Full text: Lübeckische Blätter. 1992 (157)

Eingang zur Altstadt: Stadtmauer mit dem Stadttor „Dicke Margarete“. Die Altstadt ist verkehrsberuhigt - Teile sind für den motorisierten Individualverkehr allgemein gesperrt; die Zufahrt wird durch Aufsichtspersonal in kleinen Häus- chen kontrolliert, sie Kostet für Nichtbe- vorrechtigte 12 Rubel. Da bleibt das Auto für viele Talliner zu Hause oder vor den Toren der Altstadt. Ausgrabungsgebiet in der Nähe der Niko- laikirche: Im Untergrund Mauern und Gewölbe. Eine Tafel verweist auf die Zer- störung: „In der Nacht des 9. / 10. Märzes 1944 fand der sowjetische Luftangriff in Tallinn statt. Zerstört wurden 53% Wohnfläche. Obdachlos blieben 20 000 Einwohner. Dabei kamen 463 um und verletzt wurden 659 Menschen. “ Verglei- che zwischen Tallinn und Lübeck. 230 Unterstadt: Häusergruppe „Drei Schwe- stern“. Nicht weit von der Häusergruppe „Drei Brüder“ in der „Pikk“-Straße steht in der „Lai“-Straße das Kleinensemble „Drei Schwestern“. Die Kaufmannshäu- ser stammen aus dem 15. Jahrhundert. Heute befindet sich in diesem Komplex das „Eesti Turist ‘-Büro. Der gute Erhal- tungszustand und das urtümliche Er- scheinungsbild prägen sich ein. Oberstadt (Domberg): Der Putz bröckelt von dem Kalkstein. Vorherrschendes Baumaterial war der in der Umgebung gewonnene Kalkstein. Vorherrschendes Baumaterial war der in der Umgebung gewonnene Kalkstein. Dort, wo dieser Stein freiliegt, erinnert Tallinn stark an Visby auf Gotland. Und tatsächlich ka- men im Mittelalter zahlreiche Baumeister von dieser Ostsee-Insel. Unterstadt: Portal des Schwarzhäupter- hauses in der ,„Pikk“-Straße. Das Gebäu- de erhielt sein heutiges Aussehen im Jahr 1597 und beherbergte die Bruderschaft der Schwarzen Häupter, ein Zusam- menschluß Revaler Kaufleute. Hier fan- den einige Veranstaltungen des 12. Han- setags der Neuzeit statt. Bemerkenswert die beiden Beischlagwangen aus Kalk- stein rechts und links. Oberstadt (Domberg): Relikte bis zum Jugendstil. Auf der Höhe versammeln sich neben der Burg auf der Südwest-Ek- ke des Bergs und um die die Stadt beherr- schende Domkirche herum zahlreiche teilweise weiträumige Adelshöfe. Von der Gotik bis zum Jugendstil zeigt sich die Oberstadt. Heute sitzen hier das Parla- ment und die Regierung von Estland so- wie verschiedene Ministerien. Lübeckische Blätter 1992/15 Lüt
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