Full text: Lübeckische Blätter. 1988 (148)

„Gleichgewicht des Schreckens‘ teu Geschäftsleute mit Verbände wie Industrie- und he berechtigter Angst Handelskammer, Einzel- tät: vor Umsatzverlusten handelsverband, Gaststät- §c! ten- und Hotelgewerbe M Teile (Autofahrer) der . arbeitenden und einkauten- . den Bevölkerung 1 Parteien zt f 50 Ge mehr Neutrales Verhalten dazu: .. ALTSTADTVERKEHR Verwaltung in ihrer Gesamt- | B ze: heute heit, Stadtwerke, großer . Teil der Bürger fal weniger ' Tr zul tur Teile (Bus, Rad und Fuß- s gänger) der einkaufenden | Parteien und arbeitenden Bevölke- . rung | Geschäftsleute mit berech- Die Bewohner der Altstadt tigter Hoffnung auf Umsatz- undihre Initiativen, wie zum gewinne zum Beispiel Beispiel Bürgerinitiative Taxiunternehmen Rettet Lübeck und Altstadt- straßBengemeinschaft Altstadtbesucher und Touristen (ohne Gewicht, da kaum befragt) „Gleichgewicht des Schreckens“ meinsamen politischen Willens und der kehrsmittel (Bus, Rad und zu Fuß). Die- Altstadtstraßen wie in der Engelsgrube. entsprechenden Verwaltungsorganisa- ser Weg bedingt breite öffentliche Dis- Dieser Weg bringt ebenfalls einen gro- tion ist als ein Finanzierungsproblem. kussionen, weil ein Gesamtkonzept zur Ben Qualitätssprung für das Straßenbild. Neue öffentliche Informationen und flächendeckenden Verkehrsberuhisung Aber er dauert durch seine hohen Ko- Diskussionen in Lübeck über die Aus- nur mit breiter Zustimmung der Betrof-. sten bei den Finanzierungsmöglichkei- wirkungen der integrierten Verkehrspla- fenen verwirklicht werden kann. Er ko- ten der Stadt 50 bis 100 Jahre. Zudem nung könnten helfen, auch das prinzi- stet viel politischen Mut und Kraft, eine macht er Lübeck weitgehend abhängig pielle Gegeneinander der großen Partei- entsprechende Verwaltungsorganisation von stadtfremden Geldtöpfen. Die erste en in Lübeck zu überwinden. und eine wirkliche Betroffenenbeteili- Neuptlasterung der ganzen Altstadt dau- gung bei der Planung. Dann aber könn- erte hingegen nur 30 Jahre, nämlich von ten durch neue verkehrspolitische Ziele 1855 bis 1885. Problematisch ist dieser Wege zur Umgestaltung der Straßen stadtverträgliche Verkehrsmittel geför- Weg, weil er das Verkehrsaufkkommen und Plätze in der Altstadt dert und stadtunverträgliche Verkehrs- nicht reduziert. Dadurch befinden sich Zwei Wege sind möglich, um einen Quar- mittel mit einfachen Mitteln wie Schil- irgendwann auf schön gestalteten Stra- litätssprung im Straßenbild zu erreichen: dern (siehe Florenz) und Abmarkierun- Ben unschön viele Autos. Der 1. Weg ist, den Verkehr grundsätz-. ten ferngehalten werden. Dieser Wes Heute wird in Lübeck der 2. Weg der lich zu verringern, indem der heutige Zur Verkehrsberuhigung kostet wenig gStraßenumgestaltung ohne den I. Weg Autoverkehr auf das unbedingt nötige undkannin2bis4 Jahren realisiert sein. Jer Verkehrsreduzierung beschritten, Maß reduziert wird durch gleichzeitise Der 2. Weg verfolgt die Stadt zur Zeit Dabei ist die flichendeckende Verkehrs- Verlagerung auf flächensparende Ver- mit der aufwendigen Umgestaltung aller beruhigung eine Voraussetzung für die Lübeckische Blätter 1988/18 224
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