Full text: Lübeckische Blätter. 1990 (150/155)

[ H "? RK / ng ge- 00 Lü- ndort, rlefon: in den keine Ischaft he ge- rtikeln ürzung )er Be- Meng- contor, eck I. ütziger eecke, o mon- ökknet. 0100017 Alter- kathrin 241 50. churig, Wissen- .n-Sak- .rbeck- rühlen- eimat“, :Isdork, ft, Kurt vartau, r. Peter 740 67, Trave- Pferde- Platt- i-Heinz 6 33 14. nahme- ,. Mo.: urheits- dewey, , Tel:: beck - Hans- deck 1, übeck- weg 4, übeck- z. Ran- Verein Werner emein- Igaard, r Kreis .nberg- milien- Veg I16. chholz, , Hans- 033 10. r Kna- er, Ru- Reuter- oachim .. Tel:: r 1990/13 E ÜÖÜBECKISCHE B |. ATT EK Il. September 1990 . Het 14 . 150./155. Jahrgang . Zeitschrift der GesellschaftzurBeförderunggemeinnütziger Tätigkeit - Gegr. 1789 Inhalt: In Sankt Petri: Performance von Lilli Fischer und Ausstellung von Hanna Jäger Carl Georg Heise, Ernst Wilhelm Nay, Lübeck Heise zu Ehren: Nays Ostsee- und Lofotenbilder in der Overbeck-Gesellschaft Kritische Rückschau auf Lübecks Veranstaltungen 5. Schleswig-Holstein Musik-Festival Vorschau für die Konzerte des Vereins der Musikfreunde 1990 / 199 1 219 221 227 227 229 Zur Wahl des neuen Schul- und Kultursenators Die Entscheidung ist gefallen: Ulrich Meyenborg wurde zum neuen Lübecker Schul- und Kultursenator erwählt. Ein aufsehenerregendes Ergebnis, denn der gewichtige Kreisausschuß der SPD konnte sich gegenüber dem Kreisvor- stand nicht durchsetzen. ge, aber unpopuläre Schulschließungen beinhalten wird. Daß Meyenborg enga- gierter Fürsprecher für eine zweite Ge- samtschule in Lübeck ist., steht zu erwar- ten. heit just zu diesem Zeitpunkt in vorzeiti- gen Ruhestand tritt, wird die Arbeit im Amt nicht gerade erleichtern, wenn- gleich seine Vertreterin über lange Zeit die Last der Verantwortung mit Bravour auf zarten Schultern getragen hat. Von Meyenborgs zukünkttiger Tätigkeit versprechen sich viele eine bessere Ver- knüpfung der Arbeit in Partei, Fraktion und Senat. Er hat sich im Landtag beson- ders für den Umweeltschutz engagiert und gilt in diesem Bereich als Experte. Seine jetzige Entscheidung für Schule und Kultur sei nach Meinung von Insi- dern deshalb nicht als endgültige Lösung anzusehen. Man meint, daß er auf weite Sicht hin das Amt eines Umweltsenators in Lübeck anstrebe. das er dann aber hauptamtlich führen möchte. Eine klei- ne Senatsreform. die von einer Zustim- mung der CDU abhängig wäre, könnte ihm die gewünschte Tätigkeit eines hauptamtlichen Senators ermöglichen. Folge davon wäre eine Herabstufung von Schule und Kultur zum Nebenamt. Dann könnte Bürgerschaftsmitglied Bir- gitt Mohrhagen, die vom SPD-Kreisaus- schuß als Gegenkandidatin von Meyen- borg für das Amt einer Schul- und Kul- tursenatorin favorisiert wurde. doch noch zum Zuge kommen; vorausgesetzt, die SPD würde sich von einem anderen nebenamtlichen Senatsressort Iösen. Als diplomierte Volkswirtin hätte sie aller- dings in beiden Bereichen kaum prakti- sche Erfahrung vorzuweisen. Für eine kulturell so hochstehende Stadt wie Lü- beck wünscht man sich eine Fachkratt, die sich auf diesem Gebiet bereits profi- liert hat. Doch bis zu diesen Entscheidungen wird noch eine Menge - trübes - Wasser die Trave hinunterfließen und