Full text: Lübeckische Blätter. 1986 (146)

umbrandet worden zu sein. Die Polizei noch in der Fabrik, um neue Lieder auf- friedigend war, war die „Ausgabefreu- mußte Maßnahmen ergreifen: Sie erließ zunehmen.“ digkeit‘ auf dem Markt Obertrave Bestimmungen, nach denen Störungen schlecht, „dies dürfte zeitbedingt und auf des Straßenverkehrs sowie die Störnne wgrkt als Großstadtrummel Geldknappheit zurückzuführen sein“, s0 einer im Spielen begriffenen StraßBenmu- j . . zs. wird es in den Akten mit Recht (1949) sik durch „Gegenanspielen“ untersagt Lübeck hatte sich aus biedermeierlicher angenommen. Und leise ist es auf dem waren. Es durfte auch nur auf reinge: Versponnenheit zur Großstadt entwik“t Markt nie zugegangen. stimmten Orgeln und Instrumenten ger Kelt. Damit war auch der Weihnachts- Hin Markt ist eben eine kommerzielle spielt werden. Auch war das Musizieren markt zu etwas anderem geworden, als Einrichtung und das unterscheidet ihn nur zu bestimmten Tageszeiten erlaubt r es inseiner Bedeutung kür das Lübeck heute nicht von seinen jahrhundertelan- und rund um die Kirchen besonders ein. um 1800 gewesen war. Er nahm die For- yen Vorgängern. Licht, Lärm und Duft geschränkt. Die Orgeldreher hatten ein Men des gewissermaßen austauschbaren gehören dazu. Sicher ist, daß Lübeck nen Erlaubnisschein und ein Nummern. Öroßstadtrummels an. Untergegangen cinst und jetzt die weihnachtliche Stim- schild bei sich zu führen. Diese Vor- ist er deshalb nicht. Die Akten der Ver- mung gut zu Gesicht steht. schriften wurden häufig übertreten und waltung für öffentliche Einrichtungen Antjekathrin Grassmann itoOIlÞh . C E b .I When Sprache nicht mächtig waren, oder Mat und wiederum sind die Themen| Rc unarit uud Weihzackerubel. in. auch um außerordentlich eloquente ulsich: die Marktabgabe, die Zustcizung Mitteilungen des Vereins für Lübeckische Ge- deutsche Personen, wie z. B. einen der Stellen. die Frage der Müllbeseiti .Chichte und Altertumskunde 15 (1929/1940), Herrn Retze, der 1901 seine patentierte gung, der Wasser- und Stromzapfstellen, g. 135 - 169; Werner Neugebauer, Vom alten Riesenkonzertorgel herausstreicht: die Konkurrenz. 1946 dauerte er vom 19. J jhecker Weihnachtsmarkt, in: Lübecker 12. bis zum I. 1. 47. wobei die Stadt 3256 Hachrichten vom 20. 12. 1964; Björn R. Kom- „.Das Instrument ist 10 Zentner schwer, RM als Einnahme erzielte, 1949 schon yrer, Weihnachtszeit im Lübeck des vorigen mit reich geschnitzter Vorderansicht in 5550 DM. Während die „Kauffreudigr Jahrhunderts, in: Lübeckische Blätter 1974, weiß-rot und vergoldet. Sie befindet sich keit“ auf dem Markt beim Rathaus be. S. 306 ff.). Weihnachtsmarkt im Heiligen-Geist-Hospital jetzt seit fast zwei Jahrzehnten Seit 18 Jahren hat sich eine Institution zu gen in diesem Jahr selten. Dafür gab es Während sich die Lübecker in der letzten einem Höhepunkt der Lübecker Vor- Musik und Gesang in Hülle und Fülle im Novemberwoche auf den Besuch ihres weihnachtszeit entwickelt, ist zu einem Original. Die Besucher wurden begleitet Weihnachtsmarktes vorbereiten, ist kür schönen Brauch geworden: der Weihn von den adventlichen Klängen der Gruppenreisen mit besonderem Einlaß nachtsmarkt im Heiligen-Geist-Hospir Posaunen des Carl-Jakob-Burckhardt- der Hochsommer der letzte Termin für tal, veranstaltet vom Deutschen Ver- Gymnasiums, der Knabenkantorei, dem eine Anmeldung. Eine wertvolle Hilke ' band Frau und Kultur e. V. Gruppe Lü- Grundschul-Flötenchor der Lutherschu- leistet beim Auf- und Abbau der Bun- beck. Vom 28. November bis zum 