Full text: Lübeckische Blätter. 1990 (150/155)

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Die über hundert Exponate sind gegen das Tageslicht abgeschirmt, eine uf die Lichtempfindlichkeit der einzel- nen Blätter abgestimmte Dämpfkung der Beleuchtung erfordert zwar vom Be- rachter eine gewisse Zeit der Einstim- nung, nach der sich dann aber der Reichtum und die Schönheit dieser Sammlung erschließt. Zunächst werden die Schulen der italie- nischen Zeichner vorgestellt: Rom., Ve- rona-Venedig, Genua, Mailand, Bolo- ma, Florenz. Zahlreiche Figurenkom- Jvositionen, oft Entwürfe zu Gemälden »der Wandbildern, sind noch auf dem cleinsten Format voller Dynamik, von ocker-impulsivem Strich wie zum Bei- jpiel das schöne Blatt „Die Ausgießung les Heiligen Geistes“ (Nr. 55, Feder, 1quarelliert) von Aurelio Luini (16. [ahrhundert) oder die etwas größere creide-Rötelzeichnung von Ventura _amberti (Nr. 47). Neben vielfigurigen Kompositionen meist christlicher oder mtiker Thematik fällt eine klare Zeich- qung einer Abtei in angedeuteter Land- ;jchakt des Architekten Luigi Vantelli Nr. 101 a, 18. Jahrhundert) auf. Drei rervorragende Porträtzeichnungen von Ittavio Leoni stellen auf lebendige Art versönlichkeiten - Menschen des frühen |7. JAnrhunderts -vor, skizzierte Partien neben kein durchgezeichneten belassend N1.50, 51,52). Werden die italienischen Zeichnungen 1ach Schulen gegliedert, präsentiert sich nach Epochen das Werk französischer Künstler, denen vor allem Paris fördern- le und prägende Metropole wurde. Frangois Clouets Bildnisse, herausra- rende Meisterwerke des 16. Jahrhun- lerts, kennzeichnen die Epoche der Va- ois-Herrscher. Besonders das „Bildnis iner jungen Frau“ (Nr. 116) setzt auch n der Bildkomposition Schwerpunkte. Linien, Schraffuren und Strukturen tex- iler Muster mit schwarzer und roter creide gestalten die ganze Bildfläche des deinen Hochformats. Zwischen den Vahlreichen, beschwingten Arbeiten aus lem Rokoko fällt die sachlich-strenge Pinsel- und Federstudie von Jaques de Boissieu, „Der Weinkeller“ (Nr. 109), vesonders auf. Unter den Blättern des 19. Jahrhunderts deutet sich auch schon übeckische Blätter 1990/8 der Weg zum 20. an: Constant Troyon (Nr. 161), Horace Vernet (Nr. 180 a) und vor allem die kleine „Herbstland- schaft“ (Nr. 153) von Camille Pissarro, kast der Malerei zuzuordnen (Bleistift. Aquarell, Decktkarben). Die im Stil, der Technik und im Format unterschiedlichen Handzeichnungen, unter denen sich Köstliches wie Kostba. res befindet, sind auf den mehr oder min- der langen Wänden auf mattblauen Ta- keln angebracht, die eine intime Kabinett atmosphäre unterstützen. Wer den SPON- tanen Eindruck vertiefen möchte,. dem steht ein hervorragender Katalog der ge- samten bisher bearbeiteten Sammlung des Kupkerstichkabinetts der Landesga- lerie Hannover zur Verfügung, in dem jede der hier ausgestellten Zeichnungen abgebildet ist und mit ausführlichen Tex- ten begleitet wird. Sankt Annen-Museum, dienstags hbis sonntags 10 bis 17 Uhr, bis 22. 4. 1990. Gerda Schmidt Musik Mozarteum Orchester mit Christian Zacharias Gemeinsames Musizieren von Lehrern mit ihren Schülern ließ bereits 1880 ein sinfonisches Ensemble entstehen, das bevorzugt bei Salzburger Mozart-Festen konzertierte, so auch 1920 bei der Eröff- nung der dortigen Festspiele; zunächst bei Serenaden, Kammer- und Kirchen- konzerten, später auch bei Matineen und Opern, heute unter dem Namen „Mo- zarteum Orchester“. Das umfangreiche Ensemble gastierte beim Verein der Mu- sikfreunde in der Stadthalle. Mozarts Sinfonie Nr. 34 C-Dur KV 338 aus