Full text: Lübeckische Blätter. 1990 (150/155)

f _ Gemeinnützige . .. ; f Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit Die Beratungsstelle der „Gemeinnützi- gen“ für Aussiedler aus Osteuropa in der Glockengießerstraße 63 mit den beiden Betreuerinnen Katrin Friedrich und Theodora Heinrich erhielt für ein weite- res Jahr einen Zuschuß der Arbeitsver- waltung für die Fortführung der Tätig- keit. Nach der Betreuung von Übersiedlern und, nach der Öffnung der Grenzen, von Besuchern aus der DDR kann die „„Ge- meinnützige“ auf Grund einer größeren Spende auch Familien und Einzelperso- nen in der DDR unterstützen. So ist be- reits ein Rollstuhl für eine Behinderte übergeben worden. 10 000 Mark stehen zur Verfügung, um medizinische Be- darfsgegenstände an ein Pflegeheim, ein Krankenhaus oder eine Diakonie nach den dortigen Erfordernissen zu geben. Über den Ausschuß zur Erhaltung Lü- becker Baudenkmäler übernimmt die „Gemeinnützige“ Kosten für die Erstel- lung eines Topographischen Registers der hausbezogenen Anzeigen aus der in der Hansestadt seit 1751 erschienenen Zeitung „Lübeckische Anzeigen“. An einem Gespräch beim bisherigen Kultursenator Heinz Lund über den Plan, das Totentanz-Fragment von Bernt Notke aus Tallinn/Reval (Est- land) für eine Ausstellung im Frühjahr 1991 aus Anlaß der 50. Wiederkehr des Bombenangrikffs auf Lübeck in die Han- sestadt zu holen, nahm auch Direktor Christoph Deecke teil. Die Lübecker Freimaurerlogen haben der Gesellschaft ein Lesepult gestiftet, das das alte, unhandliche ersetzen soll. Aus Mitteln der Paul-Brockhaus-Stik- tung stellt die „Gemeinnützige“ 10 000 Mark für die Restaurierung von Glasfen- stern im Sankt-Annen-Museum zur Ver- fügung; gleichzeitig wird damit einer Porzellan- und Glasmalerin der Start in die Selbständigkeit erleichtert. Auf Vorschlag von Museumsdirektor Gerhard Gerkens will die „Gemeinnüt- zige“ aus dem Nachlaß Gustav Seitz eine Terrakotta-Figur von Ernst Barlach er- werben. Das Kunstwerk soll ein Ge- schenk der Gesellschaft an das von ihr gegründete und jetzt 75 Jahre bestehen- de Sankt-Annen-Museum sein. Der er- fkorderliche Betrag soll aus dem Legat Roberts entnommen werden. Aus Anlaß des 100. Geburtstags des frü- heren Museumsdirektors Carl Georg Heise hat die Gesellschaft die Schrift „Die Forderung des Tages - Carl Georg Heise in Lübeck 1920-1933“ herausge- geben, wofür 10 000 Mark aufzuwenden sind und die Restkosten aus dem Ver- kauf gedeckt werden sollen. Am 26. September soll ein Stehkonvent mit neuen Mitgliedern im Teeraum und Restaurant der „Gemeinnützigen“ statt- finden, an dem auch Mitglieder der Vor- steherschaft teilnehmen. Auf dem Stiftungsfest am 9. November soll die zur Musikschule der „Gemein- nützigen“ gehörende Kinderschauspiel- schule auftreten, wie es auch schon auf dem Fest zum 200jährigen Bestehen der Gesellschaft in der Petrikirche der Fall war. Die Beratungsversammlung (Mitglie- derversammlung) am 28. November wird sich unter anderem mit der Ande- rung der Satzung (Verfassung) der Ge- sellschaft sowie mit der Wahl etlicher Vorsteher (Vorstandsmitglieder) der „Gemeinnützigen“ zu befassen haben. Bereits auf der letzten Sitzung des Vor- standsrats - der aus vier Mitgliedern der Vorsteherscha t der j„Mluttergesell- schaft“ und den Vorsitzenden der Toch- tergesellschaften und -vereine besteht - wurde die Bestimmung in der Satzung der „Gemeinnützigen“ kritisiert, daß die Satzungen und Vorstände der Tochter- gesellschaften und vereine der Zustim- mung der Vorsteherschaft der „Mutter“ bedürfen und damit ein zu weit gehendes Eingrikksrecht gegenüber den ,Töch- tern“ gegeben ist. Darüber hinaus liegt jetzt ein Vorschlag für weitere Anderung der Satzung vor. In ihrer letzten Sitzung hat die Vorsteherschaft einen Ausschuß für diese Angelegenheit gebildet, der aus Dr. Gerhard Lund, Renate Menken und Dr. Rolf Sander besteht und in Hinblick auf die Beratungsversammlung tätig wird. Allein bei 10 von 14 Mitgliedern der Vor- steherschaft läuft die Amtszeit aus: Di- rektor Christoph Deecke, Stellvertre- tender Direktor Dr. Boto Kusserow, Su- sanne Cassebaum, Otto Crasemann. Hans-Helmke Goosmann, Dr. Gerhard Lund, Renate Menken, Ingeborg Schuldt, Dietrich Wölkel, Werner von Wyszecki. Somit stenen umfangreiche Wahlen auf der Beratungsversammlung an. Die Dr.-Ing. h.c.-Bernhard-Dräger-Stik-. tung soll aufgelöst werden. Darauf ver- ständigte sich die Vorsteherschaft. Er- forderlich ist aber ein entsprechender Beschluß der Beratungsversammlung. An der Jahreshauptversammlung der Schwestergesellschaktt in Stockholm (Schweden) nahmen Direktor Christoph Deecke und Vorsteher Dietrich Wölfe] teil, beide wurden bei der „Kungl. Pa- triotiska Sällskapet“ sehr freundschaft. lich begrüßt. Auch für das Jahr 1990 erhielten die Tochtergesellschaften und -vereine von der „Mutter Gemeinnützige“ aus der Zuwendung der Sparkasse wieder Zu- schüsse für ihre Arbeit. Die Vorsteherschaft befaßte sich mit dem Abschluß der Sparkasse für das Jahr 1989. Dem Verwaltungsrat der Sparkas- se, deren Träger die „Gemeinnützige“ ist, wurde für dieses Jahr Entlastung er- teilt. ' Y N In d Per Pie k Somm an Vi Kurat Fische Gesel Hann gende dende NnÖssIs per. U vom ( Hatte lung (Zeicl auch mit. € hausd ziehul lerin : „Gew da Ar te erm sah si und schme das A Sinne Auge Theaterring Ausgabe der Anrechtskarten Donnerstag, 20. 9., bis Montag, 24. 9., einschließlich Samstag, jeweils von 10 bis 12.30 Uhr im Büro der Gesellschaft. Neuanmeldungen Ab sofort bis Montag, 24. 9., auch fernmündlich unter 7 54 54 von Montag bis Freitag, von 9 bis 13 Uhr. Angeboten werden: Kammerspiele: 6 Vorstellungen, Preise von 120 bis 45 Mark, Großes Haus: 5 Vorstellungen, Preise von 115 bis 40 Mark; dazu Theater-Taxianrecht für Hin- und/oder Rückfahrt. Kommen Sie mit uns in das Theater - jedes neue Anrecht ist eine Stimme zum Erhalt der Bühnen! Unsere Festvorstellung aus Anlaß 40 Jahre Theaterring „Figaros Hochzeit“ von Wolfgang Amadeus Mozart findet am Fawstzz. den 29. 12.. um 18.30 Uhr im Großen Haus statt; es sind für alle Anrechtsinhaber schon jetzt Platzvorbestellun- gen möglich. Lili k I 1 & Lübeckische Blätter 1990/14 Lübecl
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