Full text: Lübeckische Blätter. 1988 (148)

.. ® 1 .. " "u Ergebnisse Grabung Alfstraße/Fischstraße / Schüsselbuden ;gebaut ératioÊ, Unterkellerte Schwellbalkenbauten aus dem 12. Jahrhundert | §m katja Kliemann j u kehlun- . : r hy Einleitung Holzkonstruktionen sachgemäß zu un- Aus dem stratigraphischen Zusammen- inweise gß-ei den seit Sommer 1985 laufenden ar- tersuchen beziehungsweise zu bergen. hang ergibt sich eine Zeitstellung allge- für die chäologischen Untersuchungen im Be- Dieser Beitrag soll diesen Gebäudetyp mein in das 12. Jahrhundert. Jünger als aillierte greich Alfstraße / Fischstraße / Schüssel- Vorstellen. Die übergreifenden Fragen das Gartenland sind mehrere Pfosten- 1gwieri.. huden im Lübecker Altstadtkern ist ein der Grabung und ihre ersten Ergebnisse gruben über zwei späteren Grundstük- \usstel. Gebäudetyp erfaßt worden, der gleich Wurden bereits publiziert. * ken (Fischstraße 10 und 12) belegt WOr- 1seums. yiermal westlich der Neuen Querstraße Bevor wir aber mit der Beschreibung des den, die auf einen Haustyp in Flazten; en. Es jn unterschiedlichem Erhaltungszustand Typs des unterkellerten Schwellbalken- bauweise mit dazugehörender Ur P. " veit das gutage getreten ist: Der des unterkeller- gebäudes beginnen, möchten wir einen te hinweisen. Zur Hzüieruns leses se: anisato. ten Schwellbalkengebäudes (Abbil- kurzen Vberblick über die älteren Ber fundes kann ein Dendro atum in Anr Leitung dung 1). Aufgrund der Bedeutung die- siedlungsspuren geben. Als ältester Ber Spruch genommen werden: Er ist älter les. ses Befundes wurden, über das geplante fund konnte eindeutig mit dem Spaten als 1188 +45. em Ah. Grabungsende im Juni 1987 hinaus, die bearbeitetes Kulturland festgestellt wer- ; Burg. Grabungsarbeiten verlängert, um die den, das als Gartenland gedeutet wird. Seip Z ! ruevertes s! ~ di s rs iOU Dieser Haustyp ist stratigraphisch jünger richtu : als die zuvor erwähnten Befunde. Nach- te run A LFSTRA S S E dem bis Ende Januar 1988 drei der insge- voraus 11 9 samt vier Holzbauten geborgen wurden, | Stellen iii werden wir im nachfolgenden auf die Ilten Ä Bauabfolge eingehen und die verschie- : denen Konstruktionselemente vorstel- kken “. len (die eingeklammerten Zahlen bezie- eschich- hen sich auf Abbildung 2). Die erste ci Baumaßnahme bestand darin, die Bau- . Uu Be ' EI grube (15) auszuheben. Für Holzhaus A rut aut Holzhaus wurde sie zwischen 2,10 und 2,60, für ru t B. 3v 100 Holzhaus B zwischen 3,00 und 3,10 Me- en The ter abgetieft. Zu den Gebäuden C und D ] können zur Zeit keine näheren Aussa- i al gen gemacht werden. u] C HN Die Baugrubensohle füllte man anschlie- rtactmt; [. N Bend in den Holzhäusern A und B mit ei- ty der Brunfién j D nem Sand-Lehm-Gemisch (1) bis auf 30 Houteis . + bis 40 Zentimeter auf. Darin wurden die uns H Unterleghölzer (2) eingebettet. n schles- A ? Eorûst ute âs b! Zur Errichtung des Hausgerüstes verleg- s nördli- .f 'ne © te man die Schwellen (4) auf die Unter- wichtige leghölzer, im Holzhaus D dagegen direkt \usstrah- | L] auf dem anstehenden Lehmboden. Im len. Die D Querschnitt sind diese bis zu 15 Zentner It müßte L. schweren Bauglieder 27 bis 38 Zentime- bewuß LD ter breit und 21 bis 35 Zentimeter hoch. rut Hetzhaust Z Die Gesamtlänge der Schwellen ergab Päischen | folgende Schwellenkranzausmaße: uns alle Alfstraße 9 (Holzhaus A): nwerdes Bef_ Rek Holzhaus 8,10 X 7,30 Meter, € Haug Gartenlanci ee T Alttts; Örttlhäst B): amteuro- js ; eter, Das Mu. Fer k 9630 10 (Holzhaus C): mithin ei- Feuerstelle: I 4,80 X 2,90 Meter, der Stadt tstzts!sr e > ; .. . Fischstraße 12 (Holzhaus D): kt auf ihre Spätmittelalterliche § ~~ > 5.25 X 4,90 Meter. eve sch) fur % ü 19 Die durch Ecktherbluuung teren. ; ' j eweils den Iän- jizze EISCHSTRASSE t.: . ; ~ 7,800 Jahre Besiedlung im „Kaufleuteviertel’ Bisher größte eutschenStid 4Aghbildung 1, Plan der unterkellerten Schwellbalkengebäude und der älteren Befunde. Ausgrabung der Nachkcriegüecit in Lübeck, in: Lübeckische fctgeschichth Ausführung: K. D. Heise. Blätter. Jahrgang 1987. Seite 85 1 lätter 1988/1) lübeckische Blätter 1988/12 D0 (V
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