Full text: Lübeckische Blätter. 1985 (145)

Kräuter und Waren nicht auf der Apo- theke verkaufen noch Anteil haben an N dem. was für die Apotheke gekaukt wer- Diel den wird. Ich will auch das Geld der . Ratsherren nach meinem Vermögen zu Dienst ihrem Besten verwahren und anderswo Gustan keine Geschäfte machen. Auch werde „En bu ich verschweigen, was ich verschweigen Gemei soll.) Treue und Schweigepklicht also und Ver- Dienst richt auf Privatgeschäfte waren für den Günte Ratsapotheker die obersten Gebote. Arbe Seine Hauptaufgabe bestand darin, die » vom oder für den Rat gekauften Kräuter Amne und die daraus hergestellten Produkte mit Sachkenntnis zu lagern, zu verkau- Das fen und das dafür eingenommene Geld ebenfalls sachgerecht aufzubewahren. tindet Es war außerdem obligatorisch für ihn. Es sPic seine Gesellen und Jungen zu beauksich- tigen und zu beköstigen, ganz s0. wie es M. Co in einem zünktigen Handwerksbetrieb I. Offc geschah. Der Ratsapotheker war also Karter Albarello, Fayence. Niederl., 16. Jahrh., gleichzeitig Beamter und Handwerks- Atlhbarello, 16. Jahrh., niederl. Fayence telekor aus der Ratsapotheke (Museum für Kunst meister, jedoch kein eigenständiger gqus der Ratsapotheke (Museum für Kunst Ö _ und Kulturgeschichte, Foto Grünke) Kaukmann. und Kulturgeschichte, Foto Grünke) sita, vor al angeboten wurden. Bäcker- und Flei- 3. Die Bedeutung der Gründung der Lübecker Rat am 19. 11. 1461 aus- mit Gene scherhandwerk beispielsweise oder der Die Lübecker Ratsapotheke war, soweit stellte. In ihm wurde bescheinigt, daß ordinary) Fischverkaut unterlagen genauen Be- hekannt, die erste städtische Apotheke Rabodus Kremer ,„binnen unser stad up- dem Apo stimmungen hinsichtlich der Gewichts- überhaupt. Ihre Gründung machte Schu- Pe unser apoteken in unserne denste ge- das der Al unc Preisvorschriften. Stacltwaage und dle. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts ent- denet unde ummghan hefft alze een ge- ein ander Eichzwang dienten nicht nur der Sicher- schlossen sich auch andere Städte zu truwe beddere knecht unde mit gudlich- auf allen / heit'der Kaufleute. sondern auch der Ratsapotheken, unmittelbar danach 2. heid van uns gescheden is.. getäßen d Verbraucher. und um diese Sicherheit B. Rostock, wo 1420 im Zusammenhang geben we auch auk dem Gebiet des Crudehandels mit der Universitätsgründung eine städ. 4. Die Apotheke als Medizinalanstalt siperpröte zu erreichen. bediente der Rat sich des tische Apotheke eingerichtet S urde. In Bis zum 16. Jahrhundert hat es in Lübeck hz. Eztzzpothehers. der als Fachmann über der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts keine weitere Regelung des Apotheken- thchers n die Voraussetzungen verfügte. die Viel- folgten Frankfurt (1461), Reval (1465), wesens gegeben, anders Hs in andeten p! . zahl der eingeführten Drogen und der Hamburg (1472) und Lüneburg (1475), Städten. Insbesondere im süddeutschen ss durc einheimischen Kräuter nicht nur zu be- andere Städte im 16. Jahrhundert, so das Raum waren seit dem 14. Jahrhundert un. hä stimmen, sondern die unter unterschied- allmählich im norddeutschen Raum ein Ordnungen D ztcrclen. | Ss Halten el : sch;tey Feuer zz enen tel hichtss Netz von Ratsapotheken ent- hauptsächlich die Festlegung des Ver- y sicson guch zu taxieren. m! er : eser stand. hältnisses zwischen Ärzten und Apothe- zieh ci auterbs F . men homnts. fturdes Oktfensichtlich belieferte die Apotheke kern und die genaue u uu er fte Jahrhund Als ; e erer: E. tatsapot § er Lübecks schon bald nach ihrer Gründung nicht Befugnisse zum Inhalt. Nürnberg verbot cher H:! yr auc Re metzter scmer Nachfolger nur die einheimische Bevölkerung, son- beispielsweise 1350 die Arzneianferti- stitution gn ges i hat 9 f Nec u rue der dern auch andere Städte, die Apotheker- gung durch die Ärzte, 1397 legte Regens: sens entv als Bs; § s étal] atsapotheker gehabt) waren erwerben wollten. So verbuchte burg fest, daß die Ärzte das Recht der Neuerung § § éamte bestallt. das Kloster in Preetz 1445 den Betrag Apothekenbesichtigung hätten, und erzie! M: Sie mußten einen Eid schwören, der in von 80 Mark für Gewürze und andere 1404 bestimmte Basel, daß ein Arzt nicht gen Sinne seiner ältesten Fassung wörtlich lautete: Medikamente aus der Lübecker Apothe- auch gleichzeitig Apotheker sein könne. ten, die i “ dock dat ick des Rades to Lubeck Ke, und der Rat von Reval bezeugte ur- Ähnliche Verordnungen ergingen in sgstibten. apotheken kende und des dor to hort na kundlich im Jahre 1455, daß die in Li- Konstanz (1472), Köln (1478), Stuttgart zs kohnts all myner macht truweliken vorstehn und beck gekauften Kräuter in die städtische (1482), und um 1500 verordnete Frank- Naher set bewären will. Ick en schall noch en will Apotheke in Reval geliefert seien. furt, daß stark wirksame Arzneimittel 1s cin. ds ock mene egene kruth noch materialia Ein frühes Zeugnis der Ausstrahlung des nur in Gegenwart eines Arztes herge- f td 1 upp der apoteken vorkopen noch ienich Lübecker Unternehmens ist ein ut im stellt werden dürften. tterths yt del dar anne hebben, dat to Original erhaltenes Dokument im In Lübeckentstand die erste Apotheken- o Ke der apote ken behokk gekokkt schall wer- Frankfurter Stadtarchiv. Es handelt sich ordnung - es war die früheste im nord- !s!auus den, und willder hern gelt na mynen vor. um ein Empkehlungsschreiben des Lü- deutschen Raum - erst im Jahre 1519 ittel us tr chr Ras: für den Apotheker Rabodus Sie enthielt nur vier Artikel folgenden s ordi auc Jjcopens ebben Kremer, der neun Jahre . Inhalts: . NnNNÒÊGGGÛÇooOeOomttSSTO._ p Z darmy behortto: ygende. . .“ (Ic ig gewesen war. Auf Empfehlung des delten Materialien hl eint b h will mit des Rats Apotheke und allem. Frankfurter Stadtarztes Lose wurd Simplici f eso ewlo-y Fgutechz was dazu gehört, vertraut sein und ihr erster Stadtapotheker von Frankf e Guyplici) f qucb h! thrfsch zu5ani] Die Über nach all meinem Vermögen treu vorster Für seine Anstellung verla urt.Smenserotete {Evwyostts). Bw Uhu ven stellung c hen. Ich werde und will meine eigenen Frankfurter Stadtrat t. . ess aer Lcfd:1 verst. veun zie. a E 014 lug Lüb. BI. 3/85 T ih. BI. 3/8! ) M
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