Full text: Lübeckische Blätter. 1989 (149)

"ch Zu Beginn wurde Mendelssohns Cello- Schook ließ dabei das große Werk ohne neben der Tatsache, daß sie in diesem ite Sonate [zt 2 DMst Sespielt. Der Kom- jede Kürzung erstehen, änderte lediglich Jahre durch den mit jeweils 10 000 Mark nd ponist hatte sich durch hausmusikali- aus praktischen Gründen bei den Soli- dotierten Preis des „Kulturkreises im f !( uzizteren sea. ßen: die fisusureyb!ss gelegentlich die Beset- Bundesverband der Deutschen Indu- en ) vens zung, da ein doppeltes Profi-Quartett strie“ ausgezeichnet wurden, auch die ter zum Vorbild zu nehmen, wollte aber die nicht bezahlbar wäre. Ohnehin ist eine f sc miteinander gemein haben fit, eigene Musik vorrangig von romanti- derartige Aufführung nicht durch die mit dersie sich, ihren individuellen Mög- ing schem Flair bestimmt wissen. Menesis Eintrittserlöse zu finanzieren. So ist ver- lichkeiten entsprechend, in grandioser Ier und seine japanische Begleiterin Kv»oko schiedenen Institutionen in Kiel und Lü- Einseitigkeit aus dem Arsenal der un- Hashimoto packten das Allegro auf An- beck für die finanzielle Förderung zu Kunstgeschichte unseres Jahrhunderts nu- hieb mit derart hinreißendem Schwung danken. bedienen, unbesorgt anscheinend dar- er- .! daß ein äußerst temperamentvolles Die dramatische Spannung baute Schoof um, daß man sie des Eklektizismus be- [ei- jzzorouau cpu Vierse ent cchon mit der Orchestereinleitung auf: Zichtigen könnte. eut s'Â B . § L zu gs ewer hör. aus den tiefen Streichern stieg der fugier- Auf der Diele des Behnhauses hat Mi- EN c hber cf s Lt St. un asc _ te Satz zu machtvoller Fülle auf. Auf den chael van Ofen eine Serie von Bildern an ber derselzun uus ys eu emsr 11 useman-V Chor konnte Schoof sich während der den Wänden verteilt. auf denen ein Vo- In- üs; stuus Cellizt teress, ts uus s zweieinhalbstündigen Aufführung stets gel dargestellt ist rÜn u weiß vor un- te. Wohl ergab Fr meutuutee J verlassen. Die Frauenstimmen waren kr Luss;el.n gun ur verfremdete te“ fählwolle Kantilene inte M Be e€ gdauchin den extremen Höhen treffsicher, kKaufhauskunst offenbar Uris:itisrt viel- ler- spannungsgeladenen h OO B! Die Tenöre nahmen notfalls die Spitzen- leicht am Fotarealismus. seines Lehrers M §urcie manch feiuinrügc l q 0ch töne schlank und zart mit Kopfstimme. Gerhard Richter und an den Intentionen ier- mantisehen Soniäte ue t Fsyr. er ro- Hie Bässe bildeten ein solides fulminan- der Düsseldorfer ..Gruppe Normal“ uch Klavier zugecieckt autmüptigen tes Fundament. Der Chor setzte dabeil und in den beiden Fp ore des ren . § .. die verschiedenen Stimmungen gültig Erdgeschosses sind Arbeiten von Tho- ster Da die Komposition der Cello-Sonate d- um: Zweitkel und Verzweiflung, wenn ynas Huber zu sehen. säuberlich betitelt n- Moll von Schostakowitsch im Zusam- der Herr den Himmel verschließt und Bilder. deren Gegenständlichkeit Aus ein menklang durchsichtiger angelegt ist, er Hungersnot herrscht, Ruhe und Zuver- geometrischen Elementen streng gefügt u]: gab sich hier ein reizvolles Gleichgewicht sicht, wenn die Zusagen des Glaubens" wie die der Surrealisten oder dér Maier der Stimmen, so daß sich der Cellist ton- ausgebreitet werden. Höhepunkt des err des Magischen Realismus die Frage nach bei lich nicht s0 stark engagieren mußte. sten Teils war der Wettstreit des Elias ihrem Sinn provoziert und dadurch zur “td Waren ihm schon mehrere Bogenhaare mit den Baalspriestern. Das „Baal, erhö- Diskussion herausfordert. Fä- ausgegangen, rilz nun noch die Ar-Saite. re uns“ klang zunächst gefaßt, um dann , u Intonationstrübungen machten sich nach bei den Wiederholungen immer wilder Im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft y ihrer Erneuerungnicht bemerkbar, denn