Full text: Lübeckische Blätter. 1987 (147)

die V Je 30 Jahre Carl-J acob-Burckhardt-Gymnasium ah § v vil Erinnerung an einen Freund und Retter Lübecks Es- hne ; d. Vor 30 Jahren am I. April 1 957 - wurde wegen des damaligen allgemeinen Mangels sich stets als die stärkste erwiesen hat. biet an Schulraum „besonders bei den fünf Lübecker Gymnasien -ein neues (6.) Gymna- Die alten Freien Reichsstädte kannten I.6- sium gegründet, zum ersten Male ,für Jungen und Mädchen“. Es wurde nach dem da- und hielten sie. E h chr md M I LC rv Eucgs gf tet rs n § .. grchen Arkaszer pr iten taz : f j jenen in der geistigen Welt schon längst Zr e- Das Datum gibt Anlaß, sich der Person und der großen Verdienste des Ehrenbürgers s s e Namen euro- Be- zu erinnern. Dr. Rudolf Drinkuth, Gründungs-Direktor des Burckhardt-Gvmna- päischen Ranges an den der einstigen s3é; tb: „Königin der Hanse“ zu knüpfen. Nicht fali- der „Ruhm“ war es, den Burckhardt sich am- G ô c Y i at, als Schrift- ik Zttuhen ging. ~r vit am Abend giochi? gr sen ir bedauern. dub eine 0 Heller Ürworhen hatte; dcr ‘Ruhm iu gen k29en gms, Es u0. suvrelIgrobe Entfernung unseren Tendenzen| lin. wie.vwir vissen verdächtig, und es icht ich, Musik zu hören, etwas wie die heim- ein Hindernis in den Weg legen muß. ist z. i ' i ; einet- Die liche Stimme der Stadt, unverwechselbar sich noch inniger die Häne Z reichen pt pu yzrzritcw. operaucin uw . f" ngs- ßes. p' srssPlch. vug ur schr § [s sich wechselseitig und tatkräftis zu Hansestadt angenommen hätte. Die Ge- grole ; urc unterstützen. . „2 ; ; ihr strömende lort Musik an dit Gegenwart e vunden. „fir Nun, die räumliche Entfernung ist die fuss zr Tai zt q . den sie srtr“se; P. Feray yo aum In cer .u Mössiche geblieben wie vor 130 Jahren. stiftete, die hier ausgezeichnet wurden. - hren gend em. eme: r zu. § eu uus. Ats wenn sie jetzt auch leichter zu überwin. Nicht vielen Lübeckern war in der zwei- . vor the! hy § ICKEn den ist. Aber auch die „Verbindung“ ten Hälfte des zweiten Weltkrieges be- eit an . : blieb die gleiche dauerhafte; nicht die kannt, welchem Umstande sie es ver- que Es war am I6. April 1958, als diese Wor- der Eisenbahnen, Autostraßen und dankten, daß ihre Stadt nach der Schrek- te Carl J. Burckhardts bei der Einwei- Fluglinien, die dem Handel, der Wirt- kensnacht zum Palmsonntag des Jahres hung des ein Jahr zuvor in Lübeck ge- schaft, dem Verkehr die Wege ebnen 1942, in der sie aufs schwerste getroffen gründeten Carl-Jacob-Burckhardt- und Jene Beziehungen schaffen, von de- worden war. vor dem Schicksal der tota- Gymnasiums verlesen wurden. Burck- nen mancher Vorteil erhofft wird. Sie len Zerstörung bewahrt und das Leben hardt konnte einer Erkrankung wegen haben sich als äußerst anfällig erwiesen, unzähliger Mitbürger erhalten blieben. der Einweihungskeierlichkeit nicht beir wenn sie die einzigen waren: was einst Zwar wurden mancherlei Betrachtungen wohnen; die von ihm vorbereitete An- erreichbar war, ist es nicht immer geblie- darüber angestellt, weshalb der sich in sprache überbrachte und verlas der ben. Bleibend sind jene Verbindungen den Jahren 1943 und 1944 erheblich ver- Schweizer Generalkonsul Hochstrasser; höherer Art, die sich auf Gemeinsamkei- schärfende Bombenkrieg, der die mei- sie enthielt u. a. einen kurzen Abriß der ten gründen. Wo die gleiche Sprache von sten deutschen Städte in Schutt und Geschichte der Hanse und der Rolle, die Mensch zu Mensch gesprochen wird. wo Asche legte, nicht auch erneut an Lü- Lübeck in ihr gespielt hat. eine Gemeinschaft innerhalb der Frei- beck ein lohnendes Ziel und Opfer such- Wer so wie Burckhardt über seine erste Hheit herrscht, wo sittliche Gemein- te. Waren doch bei dem großen Angriff Begegnung mit einer Stadt wie Lübeck schaftswerte das Bindeglied bilden, da 1942 im wesentlichen alte, denkwürdige sprechen kann, dem ist es mehr als ande- Entsteht jene dauernde Verbindung. die Kulturstätten und der Kern der Altstadt ren geben, auf die stillen, beziehungsvol- len Klänge zwischen den Dingen und Sa- chen dieser Welt zu lauschen, dem sind Städte mehr und anderes als bloße Zivili- sationserscheinungen. Er sieht in ihnen die Behausung im guten alten Sinne, das „Gehäuse“, wie Platon sagt, in dem und aus dem organisch gebildete menschli- che Gemeinschaften leben. Er weiß um Dr. ihr Gesicht, um ihren Stil, um ihre Ge- stimmtheit, um all das Unaussprechli- che, was die besondere Atmosphäre ei- cht. ner Stadt ausmacht. Man sagt, daß Städ- dert te leben, ihre eigene aura haben. Mag der sein, daß der Sohn einer Freien Reichs- : die stadt das Verwandte spürte und sich hei- ung matlich berührt fühlte. ich. Es liegt ein weiter Weg zwischen Basel den und Lübeck. Das bedauerte schon im dte- Jahre 1839 jener Vorfahre, der Aktua- nen rius Burckhardt in Basel; er schrieb da- ein: mals als Vorsitzender der Baseler Ge- ark sellschaft zur Beförderung des Guten ' und Gemeinnützigen von 1777 andie Lü- Ehrenbürger der Hansestadt Lübeck, Prof. Dr. Carl-Jacob Burckhardt mit dem der becker Gesellschaft zur Beförderung ge- Gründungsdirektor des Gymnasiums. Dr. R. Drinkuth. bei einem Empfang im Rat- cml meinnütziger Tätigkeit von 1789: „Ein- haus, November 1950. 8/87 Lüb. BI. 8/87 , 1 37
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