Full text: Lübeckische Blätter. 1988 (148)

ter dem Fußboden der römischen Kon- Gesamtentwicklung bis ins Mittelalter sucht: Eine Holzbinder-Dachkonstruk- stantinbasilika Mauerreste einer Vor- und in die Neuzeit hinein. Hierin schlägt tion soll die Assoziation zur Arbeitssj- gängerbebauung zu besichtigen. In sich auch der Wandel der Maßstäbe und tuation der Ausgrabung unter einem Frankfurt am Main, im „Historischen Sichtweisen nieder, den Archäologie Zeltdach schaffen; moderne Materialien Garten“ zu Füßen des Domes, zeichnen und Denkmalpflege seit den SOer Janren wie Sichtbeton oder Ganzglasscheiben sich deutlich Reste von Hypokaustenan- durchgemacht haben. werden bewulst in Kontrast gesetzt zum lagen ab. In Paris kann man unter dem mittelalterlichen Bruchsteinmauer- Vorplatz von Notre Dame in der „Ar- Ausschließlich um mittelalterliche Zeugr werk." chäologischen Krypta“ Reste spätanti- nisse geht es in zwei Beispielen aus dem Imp zweiten Fall werden die Grabungse ker Häuser und Befestigungsanlagen ber- nördlichen Europa, nämlich dem Bi- gebnisse, vor allem die Reste s: t suchen. In Merida (Spanien) schließlich schofssitz in Hamar (Norwegen) und Elduüaher. zum Anlaß Einer e irers musealen Präsentation genommen. Hierbei werden auch komplette Hausre- konstruktionen, laufende Konservie- rungsarbeiten an Schiffen und nachge- ahmte Hafengerüche miteinbezogen. Hierin bestehen auch die Parallelen zu dem englischen Beispiel aus Yorck, das bereits mehrkach im Zusammenhang mit unserer Grabung genannt worden ist, wo eine ergrabene wikingerzeitliche Sied- lung weitgehend rekonstruiert und mit Yachg einem Kaufhaus unserer Tage überbaut gtockt wurde. Als „Viking-center“ ist hier das überbaute Grabungsareal inzwischen ei. ren m ne stark frequentierte und gewinnbrin. bauter gende Attraktion. Die A Die letztgenannten Beispiele stellen die weiter jüngsten und somit zeitgemäßeren Lö- Bandk sungen dar. Dabei steht Hamar für den lichke Versuch einer architektonischen Lösung chen, zur Überbauung erhaltenswerter Gra. für di bungsergebnisse. Stockholm dagegen IHôsun für den Versuch, mit musealer Präsenta- tion die Grabungsergebnisse wieder an- E 1: Großzügig überbaute römische Mauerreste in Merida (Spanien) schaulich werden zu lassen. Yorck s!;! O q T; Wend wurde ein Teil eines römischen Wohn- k d: viertels unweit vom Amphitheater mit gu '§ einem römischen Museum überbaut. [": Bei diesen Beispielen gab es verschiede- Überl ne Versuche, die ruinenhaften Reste an- vorha schaulich zu präsentieren: In Trier wur- men: den bei der zeitgenössischen Platzgestal- tung vor der Konstantinbasilika nicht s mehr erhaltene antike Mauerzüge durch k: unterschiedliches Steinmaterial im Bo- h den gekennzeichnet. In Frankfurt wurde tte das Grabungsgelände von Untergrund- in bahn- und Tiefgaragenflächen freigehal- é! ten und präsentiert sich nun unter freiem lick Himmel als Teil der Ansammlung von al- fe ter und neuer , Stadtmöblierung“ zwi- Er schen Dom und Römer (Rathaus)?. In die Merida wurde eine großzügige komplet- hte te Überbauung konzipiert mit unregel- hi! mäßigem Stützenraster und hohem Un- s tergeschoß. Die Stützenkonstruktion §O! selber wurde als gemauerte Rundbögen nic ausgeführt, und zwar - in Erinnerung an an römische F hutechzit . tyteischels mit yoderne Holzträgerkonstruktion unter Einbeziehung des Bruchsteinmauerwerks des p ' tementss undenem Mauer gr: _ mittelalterlichen Bischofsitzes in Hamar (Norwegen) [? Bereits in Frankfurt und Paris wurde bei k der Erhaltung nicht nur auf die römi- ' : “ugs . hu schen Reste Wert gelegt, sondern auf die dem Museum vor dem Reichstag in schließlich wird geprägt vom stark kom- tat Stockholm. Im ersten Fall wird gezielt merziellen Charakter einer recht populä- ßer TB4Umeister, Heft 3/1987, S. 38-39 eine architektonische Lösung zur Uber- ne! "Baumeister, Heft 2/1987, S. 13-21 bauung des Ausgrabungsgeländes ge- Baumeister, Heft 4/1987, S. 48-53 au! Lübeckische Blätter 1988111 l übec! IIK
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