Full text: Lübeckische Blätter. 1989 (149)

ren. Der 59. Deutsche Archivtag 1987 in ersten kritischen Bilanz unterzogen wer- eine der positiven Folgen der Verbesse- ken, dal: Frankfurt am Main war vornehmlich den den. rung der deutsch-deutschen Kulturbe- gen die t Archiven der Wirtschaft und dem Wirt- Die Verbind des GO. D hen Ar. ziehungen wie vor kurzem die Rückkehr bei den schaftsarchivgut gewidmet. 1989, in Lü- ssh gt . uus [ Ta zess fn . der kriegsbedingt verlagerten Archivar beiten beck, wollen die deutschen Archivare E pus; u em ze s Le! .. see. lien in das Archiv der Hansestadt. Man köt unter dem Generalthema Die Aulga- var trotz aller technischen und rechtli- Die sorgfältige Vorbereitung der Tagung [dot zich þeu:der Archive im Wandel Virktzz;to chen Neuerungen nicht nur „Informa- durch den Ortsausschuß unter der Leite- ole ver nen kortführen, diem vergangenen Jahr tions-Manager“ ist, sondern entschei- rin des Lübecker Stadtarchivs, Frau Ar- fs ng auf dem Al. Internationalen Archivkon- dend an der Interpretation und Vermitt- chivdirektorin Dr. Antjekathrin Graß- tet: ßreß in Paris eröffnet worden zinc. vr lung der von ihm gehüteten Schätze, de mann, die Aktualität der Thematik uuag Der Imt bei geht es um die Situation der audiovi- ft bis in die Anfänge der Schriftlichkeit die Kompetenz der Referenten lassen er. Reise rc fxsstr Ubsisktrurs in uutrrem100 zurückreichen, beteiligt ist. warten, daß das qualitative Niveau der städte N Archiven zur Lrcqusne der geschichtlin: Rund 500 Archivare aus der Bundesre- bisherigen Noutsohen Axchivtage in Li. hdl chen Überlieferung und aus Verantwor- publik Deutschland und aus vielen euro- be UU! cu! untersetritten yrs .. zu tung für die Zukunft der Vergangenheit päischen Ländern werden Ende Septem- Die deutschen Archivare und ihre aus- eue der wegen der fortschreitenden Büroautor ber nach Lübeck kommen. Erstmals ländischen Kollegen kommen mit Freu- der Bes1 mation gezogen werden müssen. AuBerr nehmen auch Archivare aus der DDR de und gespanntem Interesse in die ehr- vervwalti dem soll die im Bund und in allen Län- otfiziell an diesem international bedeur würdige Hansestadt. UdSSR dern aktuelle Archivgesetzgebung einer tenden Fachkongresk teil. Dies ist ebenso Dr. Hermann Rumschötte] Archivs abteilun am 9. 5. Zu den Lübecker Archivalien in der Sowjetunion E:! Gesetzmäßigkeiten gibt es in der Ger- 1958 setzten Nachforschungen der drei tischen Senate und der Parteien sowie hysen schichte nicht. Aber dennoch zeichnen Hansestädte ein - denn Hamburg und von Privatleuten und dem Verein für Lü. > x sich Wellenbewegungen ab, das heißt, Bremen sind ebenfalls, wenn auch nicht beckische Geschichte und dem Hansi: deutsch. manche Zeiten weisen wichtige Ereignis- in so starkem Maße, betroffen -, um dem schen Geschichtsverein setzten ein, blie- 1973 ül se auf, während andere wiederum gleich- Verbleib der als verschollen anzusehen- ben aber aufgrund dieser Prämisse der und aut mäßiges Dahinfließen kennzeichnet. Für den Bestände nachzuforschen. Da man Bundesregierung ergebnislos. Völker- Bundes] die Lübecker Archivgeschichte ist ein sie in der UdSSR erwartete, war man rechtliche Grundsätze sowie eine enge tzr Gor solcher wichtiger Einschnitt das Jahr froh, erste Kontakte in dieser Frage mit Auslegung des Bundesvertriebenen-Ge. die Vd 1942 gewesen, denn damals fand die ss dem Generaldirektor der sowjetischen setzes und des Rechtsträger-Abwick- Archivs folgenreiche kriegsbedingte Auslager Archive knüpken zu können, der an den lungsgesetzes verurteilten jede weitere ein. Ma rung der gesamten älteren Archivbestän- Treffen der Ronde Table des Archives Verhandlung zur Ergebnislosigkeit. Ki6nats de der Hansestadt Lübeck statt. Als ein (einer Einrichtung der UNESCO) teil‘ Ein Zeichen nun aber, wie ernst es dee der ger ähnlich wichtiger Zeitabschnitt wird sich nahm und