Full text: Lübeckische Blätter. 1989 (149)

aus weitere positive Einflüsse aus den passung auf der Seite der DDR sowie im Sondermülldeponie Schönberg erfor- Die weiter entfernt liegenden Regionen Bereich der Grenzübergänge auf dem dern die zu erwartenden neuen Ver- dert Stralsund, Rostock und so weiter einzur Gebiet der Hansestadt Lübeck. Bereits kehrsströme, aber auch die neuen durc kalkulieren. Die wahrscheinlich deutlich nach wenigen Tagen ist deutlich gewor- funktionalen Anforderungen an den Auk steigende Nachfrage nach kulturellen, den, daß die Leistungskähigkeit des bis- Stadtteil Schlutup, den Bau einer lei- lung wirtschaftlichen und sozialen Dienstleir her einzigen Grenzüberganges über- stungsfähigen Ortsumgehung, die satz stungen wird unabhängig von einem schritten ist und wahrscheinlich auch die gleichzeitig aber auch den erforderli- ke i möglichen Zuzug (Übersiedlung) von Eröffnung des zweiten Grenzüberganges chen Bedarf nach neuen gewerblich- der ehemaligen DDR-Bewohnern kurzfrir- in Herrnburg zu keiner grundlegenden strukturierten Flächen abdecken das stig zu einem Anstieg an Arbeitsplatz- Entlastung führen wird. Die Anbindung muß. Dies bedeutet eine Abkehr von (Ve und Flächenbedarf der Stadt führen. an das Straßen- und Autobahnnetz be- der im Flächennutzungsplan-Planent- f Üb Dies bedeutet, daß die bisherige Annah- darf weitreichender grundsätzlicher wurk 1984 noch enthaltenen Trasse im ) § me (Flächennutzungsplan 1989), die von Überlegungen, die zwischen den Regie- Bereich Karlsruher Straße. Notwen- nc einem deutlichen SterbeüberschuB und rungen abzustimmen wären. dig ist vielmehr eine Führung weiter [gr damit von einem Stagnieren der Einwoh- westlich durch die Areale Speck- tuns nerzahl ausging, nicht mehr realistisch 4. Nie neuen stadtstrukturellen moor/ Gelände Industriepark Schlu- hän; erscheint. Auch bei einer nur vorsichtig Atriforderungen tup mit direkter Anbindung der k o:; optimistischen Einschätzung muß in den v jf ; Mecklenburger Straße und damit ver- pe nächsten 10 bis 15 Jahren von einem Ein- Innerhalb des Lübecker Stadtgebietes bunden der kürzesten Anbindung an ged. wohnerzuwachs von geschätzt 10 Pro- wird es zu spürbaren Funktionsverschie- die Bundesautobahn Hamburg-Lür- die! zent auf dem Stadtgebiet selbst ausge- Vungen in Richtung der östlichen Stadt- beck. Schlutup hätte damit gegen- Bra, gangen werden. Dies bedeutet, daß gebiete kommen. Die bisherige kast aus- über einem möglichen neuen Grenz- fch] Kurzfristig alle einvohnerzahlbezogenen Schließliche Orientierung auf die Wirt- übergang an der Brandenbaumer hut: Flächenausweisungen überprüft und ge- schaftsräume Hamburg und Kiel im We- Landstraße einen entscheidenden La- fUr gebenenfalls nach oben angepaßt wer- Sten unserer Stadt wird sich zugunsten gevorteil, da die Anbindung der und den müssen. Dies gilt nicht nur für die der bisher im Schatten der Grenze lie- Brandenbaumer Landstraße über tent Ausweisung von Wohnbauflächen, son- genden östlichen Gebiete (Schlutup und den mittleren Ring zur Belastung bis- EN! dern auch für die Nachfrage nach Gebie- Brandenbaum) verändern. Diese Verla- her relativ unbelasteter Bereiche mit (iss ten mit gewerblichen und Dienstlei- gerung hätte für die einzelnen Stadträu- starken Wohnfunktionen führen wür- ksit stungsausweisungen sowie für die Pla. Mme folgende Konsequenzen: de. Von allen Stadtteilen Lübecks fu nung der sozialen und kulturellen Infra- a) Priwall dürfte Schlutup den höchsten Zentra- Ec struktur. Der Priwall wird durch die neue Si- litätszuwachs erhalten. Dies gilt nicht mes tuation entlastet und erhält zugleich nur für eine Nachfrage nach neu- g) Flu 3. Die neue verkehrsgeographische durch die neue Verkehrsanbindung strukturierten Gewerbe- und ge- Dic Situation und das verfügbare Hinterland