Full text: Lübeckische Blätter. 1994 (159)

Medizinische Vorträge in der Lübeckischen Gesellschaft zur Beförderung bs | nen. gemeinnütziger Tätigkeit 1789-1839 Jets Von Rüdiger Kurowski * pen . ent So definierte die „Gemeinnützige“ Cay, | j15 Lem in ihren neuen Verfassungspunx,! jarher, © 1795 auch ein zweites Hauptziel der(z. s sellschaft, nämlich „auch außer demg, , gen Kreise ihrer Mitglieder ... Semej, jer © nützige Tätigkeit überhaupt zu befz, [n. für dern“. und zwar insbesondere: h ,ſalbaur März 11. Welcher Inhalt und Vortrag einem | hiesigen Wochenblatte wohl der an- | gemesſenſte ſein dürfte? 18. Vorlesung aus Thomas Abbts Werk vom Verdienste Über Franklins Leben und Verdienste Mitteilung einer Überſezung der vor- züglichſten Abschnitte aus der Cice- ronianiſchen Abhandlung von der pu Freundſchaft s t. su | Mag. F. A. Fabricius. Detaillierte Erzählung der zwiſchen Däne- | | Assessor L. Suhl. Synd. C. A. Overbeck. Subrekt. F. Federau. April 7. I. was der Erhaltung des Lebens uni ß der Gesundheit der Menschen dient, 2. die Verbreitung nützlicher Kenntn; hren ] Novbr. 4 | se und die Zerstreuung von Vorurteile, jhalts. Jcovdr. 4. | mark und Rußland imJahre 1762 ein- | in allen feltstt.rzcs. "H jn [" getretenen Mißhelligkeiten, und deren | 3. die Entwicklung mechanischer Fer Ma. Einwirkung auf unsere Vaterstadt. | Licent. J. R. Becker. tigkeiten zu erleichtern. u iz1n1 In diesem Zuge rückte das aktive sori,) ! ; Engagement mehr und mehr in den vis _ 46 telpunkt, ohne dal die Tradition der „il I ie gemeinverständlichen Vorträge, il vs nicht aus den Fakultätswissenschaft, t ccn 11.1| Vorleſung einer von der ökonomischen | 18.\|1 Gesellſchaft zu Petersburg im Jahre | 1788 gekrönten Preissſchrift über die neuerbauten Häuſern eigenen Feuchtig- keiten, deren Ursachen, die daraus | entstehenden Krankheiten und deren Heilmittel. Hi. J. J. Walbaum. D C . AL Verzeichnis der Vorträge und Vorlesungen gehalten in der Lübeckischen Gesell- schaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit, Auszug für das Jahr 1794 Als vor über 200 Jahren 1789 die Gesell- schaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit in Lübeck von Bürgern ge- gründet wurde, war ein erklärtes Ziel der Vereinigung die gegenseitige Unterrich- tung über Gegenstände, die der allge- meinen Kenntnis und Beachtung wert seien. Ein Grundgedanke. der im Zeital- ter der Aufklärung allenorten zur Grün- dung ähnlicher .Patriotischer Gesell- schaften“ führte, meist jedoch weniger deutlich formuliert werden konnte, war die Überwindung sozialer Schranken. Schon die Zusammensetzung der Mit- glieder, die Ludwig Suhl für sein Vorha- ben gewinnen konnte, zeigt, dal es ge- lang, politische, rechtliche, berufliche und konfessionelle Grenzen zu beseiti- gen. Es wurde vereinbart, über Ge- schichte, Handel, Geographie und Phi- losophie genauso wie über Naturge- schichte, Diätetik und medizinische Po- lizei. Kunst und neue Erfindungen sich gegenseitig zu unterrichten. Dies sollte in Form von selbst erarbeiteten Vorträ- gen oder durch Vorlesen aus Büchern geschehen. Das Vortragswesen ist damit die älteste Einrichtung der Lübecker „Gemeinnützigen“ und hat über die gan- ze Bestehensgeschichte der Gesellschaft nahezu ununterbrochen bestanden. Schon in der ersten Versammlung wurde * Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse