Full text: Lübeckische Blätter. 1985 (145)

der Gangster „draufhat“) und so weltbe- derung von Robert Schumanns Ringen Unsicherheit enthüllt, seine Angst vor rühmte Songs wie Bilbao-Song“ und um Clara Wieck, und auch „Amadeus“ der Einsamkeit des Alters . . . j „Surabaya-Jonny“, die dem Stück seinen lief dieser Tage wieder in einem Schwar- Man- mag einem solchen Versuch gegen- ii) Reiz sichern. siek cieser aße reer m ee ure M lermus enen Ur ) Hier ist es besonders der nach seinem che Begegnung“ des 42jährigenin St. Pe- Theaterbesucher dürfte vorrangig den ' zweijährigen Kieler Engagement zu- ter-Ording lebenden Paul Barz, der bis- FHindruck mit nach Hause nehmen, daß t rückgekehrte Rainer Luxem als Gang- her hauptsächlich als Hörspielautor her- auch die Schöpfer des „Messias“ oder Autoren sterboß Bill Cracker, der, blendend auf-. Vorgetreten ist, einiges mit Peter Shaf- Jer „Matthäuspassion“ halt von Schwär ßentime gelegt in Spiel und Gesang, dem Abend kers vor vier Jahren erstmals in Lübeck chen, Eitelkeiten und schlechten Manie- tzzehsn das Gepräge gibt. Inm ebenbürtig - trotz vorgestelllem Schauspiel „Amadeus“ grennicht frei und somit Menschen wie du Die Han leichter Indisposition am Premieren- gemein: Beide Stücke gehen von einer und ich waren. Regisseur Horst Vinçon Miese, ( abend - Heidrun Petersen-Römer als Fiktion aus; beide Werke wirken desillu- läßt jedenfalls diese Seite der Vorlage großen I Leutnant Lilian Holiday von der Heilsar- sionierend, indem sie mit Fleiß mensch- deftig ausspielen. Aber natürlich kom- Mutter mee. Sie bietet das rechte Maß an bet- lich-allzumenschliche Züge gottbegna- men Witz, Esprit und deren tiefere Be- ist. Sie v schwesternhafter Verhuschtheit einer- deter Komponisten heraustellen, Züge, deutung ct U kurz, und gar manches ihres Mt: seits, weiblicher List andererseits auf. die man als Hörer ihrer „überirdisch“. vom Geist des 18. Jahrhunderts er- Hand z21 um Bill Cracker seinen großen Coup zu schönen Werke gern ignoriert; vor alem scheint in ungewohnter und dadurch es ihr ni vermasseln. aber: Die Stücke leben von dem Antago- reizvoller Beleuchtung. glückun Die neuengagierte Ilse Winkler wirkt als nismus, von der dialektischen Beziehung Horst Vincon, dem sein Ausstatter Ha. allzu gu „Dame in Grau“ stellenweise fast zu ele- Zweier miteinander rivalisierender Kom „ja Steiger geschickt zur Hand geht Die Rol gant, trifft dann aber wieder den Brecht- ponisten, wobei der sich jeweils überle- tanden gs! ves end disponierte LE! ? Schausx schen Songton recht genau, welch letzte: Sener kühlende und weltläufkigere Cha Ztellstzur Verkü Ls f ut Gärtner t ner ehr res man von Heinz Lieven (Sam Worlit. rakter (hier Salieri gegenüber Mozart. „einen Händel zu. S c y breiten Skal: glaubha zer) und Dietrich Neumann (Heilsar. dort Händel gegenüber Bach) das Genie „Jyischen Großspurigkeit und l OI breite ! mee-Leutnant Hanibal Jackson) nur be- und die Substanz des Rivalen bis zur Einkehr an: orspun T rnct: leut: Bach reizvoll dingt behaupten kann, zumal ihnen von Selbstaufgabe erkennen und anerken- Lctuittreise. t von devoter Ves läßlich der an sich zünftigen Sieben Mann-Band nen muß. schmitztheit