Full text: Lübeckische Blätter. 1986 (146)

[ . o E J il R [. _ . IL LE- . o _ BLATT ER n den keine s "ich 27 September 1986 . Heft15 . 146. Jahrgang - Zeitschrift der Gesellschaft zur Beförderung Bemeinnütziger Tätigkeit - Gegr. 1789 te . I M! Geschichte der Br auhäuser Wahmstraße 54 und S56 / 150 Jahre s;. Katharinen-Fechtklub -- Erinnerung an Lübecks älteste k Tü; Schülerverbindung / Nordisches Kunsthandwer. k zum ,„Stelldichein in Lübeck / Kammerspielkreis Lübeck Jeiert in der Hanse- ttt ] tel!) ct'e reines Bestehens / Industriemuseum in Herren wyk eröffnet / Medizinisches Laserzentrum Lübeck - Erste Ausbau- on stufe vollendet / Geschichtspreis für Theodor Eschenburg. 0017 ’?01. § . r Als Wasser trinken eine Strafe war --- rin . , .. úGeschichte der Brauhäuser Wahmstraße 54 und 56 sen- Sak- is s pa) Als Beispiel einer guten Synthese zwischen Historie und Moderne präsentieren sich wurde nur selten getrunken. Lange ts jetzt die enemaligen Brauhäuser in Lübecks Wahmstraße.54 und 56, die von Verleger Transporte und Lagerung vertrug sie oh- Bür- Charles Coleman und dem Hamburger Rechtsanwalt Dr. Stefan Dose als Bauherren nehin nicht. Branntwein wurde fast nur sche und nach den Plänen der Architekten Tillmann, Oldenburg und Frenzel mit einem Ge- zu Heilzwecken gebraucht. und Wasser sj. samtkostenaufwand von vier Millionen Mark saniert und der modernen Nutzung zu- war. wie wohl zu Recht vielfach gesagt, uxis. geführt worden sind. Mit freundlicher Genehmigung des Charles Coleman Verlages schädlich. In einer Lübecker Urkunde rein veröffentlichen wir die dort als Sonderdruck erschienene Geschichte der Brauhäuser. des ] S. Jahrhunderts heißt es dazu an- )51. deren Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. schaulich: „Se hebben grote Noed gele- rnst : : den an etende unde an drinkende, so dat [! Prägend für jenen Teil der Wahmstraße, Bangen wird, sind zunächst einige allger se water drinken mosten “ 06 der von den Zerstörungen des zweiten meinere Ausführungen zum Stellenwert en- Weltkrieges verschont blieb. ist ein ein- des Bieres als Getränk in Norddeutsch- Die Wein- und Bierzonen überlappten ss drucksvolles Ensemble hochaufragender land während des Spätmittelalters und sich. doch waren die Schwerpunkte deut- §:; Brauhäuser aus der frühen Neuzeit, zu der krühen Neuzeit zum besseren Ver- lich geschieden. Für den Wein lag die hee dem auch die Häuser Wahmstraße Num- ständnis notwendig; denn anders als heur Haupterzeugung in den klimatisch be- tin. mer 54 und 56 gehören. Wenn auch der te war das Bier weniger Rausch- und Ge- Lünstigten Gebieten des Südwestens, für Fe überwiegende Teil der heute noch in der nußBmittel. sondern ein Nahrungsmittel das Bier im mittleren, nördlichen und m- Lübecker Innenstadt aufrecht stehenden allerersten Ranges. östlichen Deutschland. mit Vorrang der t Brauhäuser von ursprünglich etwa 180 Bier und We; die. b Seestädte. Letzteres ergibt sich auch ey, Häusern, für die seit dem 16. Jahrhun- Getränke jc vun. Ic Hvgrrugten deutlich aus dem Vergleich einiger städ- fr dert die Braugerechtigkeit grundbuch- ' &. Zenraumes. Milch tischer Bierproduktionsziffern des 15. fh lich überliefert ist, im Stile der Renais- Jahrhundert. In Hamburg dürften jähr- 19, sance errichtet wurde, so bedeutet dieses lich 250000-300 000 Hektoliter Bier Er- [v keineswegs, daß das Lübecker Brauge- zeugt worden sein, in Lübeck lag der [ werbe erst im 16. Jahrhundert seinen Wert nur geringfügig niedriger, in Wis- an Aufschwung nahm. mar zwischen 100 000 und 120 000 Hek- t In seiner Arbeit über die Lübecker Brau- toliter. ki erzunkt schließt Hans Albrecht aufgrund Weiter zurück lagen die Onte des Bin- : ciner Vielesh! urkunclicher Hinweise nenlandes. In Göttingen beispielsweise autHopfen. H9pfengärten, Mälzmühlen sollen in der ersten Hälfte des 15. Jahr- hz Msltéspotte unc
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