einer Dissertationsarbeit, deren Publikation in Buchform angestrebt wird 170 der Dienstag einer jeden Woche zum Zeitpunkt der Zusammenkunkt be- stimmt, und dabei ist es in all den kolgen- den Jahren geblieben. Der Regelung, daß die Gesellschaft es mit Dank ver- merke, wenn von einem jeden Vortrag ein Exemplar dem Archiv zur Verfü- gung gestellt würde, verdanken wir heu- te eine Fülle von Quellenmaterial, das in dieser Vollständigkeit Seltenheitswert besitzen dürfte. Im Laufe ihrer jungen Vereinsgeschichte machte die „Gemein- nützige“ dann eine bemerkenswerte Wandlung durch. Während in den ersten Jahren die Verbreitung von Wissen, also die individuelle Aufklärung der Mitglie- der, noch deutlich im Vordergrund der Zielsetzung stand, trat später das Bestre- ben, in die Öffentlichkeit hinneinzuwir- ken, mehr hervor. „Nicht bloß Kenntnis- se, ihre Anwendung fürs Leben sahen wir suchen“, schreibt Overbeck 1793, und der Lübecker Arzt Brehmer bemerk- te dazu 1800: „Es ist ein eigentümliches Verdienst unseres Zeitalters, daß die meisten Wissenschaften hauptsächlich in der Absicht bearbeitet werden, daß ihre Früchte dem bürgerlichen Leben zu gute kommen. Unter solchen Umstän- den dürfte eine Verbindung wie die uns- rige besonders die Pflicht zu überneh- men haben, die nützlichste Ausbeute, welche aus der Tiefe der Wissenschaften gewonnen wird., geprüft und geläutert allgemein bekannt zu machen.“ hergenommen sein dürfen“, dabei in di „elt, die Bedeutungslosigkeit gedrängt wurde. p s fällt vielmehr auf, daß im Laufe der Zei line Au die zweckbestimmten Vorträge imme; ger, de! mehr in den Vordergrund traten. Jede; ] n er it Gründung eines „Tochterinstituteg. y Gehö ging die gehörige Besprechung in Vor. ſesundl trag und Dialog voraus. Hierbei hatte n Auge hochfliegende Visionen kaum tin, . LO V Chance auf Verwirklichung. Jeder Vor. _ au trag, der auf die Bildung einer weitere, ten, m wohltätigen Vereinigung abzielte, wy. , de mit einem Kostenvoranschlag ul vit k dem dazugehörigen soliden Finanzje treunde rungsplan schon vom Initiator Vorge. „grdrint stellt. IMm Zuge dieser zweiten Phase de „gehen Entwicklung der „Gemeinnützigen ts der wurden dann zahlreiche sogenany nedizin Tochterinstitute gegründet, die speziell; neinnüt Aufgaben der Satzung gemäß übernzh. g stark men. Hierbei nahmen die medizinisch jetzu j sozialen Gründungen schon ihrer Ay. uhm. 2 zahl nach neben den Ausbildungsinsti. _ ynd A tuten eine besondere Stellung ein. 179] js kt war die Rettungsanstalt für im Wazgg; nediziv Verunglückte ins Leben gerufen wr. den, 1796 folgte die Bildungsanstalt fir j. Ein Wundarztgehilken, 1798 eine | je „G Schwimmschule und 1799 eine der er. ritigke sten deutschen Flußbadeanstalten, 18(j lum de die „Wohlkeile Speiseanstalt“, und I8() jhernor war die Gesellschaft zur Beförderun; jung ( gemeinnütziger Tätigkeit an der Grün. jzhre | dung des Ostseebades in Travemünde ysede! beteiligt, die Errichtung der Turnanstah lie der 1817 nahm ihren Ausgang ebenfalls vq ggllten, der Gemeinnützigen“. Daß das medizi. Aukberc nische Engagement einen so hohen Stel- zundes lenwert bekam, hängt sicher nur zun rmein Teil mit der ausdrücklichen Nennung je Ans der Gesundheits- und Lebenserhaltung ger Inst hit voll Fürsorg Lübeckische Blätter 1994/11 |jheckisc
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.