zum unerschütterlichen Be- der Ni (Leitung: Lucwig Pflanz) ein reichlich Was Paul Barz, der nach eigener Aus- wußtsein des genialen Meisters der Töne Elsbeth fkorsches Tempo aufgezwungen wird, bei kunft „ein dickes Buch über diese Herr- und der Zwischentöne beim geistigen che Be, dem die Feinheiten der Textartikulation cchaften geschrieben“ hat, dann ersann, Florettfechten; Krafft-Georg Schulze der W und der vertrackten Melodik Kurt Weills jst ein Diner, das Händel für Bach im schließlich ist ein köstlich pointierter Jo- thisch | auf der Strecke bleiben. Derlei Defizite Jahre 1747 in einem Eßzimmer des hann Christoph Schmidt, das türenknal- der Sel] kallen jedoch nicht übermäßig ns Ge- „Thüringischen Hofes“ in Leipzig arran- lende, Sottisen versprühende Faktotum dem Eli wicht; auch über das karge Bühnenbild gierte. Ein solches Treffen der beidenim Händels. auf ihr hilft das muntere Spiel auf der Bühne Jahre 1685 geborenen Komponisten hat Nas Publikum war begeistert. „Möglich Straßer meist hinweg. es in Wahrheit nie gegeben ~ umso mehr Hegegnung“ könnte s! E LOF a st e gen Sc| Das Premierenpublikum, wie gesagt, Spielraum für die Phantasie, gestützt auf gen. Eiavs Brenneke tönen, ließ es sich wohl sein und applaudierte das, was wir von den beiden großen Ba- Je nic stürmisch. Klaus Brenneke rockkomponisten wissen und zu wissen Schlich meinen. „Mudder is de Beste“ ge und Start im Studio: „MWlögliche Begegnun- Händel tritt zuerst auf: Genießer, Prah- Premiere der Niederdeutschen Bühne türlich gen‘. von Paul Barz ler, Liebling des Publikums in halb Euro- Die Niederdeutsche Bühne Lübeck fnslüc Theaterstücke und Filme über Kompo- pa. Bach folgt: bescheiden, ärmlich, lin- eröffnete die neue Spielzeit mit einem Pen. ' nisten haben heuer offenbar Konjunk- kisch, provinziell. Ermutigt und ermun- Volksstück von Curth Flatow und Horst got 21 tur. Am Vorabend der „Möglichen Ber tert jedoch von der üppigen Tafelei, bei Pillau (Das Fenster zum Flur), von Fritz Herve. gegnung“ (zwischen Bach und Händel der der Wein reichlich fließt, gewinnt Wemper als „Mudder is de Beste“ ins ten nämlich) zeigte das ZDF Peter Schamor Bach Oberwasser, er, der gefestigt ist Niederdeutsche übertragen. Es ist ein at- ?! ed nis „Frühlingssinfonie“, eine mehr dem durch seinen christlichen Glauben, traktives Stück, das die Zuschauer nicht sg konventionell-biographischen Muster durch sein Verwurzeltsein in der Familie nur belustigt, sondern bewußt ein wenig Bs 21. des „Künstlerfilms“. verpflichtete Schil und Sippe. Zunehmend wird Händels zum Nachdenken anregt, auch wenn die tt an Wolkg seur d L L 1 IOilly Kalmms sst Busch Stilmöbel sind Hiclermetstée c; die Antiquitäten von morgen. . §§ 7;; liuzch: die A für-Zio. vent ct Ö ediegene cFarbgebuugen und Oapeten _ um hochwertige stilvolle Einrichtungen geht. OPühbeck, Fleisch hauerstraße 75, Rut 77177 Busch-Stilmöbel-Werk KG. 2061 Kastork. Tel.: 04501/344 Fenster _ ! Fertigung und Einbau durch bul æ Stileinrichtungshaus s M Inren Fachbetrieb 2400 Lübeck. Hüxstr. 54-58, Tel.: 0451/77081 unci AA Innenausbau, Antiquitäten, An- und Verkauft, Tü ren VT. 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