7. De- le, den Lübecker Jagdhornbläsern, dem desgrenzschutz. Während der Markt ab- zember wurden an 200 Ständen in der Frauensingkreiss und dem Lübecker gebaut wird, beginnt bereits die Planung Vorhalle, in den Kabäuschen und im Ge- Männerchor, den Posaunen von St. Mar- für das nächste Jahr. Eine erstaunliche wölbe und seinen Nebengelassen Kunst- tin, dem Flötenensemble Realschule Organisationsarbeit schafft dabei der handwerk, Kunstgewerbliches, auch Bür- Mleoisling, der Kantorei St. Jakobi, dem Verband Frau und Kultur mit seinen 180 cher, Lyrik aus Lübeck und allerlei für Flötenkreis der Apostelkirche Harburg, Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfe- das leibliche Wohl angeboten. Wer nur den Posaunen des Kirchenkreises Eutin, rinnen. schauen wollte, kam ebenso auf seine einem klassischen Gitarrenduo, dem Jm nächsten Jahr öffnen sich die Pforten Kosten wie sie derjenige hatte, der hier Kammerchor Günther Pods und dem gq]eg Heiligen-Geist-Hospitals zum 20 Weihnachtsgeschenke kaufen wollte, Lübecker Handwerkerchor, dem ger dvyeihnachtsmarkt. Es gibt immer CH denn da mehrten sich die Wünsche, je mischten Chor St. Michael, Siems, e r Schluß: âer bedeutende weiter man sich in die Räume vorwärts dem Lübecker Domchor. Aus Kalmar. Reinerlös wird Wieder kulturellen und schob, vorbei an Spielzeue aus Holz, Schweden kam die Lucia und lautstark c(gzjalen Zwecken zugute kommen. Z Schmuck und Gewebtem, Genähtem, wie mimisch ein wahrhaft köstliches Mu- H. wäre die neue Konzerthalle Ci1 SH hinreißend gefärbten“ und dekorierten sikerlebnis bot die Medizinische Blaska- [Unterstätzung würdiges Objekt. Eine ; Wollen, an Töpferwaren, Metallarbei- pelle der Universität Bergen unter ihrem gcgxrhebliche Blumenspende js és aus ten, Gläsernem und Werkstücken aus Dirigenten Birger Mo. Die Medien nah «Aqnlaß des Todes von Frau Ursula Drevs Metall, an Weißgesticktem und Geklöp- men ausführlich Anteil am Weihnachts-! jn diesem Jahr der Initiatorin des Wait peltem. Ähnliches und Anderes, Neues markt. Zwei Tage lang filmte ein ZDF- hachtsmarktes und langjährigen ersten : und Vertrautes wechselte sich ab. Team, zeigte eine schöne Reportage Vorsitzenden des Vereins Frau und Kul- : Es duftete, es roch: nach Tannengrün bundesweit. tur in Lübeck. Damit könnte die Idee ei- ' Vaftela Üictuenwackr; Schafwolle tri. nes Brunnens in der Stadt verwirklicht tien. Holz alten Büchern älterem Park sich die Besucherzahl überhaupt werden. Es wurde ein finanzieller Bei- .. [zuerwerk nd Glühwein Das historie. noch steigern? In diesem Jahr kamen et- trag geleistet für die neue Dokumenta- ' [iche Gebäude des 700 Jane alten Hospi-P2 52000 Gäste - fast könnte man so sa- tion der Kunst im öffentlichen Raum: Ir tals, dem jährlich wiederkehrenden c gen - aus aller Welt: aus Bayern, Berlin ,Plastik in Lübeck“. Zum Wiederaufbau Ü Üucher Ycttraut. wenn auch nichtselbst:! und den Rheinland strebte man grup- des Kaak hat eine Spende ebenso beige- ul Nrerständiich ist viel mehr als Rahmen penweise, ebenso aus den skandinavi- tragen wie zu den verschiedenen um- di lCUlisse oder Museumsstück schen Ländern, aus Frankreich gab es fangreichen Restaurierungen im Heili- m . Besuch und aus Neuseeland -die Eintra- gen-Geist-Hospital. Auf Wiedersehn b: Die Leierkastenmelodien, den Ausstel- gungen in den Gästebüchern sind noch dort im nächsten Jahr in der Vorweih- = lenden inzwischen allzu vertraut, erklan- nicht präzis registriert. nachtszeit! Gerda Schmidt Ä 32,2 Lüb. BI. 21/86 : ZD
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