Full text: Lübeckische Blätter. 1990 (150/155)

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Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Diener, der drei reichen, aber einsamen Damen (fast) jeden Wunsch erfüllt. Das tut er um so lieber, als diese ihm je ein ansehnliches Erbteil versprochen haben. Darauf wartet er aber schon viele Jahre - vergebens. Da wird er sich seiner Le- bensenge bewußt. Er möchte ausbre- chen, um die große weite Welt zu sehen. Das nötige Geld will er erpressen. Da auch die Schwestern sich befreien wol- len, beginnt ein turbulentes Versteck- spiel, in dem jeder seinen eigenen Vor- teil im Auge hat und vor keinem Mittel zurückschreckt. Das überraschende En- de sei verschwiegen. Der Erfolg dieses Stücks steht und fällt mit der Besetzung der wenigen Rollen. Die Niederdeutsche Bühne Lübeck kann sich glücklich schätzen, geradezu eine Idealbesetzung bieten zu können. Die umfangreiche Rolle des hüstelnden, al- ternden Dieners Rudolf spielt Volker Strauß einfühlsam und souverän. Ihm gelingt es, die unterschiedlichen We- senszüge überzeugend darzustellen: den bedingungslosen Gehorsam, die trium- phierende Überlegenheit, die Enttäu- schung des Lebens, die Lebensgier. Eine hervorragende Leistung. Neben ihm die Schwestern: ein geradezu skurriles Trio, Kinder ihrer (wilhelmini- schen) Zeit, ausgeprägte Typen einer großbürgerlichen Industriellenfamilie in kostbaren Roben. Die drei Charaktere werden treffend gestaltet. Margrit Ham- mar spielt die beherrschende und fast im- mer beherrschte Charlotte, die sich dem Familienbetrieb verpflichtet weiß; Bri- gitte Koscielski eine lebenshungrige, verführerische Cäcilie, die einem Husa- ren nachtrauvert; Elsbeth Schütz eine schwärmerische naive Clementine. Es ist ein Vergnügen, die drei spielen zu sehen. Ein Moritatensänger führt das Publikum tiefsinnig durch die gar seltsame Schau- ergeschichte um Liebe und Geld - ein komödiantisches Kabinettstück von Ru- dolk Höppner. Die große Spielfreude und die geschlos- sene Ensembleleistung sind auch das Er- gebnis einer hervorragenden Einstudie- rung. Regie führt erstmalig bei den Lü- becker Niederdeutschen Marianne Schubart-Vibach von den Städtischen Bühnen. Gestützt auf ihre Erfahrungen mit der hochdeutschen Fassung dieses Stücks (vor über zehn Jahren spielte sie zusammen mit Irene Marwitz und Otto Sawicki unter der Regie von Horst Vin- con die Schwester Clementine), liefert sie eine überzeugende Regiearbeit ab. Nur ein Einwand sei vermerkt: die letz- ten Szenen hätten einige Kürzungen wohl vertragen können. „Fisch to veert“ - so zubereitet und als Delikatesse gereicht. ist ein kulinari- scher Theater-Genuß. Das Premieren- publikum dankte mit langem, verdien- tem Beifall. Dieter Bornholdt „Die Iustige Witwe“ im Großen Haus Nach elf Jahren ist sie wieder in Lübeck, die „Lustige Witwe“, und begeisterte die Damen und Herren, die sich zu ihrer Be- grüßBung im Großen Haus eingefunden hatten. Besonders liebevoll umsorgte man ihren Auftritt: eine charmante Inszenierung Hannes Houskas brachte sie und ihr Ge- kolge im Festglanz auf die Bühne, die Bernd Franke in prächtigem Jugendstil] ausgestattet hatte. Ein von Hans-Jo- achim Gallus sicher einstudierter und sichtlich spielfreudiger Chor sowie das Ballett JoOhn Grants verliehen dem Gan- zen den tänzerischen Schwung im ele- zanten Walzer wie temperamentvollen Can-Can-Galopp. Lehárs nun schon klassisch zu nennende Operettenmusik