Lübecks Bür- ger den Kopt darüber schütteln lassen, was sich die homines politici wieder aus- gedacht haben. Hans Mlllies Im Bereich der Kultur hat sich Meyen- borg jedoch bisher nicht aktiv eingesetzt. So gut wie nie sah man ihn bei kulturel- len Veranstaltungen, an denen unsere Stadt so reich ist. Böse Zungen behaup- ten sogar, deshalb eigne er sich beson- ders gut für dieses Dezernat, weil Lü- becks Kunstszene nicht nur äußerst ak- tiv, sondern auch recht selbstsicher agiert. Es ist Schuld der Kommunalpoli- tiker, gleich welcher Couleur, bisher nicht entsprechend darauf reagiert zu ha- ben, daß der hiesige Kulturbereich eine sehr umfangreiche, aber auch kritische Klientel besitzt. Besucher von Bürger- schaftssitzungen erlebten stundenlange Debatten beispielsweise über Parkplätze oder Müllbeseitigung, selten jedoch über kulturelle Anliegen. Es wird für Meyenborg, der seit vielen Jahren als Mitglied von Bürgerschaft und Landtag Erfahrungen gesammelt hat, nicht leicht sein, die seit langem oh- ne Amtsleiter stagnierende Kulturpoli- tik in Lübeck wieder in Schwung und zu eigener Aussage zu bringen. Neue Ideen und Impulse sind gefragt. Wer Kultur- politik nur als einen Teil der Sozialpoli- tik ansieht, könnte in Gefahr geraten, Kultur - und Kunst - als eine Art städti- sche Beschäftigungstheorie beziehungs- weise -therapie im Wert zu tief anzusie- deln. Bei Würdigung aller Formen und Angebote kreativen Selbsttuns sollten Spitzenleistungen bei Subvention Vor- rang behalten. Ulrich Meyenborg ist 49 Jahre alt, SPD- [andtagsabgeordneter und Vorsitzen- Jer der Lübecker Kreispartei. In den Wochen vor seiner Wahl hatte es teilwei- e erbitterte Diskussionen innerhalb der SPD gegeben, bei denen die Quotenre- gelung eine zentrale Rolle spielte. Ob- wohl bereits drei der sieben SPD-Senats- mitglieder Frauen sind - allerdings nur ehrenamtlich, nämlich Gunhild Duske l'Öffentliches Grün), Renate Gröpel Tiegenschaften) und Gabriela Schröder (Gesundheit) -, gab es starke Kräfte, die eine weitere Frau, nämlich das SPD- Bürgerschaftsmitglied Birgitt Mohrha- gen, gern im hauptamtlichen Senat gese- hen hätten. Die Entscheidung, für dieses wichtige Amt eine Lübecker Persönlich- keit zu nominieren, erscheint plausibel; gibt es doch Stimmen, die meinen, man habe mit auswärtigem Bausenator und Bürgermeister nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Somit war die öf- fentliche Ausschreibung nurmehr eine Pflichtübung. Realschullehrer Meyenborg ist ein ge- standener Schulmann, der sich in den Bereichen von Grund-, Haupt- und Re- alschule gut auskennt. Erfahrungen im zymnasialen Umfeld wird sich der agile Politiker aneignen. Er scheint die energi- sche Persönlichkeit zu sein, um jene von seinem Vorgänger Heinz Lund nicht mehr in Angriff genommenen ,@heißen Eisen“ in der Schulpolitik aufzugreifen und endlich einer Lösung zuzuführen, unter anderem die Vorlage eines Schul- entwicklungsplanes. der auch notwendli- Daß der bisherige Leiter des Amtes für Kultur, Hans-Gerd Kästner, nach etwas undurchsichtigen innerstädtischen Aus- einandersetzungen und langer Krank- Lübeckische Blätter 1990/14 I1 7 :
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