seinem letzten Lebensjahrzehnt ent- stand unter dem Einfluß Haydns und wird etwas anspruchslos von unkompli- zierter Heiterkeit bestimmt, die nichts von todesnaher Dramatik spüren läßt. So pendelte die Wiedergabe teils in kom- paktem Tutti, teils in durchsichtigem Fi- gurenwerk etwas simpel zwischen Toni- ka und Dominante dahin. Wohl profi- lierte sich eine sorgfältige Einstudie- rung, zeigte jedoch keinen wesentlichen Unterschied zu den Leistungen unseres Städtischen Orchesters, es sei denn im quirligen Finalsatz. Im folgenden Klavierkonzert Nr. 23 A- Dur KV 488, das sehr klangsensible Möglichkeiten in der Begleitung des So- listen Christian Zacharias bot. konnte man dagegen ernste und hintergründige Töne heraushören. Plastisch herausgear- beitet waren der vorbildliche Aufbau. die formale Durchbildung und eine apar- te Instrumentation, die der Entfaltung des Klaviers breiten Raum ließ. Das alles geschah mit einer Selbstverständlich- keit, die nur erreicht werden kann. wenn Solist, Orchester und Dirigent miteinan- der harmonieren. So konnte in den Eck- sätzen anmutig verspielte Heiterkeit do- minieren, weil verschwenderisches Ver- strömen der Melodik in Streichern und Bläsern im Vordergrund stand und tech- nische Probleme mit angemessen graziö- ser Leichtigkeit beherrscht wurden. Un- aufdringlich gestaltete Christian Zacha- rias den Klavierpart mit sanft perlendem Anschlag und ließ besonders im Mittel- satz zwischen Licht und Schatten frühe Mozartsche Todesahnung durchschim- mern. Mendelssohns 3. Sinfonie a-Moll setzte zu Vorangegangenem einen gewichtigen Kontrapunkt. Mag auch die liebenswür- dige „Italienische Sinfonie“ mehr LE- schätzt werden. so gilt doch die .„„Schotti- sche“ als des Komponisten bedeutend- stes sinfonisches Werk. Das Orchester konnte mit feinabgestuften Bläsern far- bige Register ziehen., wenn es im verhan- gen klagenden I. Satz volksliedhaft klang und zu Iyrisch-elegischem 2. The- ma überleitete. Fröhlichem Jagdvergnü- gen wurden auch ernste Gedanken im 2. Satz gegenübergestellt. während nach gelöster Ruhe im Adagio ein schottisch inspiriertes Marschthema das Finale schwungvoll abschloß. Hans Mlillies Matthäus-Passion unter Leitung Röhl Es ist immer wieder ein Erlebnis beson- derer Art, einer Aufführung der Mat- thäus-Passion Johann Sebastian Bachs beizuwohnen. Lübeck - mit seiner Lr 0- Ben kirchenmusikalischen Tradition - bietet diese Gelegenheit nahezu jedes Jahr. und dennoch gibt es Aufführun- gen, die zu einem kulturellen Ereignis al- lererster Güteklasse werden, wie die Aufführung am 25. März im Lübecker Dom unter der Leitung von Professor Uwe Röhl. Er hat im Laufe der Jahre in diesem Werk einen Bach-Stil entwickelt. der das Passionserlebnis in einer Tiefe ausleuchtet. die in Lübeck schwer sei- nesgleichen findet. Da ist zum einen die gleichsam instrumentale Behandlung des Domchores, durch welche die Chor- sätze und vor allem auch die Choräle ei- ne intensive innere Spannung erfahren; zum andern hat Röhl Ohr und Auge für die Wahl der Solisten, die er nach Stimmlage und Charakter der Rolle be- setzt. Excellent gestaltete sich das Inein- andergreifen des Evangelisten Adalbert Kraus und des „Christus“ Joachim Geb- hardt. das der Handlung enorme dyna- mische Spannkraft verlieh. Dazu gesell- ten sich der kraftvolle Ausdruck des Bariton UIf Bästlein, die Frische der So- pranistin Kirsten Blanck und die tief- gründige Farbe der Altistin Hildegard Hartwig. Ihre Superlative verdankte die Auffüh- rung insbesondere auch dem hervorra- 17< I
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