Volltext: Lübeckische Blätter. 1992 (157)

kür ung der und ken, der [ung H für sich N, und 1992/6 Arbeitskreisen zwischen Schule, El- ternbeiräten und insbesondere der Schülervertretung an weiterführenden Schulen, - Erarbeiten von Projekten zur Drogen- suchtprävention bereits ab Klasse 4, - Sensibilisierung der Eltern durch Hin- weise auf Ursachen und Symptome von Drogenkonsum und Informierung über Maßnahmen der Schule, Hinwei- se aut Kontaktstellen für Drogenhilfe, Angebot von Sprechstunden, Eltern- abenden, Eltern-, Lehrer- und Schü- lerseminaren auch in kleinen Grup- pen. Um die Arbeit der Suchtprävention in den Schulen inhaltlich und organisato- risch auf eine solide Basis zu stellen, ist es erforderlich, daß die Landesregierung einen Erlaß „Suchtprävention in Schu- len“ herausgibt, in dem besondere Hin- weise zur inhaltlichen und unterrichtli- chen Gestaltung gegeben werden. Aufklärung und Warnung sind der beste Schutz. Alle müssen sich beteiligen: El- ternhaus, Schule, Jugendvereine, aber auch die Medien. Es darf gar nicht erst der Trend entstehen, es sei „chic“, ein- mal Drogen auszuprobieren. Zu oft wird aus dem „einmal“ ein „immer“ - bis zum bitteren Ende. Die Zahl der Drogento- ten und -delikte zeigt dies. Es ist fünf vor zwölf. Adelheid Oldenburg Bibliotheks-Lesesaal wird renoviert Nach der Rückkehr eines wesentlichen Teils der Handschriftensammlung soll sich der wissenschaftliche Bereich der Lübecker Stadtbibliothek künftig als „Bibliothek der Hanse und des Ostsee- raumes“ profilieren. Dazu werden die historischen Räume instandgesetzt. Als erster Schritt wurde jetzt mit der Er- neuerung des Lesesaals von 1926 begon- nen. Zu den umfangreichen Baumaß- nahmen gehören die Freilegung und Re- staurierung der alten Gewölbedecke, die Überarbeitung aller Holzteile und die Si- cherung der Wandmalereien von Erwin Bossanyi. Insgesamt wird die Instandsetzung des Lesesaales einen Kostenaufwand von 175 000 Mark erfordern. Der überwie- gende Teil wird durch Bundes- und Lan- deszuschüsse finanziert. Ipd Lübecker Chronik Februar 1992 1. Der Kreisparteitag der Lübecker 10. 14. 15. 19. 20: 21: SPD entscheidet sich mit 92 Ja- Stimmen und 45 Gegenstimmen für den Bau einer vierspurigen Straßen- anbindung im Süden der Stadt. Mit der Übernahme der Atem- schutzsparte des ehemaligen Kom- binats Medizin- und Labortechnik in Leipzig schafft sich das Lübecker Drägerwerk einen zweiten Ferti- gungsstandort im vereinten Deutschland. Kultursenator Meyenborg und Propst Dr. Hasselmann stellen ein etwa 50 Veranstaltungen umfassen- des Programm vor, das an die Zer- störung der Altstadt Lübecks vor 50 Jahren erinnern soll. Der „Goldene Sod“, die von dem Bildhauer Johannes Michler LE- schaffene Brunnenplastik, hat an der Ecke Breite Straße/ Mengstraße seinen Platz gefunden. In Herrenwyk beginnen die Vorbe- reitungen für das Millionen kosten- de Sanierungsprojekt asbestver- seuchter Schrotthalden. Auf ihrem kleinen Parteitag spricht sich die Lübecker CDU gegen den Vorschlag einer Ring- Autobahn um Lübeck aus und entscheidet sich mehrheitlich für eine Nordlösung ser Anbindung an die Ostsee-Auto- ahn. Mit der Entscheidung der Landesre- gierung, alle wesentlichen Struktur- vorhaben im Lande zu verwirkli- chen, gilt auch der Bau der Lübek- ker Musik- und Kongreßhalle als LE- sichert. Kaufmannschaft und Industrie- und Handelskammer zu Lübeck ehren ihren früheren Präses und ihr Ehren- mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer. Georg Rieckmann, aus Anlaß seines 80. Geburtstags mit einem Empfang im Schabbelhaus. Bei den Abbrucharbeiten für die große Ladenpassage in der König- straße werden in den Häusern 53-57 Brandmauern aus dem 13. Jahrhun- dert entdeckt, die Aufschluß geben können über die Entwicklung dieses Stadtquartiers. Als Beitrag zur politischen Streitkul- tur schließen Lübecks SPD und CDU für den Landtagswahlkampt 24. 25. 28. 29; ein Fairneß-Abkommen. Die zur Entlastung des Verkehrs in Lübeck gegründete ,Statt-Auto“- Genossenschaft nimmt mit zwei Wa- gen ihren Betrieb auf. Das Landschaftsschutzgebiet „Brodtener Ufer“ wird durch Einbe- ziehung des landwirtschaftlich ge- nutzten Hinterlandes des Steilufers zu dem jetzt 600 Hektar großen Schutzgebiet „Brodtener Winkel“ erweitert. Im Rahmen einer Veranstaltungs- woche zwecks Schaffung engerer wirtschaftlicher Kontakte präsen- tiert sich Lübecks französische Part- nerstadt La Rochelle mit einer Aus- stellung. Die Kosten für die sieben Hektar große Baggergut-Deponie Niemark, auf der 300 000 Kubikmeter Schlut- uper Hafenschlamm gelagert wer- den sollen, werden sich nach Schät- zung von Bausenator Dr. Zahn auf 25 Millionen Mark belaufen. . Das Lübecker Landgericht unter dem Vorsitzenden Richter Wolf- gang Neskowic löst mit seiner Anru- kung des Bundesverfassungsge- richts, das Verbot von Haschisch und Marihuana als verfassungs- widrig zu erklären, eine lebhafte Drogen-Diskussion aus. Für die insgesamt 5,17 Millionen Mark kostende Umgestaltung des Kobergs hat Lübeck als Weltkultur- erbe bei der Kommission der Euro- päischen Gemeinschaften einen Zu- schuß beantragt. Die traditionsreiche Schiffergesell- schaft spendet für die Restaurierung erhaltener Ausmalungen im Burg- kloster 25 000 Mark. Als Folge des Grundsatzbeschlusses der Bürgerschaft, in naher Zukunkt die Innenstadt an allen Wochenta- gen für den Autoverkehr zu sperren, sollen bereits im Frühsommer meh- rere Einbahnstraßen „umgedreht“ werden. Als „Demonstration der Zusam- mengehörigkeit und Verbundenheit der Völker des Ostseeraumes in hi- storischer Situation“ treffen 430 Schriftsteller aus den Ostsee-Anrai- nerstaaten mit dem russischen Kreuzfahrtschiff „Konstantin Simo- now“ in der Hansestadt ein. Lübecker Blumenspende : Bau von Altenwohnungen und Erfüllung sozialer Aufgaben. Konto Sparkasse Nr. 1 - 031 442 Lübeckische Blätter 1992/6 81
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