Full text: Lübeckische Blätter. 1989 (149)

nichtende Kritik am Romanschreiber ligen politischen Verstrickungen der bein um. weil dann über dieses umstrittene und politischen Essayisten Heinrich den gemindert würden); daß ein Schrift. Werk möglichst umfassend geurteilt Mann zehoten: §r hot qu0cuien! eine steller nur dadurch groß, bedeutend und werden könnte. ccOco IE. E . . ; Ü rat: ; M : : ; ic mit seinen , die von der überwältigenden Mehr- Mc (Schnitzler, Hokmannsthal, Musil, selbst Figuren zeige. Dies sah Reich-Ranicki jsn z; Zuhö i wieder deut- ft zeigt, dal Heinrich Manns Werke - sich für die Rangordnung in der Litera- cu zur. dal En - ganz im Gegen- ; wenn überhaupt - meistens nur von tur dieses Jahrhunderts mit Heftrich dar. . j ufs: nzierten f _zszusigen. rersssreuen Kritikern in einig, daß Thomas Mann mit Kafka jzrrGelvzrtheusera.trÑ “ c | es é vt v qrde s its. und Proust zu den größten Gestalten rich Mann gegenüber noch weit entfernt Hon Die Diskussion hatte keineswegs das von Zählt und Heinrich Mann da gar nicht in ist von einer leidenschaftslosen Ein- tel- Wiebke Dau-Schmidt behauptete Er- Betracht kommt. schätzung und daß Reich-Ranicki ganz Ra- gebnis, dals die Vorwürte Reich-Ranike Im übrigen plädierte er - entgegen allen zu Recht von der gebliebenen Intoleranz Ta- kis gegen Heinrich Mann widerlegt wor- Unterstellungen - dafür, alle Werke der Anhänger Heinrich Manns spricht. k zu den wären. Es war mißlich (und hätte Heinrich Manns zu drucken: freilich dar- Dr. Klaus Matthias AN- sich vermeiden lassen müssen), Reich- :nes Ranicki anfangs zu veranlassen, die The- n“ sen seines Aufsatzes in kfünk Minuten LE- Ein: rafft vorzutragen. Die sorgfältige Argu- innt mentation mußte darunter leiden. Aber iber Reich-Ranicki kam sofort zum Kern der Ind sen Et wart Klaus Zehrotse wegen Ji ines Nachworts zum „Zeitalter“-B: § | . . Vs “s Studienausgabe) die pr gad Zur Kritik an den Tagungsberichten pus SEin und Rechtfertigung des Stalin-Anhän- Eine Erwiderung sten gers Heinrich !!a! vor, er kritisierte an 7- ilfried Schoellers Nachwort zu ..Im [uu fies Sh §u dessen laue Relativie- Die Literaturwissenschaftler und Teil von dem, was er mir vorwirtt, trifft leider Len rung von Heinrich Manns grellem Anti- nehmer des diesjährigen Heinrich- aut ihn selbst zu. Weil er Kritik an Mar- ist; semitismus im Roman. Soktern ihm in der Mann-Symposiums waren zusammenge- cel Reich-Ranicki offenbar für ein Sa- nÖg- Diskussion Beispiele für Heinrich kommen, um nachzudenken über einen krileg“ hält (wohlgemerkt: Ich habe sein gen- Manns angebliche glänzende politische Autor, der es immer schwer hatte neben Auttreten kritisiert. nicht die Sachaussa- hau- Analysen in den Essays vorgelegt wur- seinem Bruder und vor allem im Urteil gen), nimmt er nicht wahr. daß alle seine end den, konnte er sie unschwer als ganz der Kritik, die die beiden ständig verr Vorwürke gegen mich ohne Substanz ider überzogen, uninkormiert und somit un- gleicht, und dies geschah an keiner Stelle sind: tion richtig kommentieren (etwa Heinrich mit der Absicht, ihn zu einer „unumstrit. _ [ch habe die Kritik an Heinrich Mann leich Manns angeblich prophetische Auße- tenen Größe“ (K. Matthias) hochzustiln. ghicht verschwiegen, sondern fasse anns rung in den 20er Jahren, Hitler werde 50 