Full text: Lübeckische Blätter. 1984 (144)

Die Aufführung im Lübecker Dom hat Daß Ch b treu ro! t wou: wu se rte r TT/2% VH ~ fene cn uus nen zu bewegen, so sehr zu bewegen, Onnen HOXS FRASSE 39 P EKO RATIO N daß selbst die Musik noch unwichtig wur. dle Frag P OLST ERMDOBEL de. Ich glaube, es gehört eine große Por- der Stel Fr Ku 772.50 STI LM D B EL tion Mut dazu, im Rahmen des Lübecker Die Gef Musikfestes auf den repräsentativen Ju- der Har bel (mit Pauken und Trompeten) zu ver- nicht m Im Auftrag der Bürgerschaft der Hanse- Kriegszerstörungen zeigenden Groß- zichten und im Juni (!) ein Werk aufzu- seln wat stadt Lübeck hat das Presse- und Infor- baudenkmals in der Hansestadt. In der führen, das gemeinhin als für den No- deren W mationsamt einen Führer durch die Insti- hier anzuzeigenden Werbeschritt „Pro vember und die verordnete Zeit zur Be- nur Lär tutionen der Stadt herausgegeben (siehe Petri“ wird auBerdem das Bauwerk kurz sinnung geschrieben zu sein scheint. einen sc „Lübeckische Blätter“ Jahrgang 1984 dargestellt („Den Augenblick der Zer- Aber das von Uwe Röhl und dem Dom- stock) k Seite 191). Die Verfasser sind für Anre- störung beenden“, „Schwerelosigkeit chor eingegangene Risiko hat sich ge- die zu ei gungen und Verbesserungsvorschläge aus Stein“, „Die Kraft des Konstrukti- lohnt! 5 . des Cho dankbar. ven“). Der Zweck des Hefttes liegt in der In einer bis ins Letzte ausgefeilten Aut. cher füt Hier einige Hinweise. Hic Einführung Öch mus ron hender b: (üg ind cie kotemc die in dem lern Kompo: der Bürgerfragestunde in der Bürger- gt'hleibenden Werts er s evencelh * U Ls stich Ke D s P ; i©c©à©ÓoÔòU g NUN. EES ; nden Heft nieder (Seite 3), dss »” [ “siti . L? ten zu n' ot ~ . §rTci:t;szr.. g; rukeinem Zeitpunkt gleichgültig vehan. sührung Seite und die seplazietton § gz F entsteht. Dazu einige Einzelheiten: im fzuschs hchwseren aher das Lesen. Bei der nüc » . Eingangschor läßt Brahms sehr klug dis- f s ften Asse zr tass che: Leh ech Theater und Musik ponierend den ersten Textabschnitt fe sott dort, wo sie fehlen, die Sachgebiete der l § . : : G anter Senatoren nachgetragen (Seite 15). In Brahms-Requiem h zes de s1euas . s. dringlic! umfangreichen Katalog der Amter und jm Lübecker Dom Chor (fast) a cappella ausklingen, um Bung ei Behörden sollten neben Auzchrilt und Es gibt Werke, die entziehen sich dem mit diesem Gedanken eine OThester. cook lermsprechmummer auch die Offnungss- J yhel des Publikums, obschon sie die überleitung von zwei Takten zum neuen E: ESN zeiten angegeben werden. d Hörer treffen. Dies hängt damit zusaam- Abschnitt („Die mit Tränen säen“) zu Fs gp! men, daß der Komponist weniger ein bilden. Der neue Abschnitt wird von ts N da Pro St. Petri zm Lübeck Wir-Gefühl erreichen will (wie z. B. Brahms mit geteilten Violoncelli und 6 Ge: ro st. L' n m. Le ; . Beethoveninseiner IX. Sinfonie) als den den Kontrabässen instrumentiert, hinzu sf § s! Pro St. Petri. Für die Zukunft einer tradi- cinzelnen treffen in seiner existentiellen kommt die Harfe mit Einwürfen. Ein so hs tr tionsreichen Lübecker Kirche. Her ausge Situation. Radikale Einsamkeit, bei der komponierter Übergang, dessen klangli- p geben vom Vt. Petri-Bauverein zu Li- das Kollektiv nicht mehr helfen, hallen che Raffinesse sofort besticht, kann zu [en. beck e. V. Lübeck. 