eine mischten Flächen, sondern auch nach nut Per Wesfah.des ..Eisernen Vorhangs“ neue Fremdenverkehrs- und Naher- zusätzlichen Dienstleistungseinrich- die bekreit L e Ls ¿seiner . bisheri e holungsfunktion. Die potentielle Er- tungen. Schlutup würde dadurch §ta Sacksassensitüation“. Die sens § schließung des Priwalls von Osten selbstverständlich auch als Gewerbe- ten fc p eu. Situation "e über Pötenitz führt zugleich zu einer standort attraktiver. Dadurch bestün- (m becks hat sich entscheidend verbessert völligen Umkehrung der verkehrli- de erstmals die realistische Möglich- kah Eübeck ist nicht. mehr üogrdsstiictster chen Anbindung. Der Parkplatzbe- keit einer Reaktivierung bislang zu Endpunkt des Straßen- und Schienen- darf für den Priwall müßte bei einer brachliegender Gewerbetlächen. Be netzes der Bundesrepublik Deutschland, Öffnung der östlichen Grenze nicht J) Versorgungseinrichtungen, Infra- len sondern Durchgangsort auf dem Weg in mehr im alten Ortskern Travemün- struktur Meesenring/ Wesloer Straße kö. die Nordregion der DDR, Polens und des (Baggersand), sondern zum Bei- Die bislang nicht integrierten Ver- Fl der Baltischen Republiken. Dies gilt in spiel diesseits oder jenseits der jetzi- braucher- und Fachmärkte am bishe- kür besonderem Maße für die Eisenbahn, gen Grenze abgedeckt werden. rigen östlichen Stadtrand (Wesloer We die heute aus der Sicht der Deutschen b) Naherholungsgebiete Straße /Magnet) erhalten einen h) Ei Bundesbahn eine relativ unbedeutende Die zunehmende Forderung nach na- Funktions- und Bedeutungszuwachs. §t Zwischenstation auf dem Weg über Putt- turnaher/wohnungsnaher Erholung Dies gilt auch insbesondere für den Ai garden nach Kopenhagen darstellte. Lü- innerhalb des Lübecker Stadtgebie- Bereich Meesenring, der bereits heu- tie beck ist nun durch die neue verkehrs- tes würde durch Inanspruchnahme te eine Fülle unterschiedlicher Ei geographische Lage zu einer Station aut der Flächen östlich der Untertrave im Dienstleistungs-, Versorgungs- und c dem Weg aus dem westdeutschen Raum Bereich Dassower See / Pötenitzer Infrastruktureinrichtungen beher- le über Hamburg in Richtung Rostock, al- Wiek spürbar entlastet. Diese neue bergt und der am Schnittpunkt eines zt so Wismar-Rostock-Stralsund, gewor- Situation eröffnet zum Beispiel Mög- möglichen neuen Grenzüberganges bi: den. Aus dieser neuen Situation ergibt lichkeiten, die bisher nicht abdeckba- Herrnburg mit Verbindung Branden- de sich das dringende Gebot einer radikalen re Nachfrage nach zusätzlichen baumer Landstraße mit der Wesloer fs; Überprüfung der bisherigen Bundesei- Sportboothäfen mit entsprechender Straße, aus Schlutup kommend. ct senbahnplanungen (Elektrifizierung der Infrastruktur auf dem Gebiet der liegt. D Strecke, Erhöhung der Taktzahlen, Aus- DDR abzudecken. e) Öffentlicher Personennahverkehr dh bau des Bahnhots, neue höhengleiche ;) Schlutup Die ausschließliche Orientierung des §! Bahnübergänge und so weiter). Die neue Verkehrssituation im Be- zur Zeit im Bau betindlichen Zentra- sé Die Anbindung an das traditionelle reich Schlutup erfordert ein Über- len Omnibusbahnhoks aut der westli- M Fernstraßennetz im Wirtschaftsraum denken der bisherigen, auch im Flä- chen Seite der Altstadt muß voraus- B Mecklenburg ist zwar vorhanden, befin- chennutzungsplan festgelegten stadt- sichtlich eine Ergänzung in östlichen de det sich aber vom Ausbaustandard auf politischen Position, keine Umge- Stadtteilen, etwa im Bereich Meesen- dt dem Niveau des Jahres 1939 und bedürf- hungsstraße um Schlutup zu bauen. ring/ Walderseestraße, Areal Bun- G te vor allem einer entsprechenden An- Unabhängig von der Problematik der desgrenzschutz-Kaserne. erfahren. kü UI Lübeckische Blätter 1989/21 I übeclk
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