sieren, und auch nicht aus einer Front- Keich-Kanickis Vorbehalte. in. vier Hau- Prozent des deutschen Volkes vergasen stellung den Thomas-Mann-Anhängern Punkten zusammen. Allerdings - und KR-R- müssen). Wo Thomas Manns spätere, gegenüber. sondern in dem Bemühen, dies scheint Klaus Matthias nicht zu SChe gedämpft positive Aussagen zum Werk das Eigenständige des Autors herauszu- gefallen - gebe ich Reich-Ranicki chen des Bruders zitiert wurden, zeigte Reich arbeiten. Meine Besprechung des Sym- nicht recht, sondern mache deutlich, des Ranicki, daß dies nur diplomatische Zü- posiums war bemüht. dem Rechnung zu daß man sich während des Sympo- . der ge waren, die die lebenslange Ableh- tragen. siums (nicht der „Diskussion“, wie ucht ung des Werkes seit der großen Ab- Der Begriff der „Feindseligkeit“ und ein Matthias fälschlicherweise versteht) u ei- rechnung schon von 1903 niemals aufge- et en l;: ec sf § su uuccn mit diesen Vorwürfen begründet aus- Po- m argumentierte Urn r cru zen n !. einandergesetzt hat. st .üich-Kanickt w ue. set L. treuen lein vom Thomas-Mann-Freund Marcel Heinrich Manns idealisierende Be- dsfi t!" zuer fr li u é § fs esu Reich-Ranicki aus. Jeder, der den Kriti- trachtung der Französischen Revolu- kei] tz. vis it daf fewon ich (in der Familis ker kennt, weiß, daß er große Auttritte tion wird nicht abgetan, sondern in ei- uhö- Mann) Miter ht .. liebt, und vieles ist ihm zu verzeihen. nem langen Absatz thematisiert. la. An zwei Kernthesen des großen Krit Ii] an der Aufrichtigkeit seines Bemü keichtig ist, daß ich die Wendung des | h ke! keichtet fene Hiskusiettparings hens kein Zweifel sem kann. Aber dies alten Heinrich Mann zum Stalinismus am allerwenigsten heran: Da emer. der enthebt einen Reich-Ranicki doch nicht unerwähnt ließ. Dies geschah jedoch, teak hoch so achtbare p'utzeu Hzelten jeder Kritik: 1. Seine Art des Auftre- weil alle Fachwissenschattler sich einig ]. habe, damit niemals die künstlerischen tens hat den fruchtbaren Streit in der Sa- waren, daß diescr Schritt aus der Ver. glich Mängel seines est. ttwesttt che nicht befördert, sondern ein echtes zweiflung und Einsamkeit des ameri- “s! ldun'e. jz, daß politisc h t tscts Gespräch verhindert; 2. Sein ästheti. Lanischen Exils zu erklären und als is Thomas Mtauvs }Ezrzchtunssgr) asu: sches Urteil ist kein absolutes, sondern Randerscheinung zu werten ist. lanns [; rtnzut zrove uch. guss. ß! ndet feißttscit: aukbcztunume ng: Daß Dr. Matthias meine Nicht-Partei- er Li- . in us dals auf die Dauer nur ftr ud it fon snderey Lys nahme für Reich-Ranicki dann auch Hein- l! ür ci Beurteilung in der [shritudst Liter.turktGger uo m noch mit politischen Motiven erklären zu In das Werk für die L mer wieder einmal in Frage gestellt. lissen meint. eraptince. ich als aucgé: Er [eu he ung! gu uu Um so mehr mukß es erstaunen, wieviel u. schlechten Stil. Es wird höch- ss ‘iss ? r c en a Feindseligkeit und Unterstellung aus der ste Zeit. daß diese Art von Auseinander- tset ts! runrtermenen und Richard Kritik des Thomas-Mann-Anhängers setzung gegenseitiger Achtung Platz » VEr- Strauss, die auch nicht durch die zeitweir Dr. Klaus Matthias spricht. und vieles macht. Wiebke Dau-Schmidt 1989/13 Lübeckische Blätter 1989/13 27.3 I .
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