auch 1969 in der Bundesrepu- VYgggR mit der Rückgabe derLübeckcr '! ven aber auch unsere Gegenwart für das Lü- blik weilte. Zwar ließen Andeutungen Bremer und Hamburger Archivalien Wal dic led becker Archiv erweisen. Denn wie auch vermuten, daß Archivbestände der Han- und wie sehr man von dort gleichzeiti histerin schon in diesen Blättern 1987 als „erster sestädte im Rahmen des sowjetischen gjje Rückführung der Revaler U zes desarch Schritt“ dargestellt, kam es ja nun vor Archivwesens verwahrt würden, aber gc¿rhoffte zeigte 1983 die Bereitschaft der aus dem fast zweieinhalb Jahren im Rahmen des verbindliche Außerungen wurden noch Sowjetunion zwei westdeutschen Archi. dem In; deutsch-deutschen Kulturaustausches nicht laut. Erst 1977 trat die Sowjetunion Iren nämlick. der Leiterin des Archivs Lterium zur Rücktührung des größten Teils jener an das Bundesarchiv heran mit der Bitte Jer Hanssstadt Läbeck und einem Kol. les Lät Archivbestände aus der DDR. um Rückführung des in der Obhut des legen aus dem Bundesarchiv, die Einrei- lreterin Freilich ist noch immer nicht die aller. Bundesarchivs ruhenden Stadtarchivs Je in die UdSSR zur Besichtigung der städte, letzte Kriegsfolge für Lübeck beseitigt. Reval nach Tallinn. Der Hinweis des hansestädtischen Bestände im Moskauer lungen Ein Teil der einst ausgelagerten Bestän- Bundesarchivs, eine solche Rückgabe sel Archiv alter Akten zu gestatten. Die trauens de befindet sich heute noch in der Ar- Nur im Gegenzug nach Rückführung der Reise ergab raumt v chivverwaltung der UdSSR. Hierüber hansestädtischen Archivalien nach dem 1. Informationen über. das Vorhanden siINer Lü soll im folgenden berichtet werden. Die Westen möglich, hatte Zur Folge, dals of- sein und über den großen Umfang der Archivt 1942 in einem Salzbergwerk in Sachsen- kiziell das Vorhandensein einschlägiger insbesonders entrqtontumia! s ges Akten, Anhalt in Sicherheit gebrachten Archiv. Bestände in der Sowjetunion bestätigt SANG izr ic über HC FCaht puto sterialb bestände überstanden den Krieg dort- wurde. Genauere Angaben waren je- Erhaltungszustand ster hunder selbst unbeschadet, wurden erst 1946 doch nicht Zu erhalten, uncl auch wurde § ; t : beeindi von der sowietischen Besatzunesmacht Y0n der Sowjetunion deutlich gemacht, 2. die deutliche Einsicht, daß der sowje- Verhan us dem ze WwerksstGallen Um. e. daß ein Junctim zwischen beiden Rück- tischen Seite an einer möglichst baldi- achlict i ommen: und gs unbekanntem t. führungsschritten nicht erwünscht wäre. gen Rückkührung dieser Bestände an sact Ma nach Osten transportiert. Ein Teilwurde Am 8. 2. 1980 kam es in Lübeck zu einer die Eigentümerinnen gelegen war. nern nc in den SOer Jahren an die Archivverwal- Konferenz, an der Vertreter des Bundes- Damit war immerhin schon ein großer archiv i tung der DDR überstellt und konnte archivs, der hansestädtischen Archive Schritt zur sachlichen Weiterführung der der Net dort von 1933 bis 1970 in Abständen an- und des Bundesministeriums des Innern Verhandlungen getan, ganz abgesehen die erfc läßlich jährlicher Besuche der Lübecker teilnanmen. Unübersehbar deutlich von dem überwältigenden Erlebnis für tenden Archibeamten jeweils für einige Tage wurde hierbei der Vorbehalt der Bun- die Vertreterin des Archivs der Hanse- zweite unter erschwerten Arbeitsbedingungen desregierung erkennbar, möglichst eine stadt Lübeck, diese reichen Bestände, lungsru gesichtet werden. Dabei stellte sich her- Rückgabe der Revaler Unterlagen zu die man fast 50 Jahre lang als verschollen kolg; m aus, daß zahlreiche Urkunden, Amtsbü- vermeiden. Die brieflichen Bemühun- hatte bezeichnen müssen, nun endlich Termin cher und Akten fehlten. gen der drei Archive. der drei hansestäd- vor sich zu sehen. Dabei ist zu bemer- Politikc 264 Lübeckische Blätter 1989/15 Lübeckis
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