1984. 20 Seiten 4°, und schon gar nicht heilen kann, wird je- völliger Banalität abgleiten, wenn er Etwas b 10 farbige Abbildungen. 5,~ DM. der einzelne in der Situation des Todes nicht einerseits gestaut, andererseits recht sc „St. Petri soll leben. Die Pläne für die erfahren. Die Grenzerfahrung (daß wir aber dynamisch im kleinsten Detail bässe. D Wiederherstellung von St. Petri sind ab- sterben müssen) versucht auch die Musik espressivo gespielt wird. langen t geschlossen: Der mächtige Innenraum deutlich zu machen; eines der in dieser Sg etwas ist die große Stunde der NDR- geschrie Soll nach dem alten Vorbild wieder ent- Hlnsicht vornehmsten Werke ist „Ein gjinfoniker: seidenweich in einem zwei Bi stehen. Ebenso wie die drei Apsiden und Deutsches Requiem“ von Johannes Spannung-Entspannun gs-Verhältnis zu- nach unt Seitenkapellen. Und auch eine Orgel Brahms, das weit über hundert Jahre pächst die Holzbläser in Unterstützun male E von ähnlicher Bedeutung wie die von Generationen von Menschen und ger Hörner. anschließend die eus nichts m Tönnies Evers vormals geschaffene soll unendlich vielen einzelnen Existenzer- Streicher in Et Begleitung eines höchst führung wieder in St. Petri ihren Platz finden. St. hellung gewährt hat, die nur schwer präzis einsetzenden Chores. Fünf Takte stand, u Petri soll weiterhin Gotteshaus sein, [oder vielleicht gar nicht?) durch Worte später dann der Chor-Sopran bei glei- ja selbst auch für ökumenische Gottesdienste. zu vermitteln ist. Dabei geschieht etwas chem Text nach oben strebend - ein völ- gehen, Aber darüberhinaus eine Stätte andächr Merkwürdiges: obwohl Brahms mit der lig neuer Charakter, hoffnungstragend wird, de tiger Begegnung: Ort für sakrale Musik Auswahl der Bibelstellen höchst frag- Nicht immer gelingt s Einem Shot die: auch im und Ausstellungen, für Gedankenaus- würdig in historisch-kritischem Sinn ume g¿e schnellen Veränderungen dem H Gre tausch und Verständigung. Damit wird geht, trifft er die Situation des Menschen hewußt zu machen; unes ist'es ore in Lübecks kirchlichem und kulturellem im Angesicht des Todes im Zentrum. gleichgültig, ob j Eder Musiket in diess f Sonaten Leben eine große Lücke geschlossen. St. Hine Aufführung, die am Ende nicht Moment daran gedacht haben mag, was Die erst Petri soll so sein, wie unsere Zeit sie FBeifall hervorruft, sondern dem Hörer und wie Brahms auf so kleinem Raum Musikta braucht: offen und einladend. ein Verstummen abverlangt, hat damit subtil denkt. Entscheidend ist allein, daß Großver Das ist das Programm des St. Petri-Bau- ihr Ziel erreicht; es hat ihn im Zentrum diese Details aufgrund des hohen musi- vereins zu Lübeck für die endgültige getroffen, das sich durch den kollektiven kalischen Niveaus wie selbstverständlich Wiederherstellumux des letzten noch Applausselbst wieder aufgehoben hätte. dem Hörer mitgeteilt werden. JUWELIER Ratskeller Lübecs Wir bieten mes lübsche Gastlichkeit in völlig neugestalteten Räumen, . GOLD BUT T die auch für Tagungen und Festlichkeiten geeignet sind. Fleischhauerstraße 4 - 2400 Lübeck 1 - Z (04 51) 7 76 94 . L FN: von ? Uhr bis 1Ukr ds. erna. 2] V
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