Full text: Lübeckische Blätter. 1987 (147)

D § Peter Kleinschmidt: : . de Holzschnitte aus 40 Jahren Peter Kleinschmidt (1923) hat sich vier ein Reproduktionsmittel, die Vervielfäl- konnte Jahrzehnte mit dem Holzschnitt ausein- tigung einer Zeichnung wird angestrebt, )rucke- andergesetzt, Abstand erfahren und dier sondern ein neues Ausdrucksmittel LE- ür den sen Arbeits- und Entwicklungsprozeß sucht, als Medium genutzt für Land- schule beendet. Das abgeschlossene Werk liegt schaft, Schiff, Baum und die Landschaft : Toch- in einer Dokumentation vor, einem des menschlichen Gesichtes. G. Sch. aft hat Werkverzeichnis, das 374 Blätter katalo- eputzt. gisiert und abbildet. Sie bilden einen Teil Die Ausstellung im Engelswisch 39 ist des bisherigen Gesamtwerks des nun vom 2. 11. bis 4. 12. 1987 Dienstag bis zentral ausschließlich mit dem Bleistift, Farb- Freitag von 16-19 Uhr, Mittwoch und erhal- stift, der Feder und dem Pinsel arbeiten- Sonnabend von 11-13 Uhr geöffnet. Der den Künstlers ausmacht. Vber 60 Holz- Künstler ist freitags und sonnabends an- schnitte werden zur Zeit in einer Aus- wesend. Das Werkverzeichnis Peter ig von stellung im Künstlerzentrum Engels- Kleinschmidt ist im Verlag Graphische n ber- wisch gezeigt. Die Drucke lassen in her- Werkstätten Lübeck erschienen zum irektor vorragender Weise erkennen, wie sehr Preis von DM 15,-, die numerierte Vor- e Ent- die Holzplatte, die Messer, das Motiv Zugsausgabe (Nr. 1-70) mit signiertem Ike von sich zum Kunstwerk verbinden. Nicht Originalholzschnitt kostet DM 35,~. m der „Jan mit Kasperle“, 1951 er-Stif- U dat Holzschnitt - ein Medium eigener Art cht ge- Bei der Eröffnung der Ausstellung „Pe- drucks und weist die unwichtigen Wir- ter Kleinschmidt - Holzschnitte aus 40 kungen bequemer und der Gefälligkeit Jahren“ würdigte Horst Hannemann dienender Verfahren zurück. Ich habe 4 uch Werk und Wesen des Künstlers: eine Anzahl größerer Holzschnitte, die tar Holzschnitte aus 40 Jahren werden ge- alle die Not der Zeit behandeln. kertig.“ en. Sie zeigt, in dieser Fülle zum erstenmal und Diese Stelle aus einem Brief Barlachs Mlusik- zum letzten, Arbeiten, die sich zu der Zug dem Jahre 1919 fiel mir wieder ein, Johan- Tradition bekennen, die in der Moderne als ich die Holzschnitte in diesem Hause ierung mit Munch begann und sich dann über wiedersah. Denn sie schien mir begreif- terbei- die Brücke-Künstler fortsetzte bis zu lich zu machen, warum Peter Klein- der in Barlach und der Kollwitz, bis zu Marcks schmidt auch dann noch einer ebenso al- on zu- und Mataré, Otto Pankok und Willem tertümlichen wie mühseligen Technik er: der Grimm. Es handelt sich zumeist um treu geblieben ist, als effektivere Ver- hema- Handdrucke, um Arbeiten also, die, vielkältigungsverfahren belieibig zur 1d und vom Künstler nicht nur gezeichnet und in Verfügung standen und freudig genutzt ie sich den Stock geschnitten, sondern auch wurden: deshalb eben, weil ihm von An- rstellt. durchgerieben, meist nur in wenigen Ex- kang an der Holzschnitt kein bloßes Re- emplaren existieren, von denen keines produktionsverfahren war, sondern ein vandes den andern gleich ist, sondern jedes ein Medium eigener Art, weil er unbequem 1annte unverwechselbares Original. ist, sich Gefälligem versagt. zur Unmiß- ] . _ förde- Ich klammere mich an die Arbeit. Als verständlichkeit herausfordert, vom ,„Oländer Windmühle“, I6/- étwug das Unglück im November hereinbrach, Künstler verlangt, sich dreifach mit ei- I Fest: rf ich mich auf die Holzschnitte. .. Es nem Thema auseinanderzusetzen, als benkutter“ etwa, die 2. Fassung der rättsh k: eine Technik, die zum Bekenntnis Zeichner und Schneider und Drucker, ..Öländer Windmühle“, das „Bildnis Gi- t: dis herausfordert, zum unmißverständli- mit dem schließlichen Ergebnis, daß das sela K.“ oder auch die „Gracht“ mögen nnung chen Darlegen dessen, was man letztlich fertige Blatt etwas Endgültiges und Bün- als Beispiele derartiger bündiger Lösun- meint. Es oder vielmehr sie erzwingt eir diges bekommt, wie es die Zeichnung gen hier genannt sein. sikali- ne gewisse Allgemeingültigkeit des Aus- nicht immer zu bieten hat. Der .Krab- Holzschnitte aus 40 Jahren werden gebo- Ver- ten, etwa 65 von insgesamt 374, ein Sech- d Kul- stel dessen, was im Laufe der Jahre ent- ch als standen ist, die frühesten noch aus der heit in Kunstschulzeit, 1949 geschaffen, vier It, be- Blätter aus dem Judithzyklus, die Linie ungen betonend, das letzte ein Wandbild von éh am mehr malerischer Wirkung. der cr Und „Leuchtturm Högby Fyr“ aus dem Jahre LEhr- 1977. Sie sind nicht chronologisch geord- It Eitr- net. sondern den räumlichen Gegeben- Binem heiten des Hauses entsprechend, so dals n und zeitlich Zusammengehöriges nicht im- Ü mer auch nebeneinanderhängt und der- filliez Bretonischer Hafen“, 1973 BUGS JAE BBG 1..19/87 Lüb. Bl. 19/87 A
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