und ekstatischer zu werden. Die prophe- haben Arbeiten ihren Platz gefunden, i der erfahrene Solist hatte sein Guarneri- tischen Weissagungen oder das „Herr, die man als Hinweis darauf verstehen fn Instrument sicher im Griff; höchstens, unser Herrscher“ am Schluß erklangen Könnte, daß sich während der sOer Jahre tts dal man eine verstimmte Baß-Saite des voll Überzeugung und Inbrunst. neben der spontan-gegenständlichen Vie- Elsgels bemerke : ; [ht sere U ts*bticch Eine gute Hand hatte Schoot auch bei ßy;h is konzeptvell:rngesenstindliche Lem rer s e z! "e n en Schlulssatz wiel Jen Solisten. Namentlich die Frauen, die dt Ther. pie dern Dieter Villinser Sich nen ?: C 2122 Jar uwe zu! obligatem Sopranistin Ruth Amsler und die Alti- in Jeutiichem Rücks-iff auf usr zen. gte vor er nner te 5- stin Ulla Groenewold, paßten in den Du- Oder Yves Klein E gru. indem er groß- die Der Titel der abschließenden Brahms- etten hervorragend zusammen. Ruth kormatise. Tafelnunter Zuuhiltena lu e cis um Sonate „für Klavier und Violoncello‘ Amsler bescherte ein berückend schönes NEs Juze zum Beispiel mit einem He- uen Nr. 2 F-Dur weist auf den Vorrang des Piano. Ulla Groenewolds Stimme blühte lioeehtrot füllt oder ue. Phrtalogrim EuE Tasteninstrumentes hin. Diesen nutzte vor allem in der Höhe prächtig auf. Peter reizvoll in. itrct Lilliecn gg 18€- die Pianistin mit schwungvollem Elan Bartels gestaltete die Tenorarien mit In- “lruktrir. während Uu jecht Aatthies :kli- aus. Wenn auch das Cello in schnellen nigkeit und Intensität. Für den erkrank- fin Anzchluß In.Judd wr an Stella.den en. Sätzen in tieker Lage vom Klavier leicht ten Bassisten Hans-Georg Ahrens war Streifen für sich entdeckt hat, wertikal V ol überdeckt wurde, konnte sich Menesis Helmut Guhl aus Hannover eingesprun-F..j:; diasonal angelegt als ier fÄrisie- im Adagio durch noble Melodieführung gen. Er bewies gestalterischen Ge- rendes fonalause cs Sache für pra: sind auszeichnen und damit das Bild eines schmack, etwa bei der ,„.felsenzerschmet- lie. Arbeiten. von Christiane Kickier. feinsinnigen Künstlers abrunden. ternden“ Arie, war nicht immer lupen- gqjcht auf malerischem Wege geschaffen, der Hans Millies rein in der Intonation. Die Partie ist aber Condern mit den Mitteln der Photoche- SEi- auch riesig, wenn mansie allein zu singen jyje, schön und kühl zur Feier der Far- list, tggé6. hat. Der Beifall galt allen Beteiligten. hen, eine Huldigung auch an die Vorbil- ge- Mendelssohns „Elias“: auch der konzentriert spielenden Or- licr der Künstlerin. zn Newman und 1 er- Prswatische spauzwug chester. Konrad Dittrich Rothko, an Knoebel und Beuys. / OM Szenen aus dem spannungsgeladenen ] ] " igro Leben des Propheten vertonte Felix Die é“sztetuus rereitt Vet f ro! eckt Mendelssohn-Bartholdy in seinem gro- Künstlern, die ast ausna "s 0s zu den Ben Spätwerk, dem Oratorium „Elias“. Ausstellungen bezc}httstzins ibreicenes uu un zt Fett- Kirchenmusikdirektor Armin Schoot ne Mt.! Ü lerch Zs zu eren ! 164 htte dz. “ s:; *ggkt Jakobi nude! Eklektizismus der Transavantgarde “f r . >. m Er erm gs Arbei- u "Kammerorchester Sankt Jacobi Ham- Erneut Preisträger ... nach Magdalena ten, die man als Stellungnahme zu außer- sten burg“ und einem guten Solistenquartett Jetelová und Thomas Hartmann werden künstlerischen Fragen unserer Zeit auf- war auf: eine mit kluger Ökonomie aufger nun im Behnhaus und in der Overbeck- fassen könnte, „1750 mü. M.“ etwa oder ‘am- baute Präsentation, die das Gotteslob in Gesellschaft fünf Künstler vorgestell. . Schwarzer Schneefall“. Warum die Ju- den Mittelpunkt stellte. die - zwischen 1947 und 1963 geboren - ry des Bundesverbands der Deutschen 189/18 Lübeckische Blätter 1989/18 21 Z.
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