wurde umsichtig von Ludwig Pfanz be- ireut, der Orchester und Solisten in Wal- zerseligkeit schwelgen ließ. Inser Theater ist zur Zeit in der Lage, alle Hauptpartien mit bewährten Opern- cräften doppelt zu besetzen. An diesem Abend konnte nun Inge Weißenberger nach ihren schönen Opernertolgen in der Titelpartie zeigen, daß sie spielerisch wie stimmlich auch die heiteren Töne der Mlusik ideal zu treffen vermag. Olaf Haye -er hatte sich in Lübeck als Papa- Zeno vorgestellt - gab den Grafen Danilo elegant und stimmlich gewandt mit leich- ten „baritonalen“ Veränderungen. Be- sonders hell und schlank erklang Her- bert Lipperts Tenor, als er als Rosillon das Pavillon-Lied brachte. Margrit Cu- wie sang wieder die Valencienne und reihte sich im letzten Akt in das Ballett der Grisetten tänzerisch gekonnt ein, Bernhard Adler war ein würdiger Ge- sandter. Weitere Rollen haben Chorsoli- sten übernommen, als trotteliger Kanz- list zzent Bernd Hoffmann die Lacher auf seine Seite, ohne in die Plattheit dümmli- cher Gegenwartsgags zu verfallen. Der herzliche SchlußBapplaus belohnte alle Mitwirkenden und hielt lange an. Hans-Jürgen Wille Film Janssen Fast zwei Stunden, 110 Minuten, dauert ein Film über und vor allem mit Horst Janssen, dem Hamburger Zeichner, Grafiker, auch Maler, der im November 1989 60 Jahre alt wurde. Peter Voss-An- dreae und sein Team drehten sechs Jahre an einer Dokumentation, die Entwick- lungen im Leben des über alle Grenzen bekannten Künstlers aufzeigt, Bilder ne- ben Wörterstellt, den Menschen Janssen immer im weißen Hemd zeigt. Wörterwechsel mit einigen wichtigen Begleitern des Künstlerlebens: da ist zum Beispiel der erste Kunsthändler und Freund Brockstedt. der zu den Erzäh- lern im Film gehört. Hartmut Frieling- haus und der unentbehrliche „Lemmi“ Lemcke, deren Gespräche über druck- technische Realisationen und vor allem Janssen selbst. Er erzählt gut, zum Bei- spiel über die Kunstschulzeit der frühen SOer Jahre am Lerchenfeld in der Klasse Mahlau, festgehalten in alten Fotos, von der ersten Ehe und von .„Tantchen“., sei- ner Familienkonstante, Gesprächsfet- zen, manchmal mehr gemurmelte Mono- loge, Szenen voller Bewegung wechseln mit langen, ruhigen Einstellungen. Die Gegenwart der 8Oer Jahre wird immer wieder durchbrochen durch Bilder aus der Vergangenheit, ein imaginäres Mu- seum bietet Janssensche Kunst vom frü- hen Holzschnitt über die „„Schmusebil- der“ (so sieht der Künstler seine Plakate) zu den späten Radierungen, den filigra- nen Zeichnungen, Gespinsten und Ge- sPenstern. Der Film spielt vor allem in Innenräu- men: in Atelier und Werkstatt, im Ham- burger Rathaus mit viel Prominenz, in Tokio mit der Einweihung des Grafik- Museums durch eine Präsentation einer großen Janssen-Ausstellung. Die Kame- ra folgt dem Künstler beim Hängen von Bildern in Emden im Museum Henri Nannens. Dabei organisiert Jannsen überraschend sicher, ordnet und ordert, dabei höflich leise bleibend. Eine Passa- Niederdeutsche Bühne: ,„Fisch to veert““ Einen ganz besonderen Leckerbissen serviert die Niederdeutsche Bühne Lü- veck zum neuen Jahr: „Fisch to veert“, sine Kriminalkomödie von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer in der platt- leutschen UVbertragung von Hanne Heinz. Um es vorwegzunehmen: Der Leckerbissen schmeckte dem Publikum vorzüglich. Das Stück bietet gute Voraussetzungen: Lübeckische Blätter 1990/2 IQ
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