Full text: Lübeckische Blätter. 1990 (150/155)

widey. übeck, n von, nenge. de zu; 1115 au »n Dr 15 Mu. Roswi. verde, schrie. k en. es 19 lichen ht Lü. , da; r Kie] malen e mit erden 1 wer. jefah, E Mao. . Wür. nitten pflege hwer. eiben nzen- LEkal. , Pro:; rend. ise in ] 70er mlun- nicht > alte ril sie ür die Man ), die n bej ihre zehn unde t der etont : Von )enen e an. mit 2 im CLEN- t be- dem r im Ent- 'i SEi- 199()/5 Nen Ankäufen: Von den S1 während der letzten vier Jahre erworbenen oder ge- schenkten Werken waren 35 solche der Gegenwartskunst, von den 33 Ausstel- lungen waren 23 der Moderne gewidmet. Niese Zahlen sollen nur belegen, daß wir Lübecks Sammlungen über den vater- êtädtischen Horizont hinaus der Interna- tionale geötkknet haben. Langsam zwar find in kleinen Schritten, doch jetzt schon mit guten Ergebnissen. Manche mögen diese Entwicklung bedauern Björn Kommer tat dies letztens in ei- nem Auksatz in der Zeitschrift des Hansi- schen Geschichtsvereins), doch eines kann nun nicht mehr stattkinden: jenes wohlige Zurücksinken in Iraditionelles. Unser Land braucht - und Jensen selbst betont dies immer wieder - vielfältige Auseinandersetzungen mit der Gegen- wart, wollen wir nicht abgehängt werden und als grüne Idylle verkümmern. Lü- beck ist auf dem besten Wege, neben Kiel zu einem wirklichen Zentrum zu werden. Nun kann man einwenden, die Museen in Lübeck seien städtisch, und so sollte die Stadtgemeinde auch dafür sorgen, daß die Häuser entsprechend ihrem Rang dotiert, Personell besetzt und aus- gebaut würden. Eine im Prinzip richtige Forderung, die man hier in Lübeck auch nicht wird übergehen können. Dennoch: Die Ausstrahlung der Museen kommt nicht nur Lübeck zugute, sondern dem Land. ebenso wie das Musikfestival nicht nur dem Land, sondern der Stadt zugute kommt, in der die Aufführungen statt- finden. Hier greift eines ins andere, und entsprechend sollte auch die Förderung sein. So wenig wie durch die Musik die Museen ins Unrecht gesetzt werden dür- ken, dürfen die Museen die Musik majo- risieren. Schließlich pflegt man auch in Kiel die Musik. Kulturpolitik darf doch nicht dazu führen. daß eins gegen das an- dere ausgespielt wird. Und noch eine Anmerkung zu Salzburg: Es gibt dort wunderbare Museen und ei- ne sehr lebendige Kunstszene. Sankt Petri ist eine Piazza der Kunst Einführungsrede von Roswitha Siewert Zur Ausstellung „Peter F. Piening - Zeichnungen, Materialbilder, Objekte“ am 11. Februar wo kann es im Moment spannender und zufregender sein, sich mit Kunst zu be- schäftigen, als in der Region Schleswig- Holstein: da wird gewettert, daß Mikro- phone es nicht ertragen, geschweige der tobende Orkan vorm Haus dagegen an- kommt. Die Verfechter der Sterntaler- ideologie - Kunstförderung für wenige - stenen den Verteidigern des sOgenann- ten GießBkannenprinzips - Beträufelung für viele ~ gegenüber. Der Ruf nach Qualität als bestehende und bestechende Komponente des Vergleichs steht dem massiven und unerschütterlichen Vor- wurf des Provinziellen gegenüber. Das Erheiterndste geschieht mit genüßlicher Häme. Wenn es nicht existentiell zu oft Menschen treffen würde, könnte man vielleicht darüber lachen. Es sind provo- kative Wortformulierungen und Spruch- erfindungen, die übers Land grasen. Doch ich halte es, hier und heute und im Anblick vieler aus der Ferne Zugerei- ster, mit einem Wort der Konsulin Bud- denbrook: Vornehm, streng und fein sagt sie, wenn es ihr nicht mehr paßt: „Assez.“ - was soviel heißt wie „Ge- nug.“ Nicht genug aber von Sankt Petri im Sonnenlicht. Nicht genug von Son- nenlicht und Schattenspielen mit den Objekten und Bildern von Peter F. Pie- ning im Kirchenraum. Der Sehnsucht nach den großen Sternen der Kunst von draußen steht auch das Leuchten aus sich selbst heraus - von innen - gegenüber. Es kann zu einem großen Stern wachsen, auch bei Tageslicht besehen. Diese Aus- stellung ist die 13. Präsentation von mo- derner Kunst, die in Sankt Petri gezeigt wird und wiederum keinen anderen be- liebig austauschbaren Ort als Ausstel- lung meint. Es ist das erste Mal, daß ge- genwärtige Kunst nicht resakralisiert wird oder es von selbst tut. Das Anleh- Lübeckische Blätter 1990/5 ? -:
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