach- mann und Kamphues, die Herren Birk- lein, Neumann, Knoblich, Tromm und gawicki. der Chor der Bühnen und das Ballettensemble. Hans-Jürgen Wille Niederdeutsche Bühne: „Anna, dat Goldstück“ Ein Boulevardstück aus dem Französi- schen, Mare Camolettis „La Bonne Anna“, als „Anna, dat Goldstück“ von Hans Pfeiffer ins Niederdeutsche über- tragen, bot die Niederdeutsche Bühne Lübeck als letzte Inszenierung dieser Spielzeit . Die bürgerlichrwohlhabende Umge- bung des Stücks, von Jan Kothe, Bühnen Lübeckische Blätter 1994/12 Lübeck, wieder einmal geschmacklich sicher im Bühnenbild demonstriert und mit den dramaturgisch notwendigen Tü- ren strategisch Passend versehen. wider- spricht eigentlich der Längigen Vorstel- lung einer „niederdeutschen“ Umgee- bung. Das gilt auch kür die magere Hand- lung dieser nicht allzu originellen Ehe- komödie: ein Ehepaar täuscht sich ge- genseitig vor, verreisen zu wollen. um dann in der Wohnung fröhliche Seiten- sprunge zu vollführen. Das Dienstmäd- chen Anna wird weggeschickt, um den alten, kranken Vater zu besuchen. Klar, daß sich alles nacheinander wieder in der Wohnung trifft, einschließlich Anna. Sie ist es dann, die nach einem etwas lahmen I. Akt die Komödie in Gang bringt, dafür sorgt, daß die ach so unmo- ralischen Absichten des Ehepaares Bernhard und Claudia sowie ihrer zu- sätzlichen Partner Cathrin und Robert auf keinen Fall in die böse Tat umgesetzt werden. Und zum Schluß rettet Anna nicht nur die Ehe ihrer Arbeitgeber, son- dern stiktet gleich eine weitere zwischen den jeweils enttäuschten „V erhältnis- FEen“. Trotzdem wurde daraus ein amüsanter plattdeutscher Abend: die Regisseurin Marianne Schubart-Vibach, Bühnen Lü- beck - von Brigitte Koscielski assistiert --. nutzte erfahren und treffsicher jede Möglichkeit der Verlebendigung aus, durch stummes Spiel und Einbeziehung von Requisiten - Lichtschalter, Telefon. Spezialitäten der gut sortierten Hausbar spielten eine wichtige Rolle. Und sie konnte ein Ensemble bieten, bei dem jede Rolle hervorragend besetzt war. Magda Schulz in der Titelrolle der Anna war nun wirklich eine fast typisch nie- derdeutsche Figur, dabei ohne jeden Anflug, plump zu wirken: sie zeigte eine breite Palette von Stimmungen. von naiv bis verschmitzt, war sprachlich und LE- stisch variabel, spielte ihre Gags voll aus. Jens Alwert und Hannelore Kastorff als Ehepaar zogen beide volle Register in sprachlicher und mimischer Differen- zierung bei ihren gegenseitigen Täu- schungsversuchen, verlegenen Ausre- den und heuchelnden Gunstbezeugun- gen. Karin Vogts spielte die dummerig- naive Cathrin, „de Muschikatt“, mit un- terschiedlichen Tönen und zeigte. daß sie auch eine weniger attraktive Rolle unterhaltsam über die Rampe bringen kann. Roland Gabor gab den Robert, einen Boxer, der deutlich mehr im Bi- zeps als im Kopf hat, als markanten Ge- gensatz zu seiner potentiellen Liebhabe- rin. Das Ensemble und die Regisseurin wur- den zu Recht gefeiert für einen kurzwei- ligen Theaterabend - die voll besetzte Aula der Oberschule zum Dom. der herzliche Beifall zeigten, daß die Nie- derdeutsche Bühne ein festes Publikum hat. das sich neben den traditionellen niederdeutschen Komödien auch gern übersetzte Boulevardstücke aus fernen Gegenden anschaut. zumindest wenn sie so gekonnt dargebracht werden wie „Anna, dat Goldstück“. Rudolf Höppner Literatur 115. Literarischer Frühschoppen: Friede ist das Ende des Krieges Im Rahmen des 115. Literarischen Früh- schoppens des Lübecker Autorenkreises las die in Kiel lebende Schauspielerin und Rezitatorin UVte George mit Blick auf den Bosnien-Konflikt unter dem Motto „Friede ist das Ende des Krieges“ Texte gegen Krieg und Gewalt. Ute George bot ein Kaleidoskop vieler Autorinnen und Autoren zu diesem höchst aktuellen Thema. Die Dichter appellieren an die Friedenssehnsucht ihrer Mitmenschen und wenden sich sar- kastisch gegen den Mllitarismus. Sie schilderten ausdrucksvoll die Folgen des Krieges. Die Poeten fordern ergrei- fend zum Nein gegenüber dem Kriegs- dienst auf. Die mahnende Lyrik hat ei- nen sehr moralischen Charakter. Der Frieden müsse gelernt werden, er kom- me nicht frei Haus. Wir müßten ja zum „Wir“ sagen. der Friede beginne ganz nah. Bei der Rezitation ragten Gedichte von Bertold Brecht. Erich Kästner, Wolfgang Borchert. Erich Fried und In- geborg Bachmann und die expressive Lyrik Georg Heyms heraus. Es kam auch ein Gedicht Klaus Rainer Galls mit poe- tischen Reflexionen über den Krieg zu Gehör. Astrid Lindgren mahnt in einer wichtigen Rede den Verzicht auf Gewalt und eine ethische Erziehung an. Sie lei- stet einen großen Beitrag zum Frieden in der Welt. Die Texte schärfen das Be- wubßtsein und sind ein Dokument gegen das Vergessen. Ute George rezitierte sehr ausdrucks- voll. engagiert und nuanciert. Für die angemessene musikalische Umrahmung sorgte Jürgen Hagen. der eigene Cello- Kompositionen mit christlichem Gehalt spielte, eine als Uraufführung unter dem Titel „Friede ist das Ende des Krieges“. Lutz Gallinat 116. Literarischer Frühschoppen: Von der Notwendigkeit des Erinnerns Propheten gelten wenig im eigenen Land. und man möchte hinzufügen: in der eigenen Stadt. Nun hat Professor Hans-Joachim Thilo als langjähriger Marien-Pastor. Psychotherapeut und 189
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