Full text: Lübeckische Blätter. 1984 (144)

Handwerks zu steigern. Diesem moder- kreis sollte keiner sozialen Beschrän- Neben Mitteilungen über Geschichte, 1834 dev nen Denken stand das traditionsgebun- kung auf Minderbemittelte unterliegen. Erziehung usw. müsse es aber auch „No- des Proje dene Zunftdenken der Lübecker Hand- Dies waren zwei entscheidende Neue- tizen und Mittheilungen jeglicher Art in wendigk werkerschaft entgegen. so daß die Ger rungen. die der Spar- und Anleihekasse Beziehung auf innere Verfassung, Ver- nur mit ! meinnützige Gesellschaft sich auch hier der Gesellschaft bald großen Erfolg waltung und Staatshaushalt t: t enthal- ßen Saal zegen den Widerstand der Handwerks-] brachte. ten, damit die Bürger ihr „Gemeinwesen daher ni meister durchsetzen mußte. Am 12. Juni 1817 wurde die Spar- und mit allen Semen Vorzügen und Unvoll- lampen Zur Förderung der theoretischen Bil- Anleihekasse eröffnet und konnte sehr kommenheiten näher kennenlernen.“ Raum ,,e dung der künftigen Gewerbetreibenden bald steigende Spareinlagen verzeichr Die Beziehung zwischen Wochenblatt schwach. rief sie drei berufsbildende Schulen ins nen. Da die eingezahlten Gelder gewinn“ und Gesellschaft stand für Overbeck au- Auge sel Leben: die Freie Zeichenschule (1795), bringend in Lübeck angelegt wurden, Ber Frage: „Denn wollen wir durch das- Die eigc die Technische Lehranstalt (1828 bis bedeuteten die 1833 die Millionengrenze selbe für unseren Zweck wirken, so muß fienti Be 1835) und die Gewerbeschule (1841). übersteigenden Einlagen eine Stärkung ges sich als ein von der Gesellschaft ausge- ss In dieser sollten die Gewerbeklasse der der Wirtschaftskraft. hendes, als ein in ihrem Nahmen erschei- gliedern Sonntagsschule und die Zeichenschule. Zur Befriedigung allgemeiner Kreditbe- nendes ankündigen, so muß die Redak- tionsver: xufgehen, und Handwerkslehrlinge, und Jürfnisse wurde 1820 auch auf Initiative tion, so muß der Ton, die Sprache ihrer 1834 wu in den höheren Klassen auch Gesellen der Gemeinnützigen eine _Privat-Dis- würdig seyen, so muß die Gesellschaft zu l übecki lusbilden. Die Schule fand regen Zu- Conto-Kasse“ gegründet, so daß die Ge- den Kosten erforderlichen Zuschuß be- Zuschuß spruch, so daß die Schülerzahlen von 40 sellschaft mit ihren von wirtschafts- und streiten“. ren. Dat t Jahr 1841 auf 131 im Jahr 1850 stie. finanzpolitisch erfahrenen Vorstehern Folglich sah er in seinem Vorschlag ein ständige gen. geleiteten Kassen eine wichtige Rolle bei wjitspracherecht der Gesellschaft bei der eingeräu Eine Bildungseinrichtung für das Schif- der wirtschaftlichen Gesundung Lü- Redaktionsbesetzung vor. Allerdings wig Hel fergewerbe fand dagegen gleich zu Be- becks nach den Besetzungsjahren spiel würde die Zeitung ein Forum sein, in wählt w ginn den Zuspruch der Seefahrercom- [e- _ ' . dem die Gemeinnützige nicht für alles schaft ni pagnie. 1808 begann der erste Kurs der Wie der Überblick gezeigt hat, war die yerantwortlich sein könne. Zeitung Navigationsschule, deren Ziel es war., Gesellschaft Zur Beförderung gemem. Her in Lübeck hochgeachtete Verein geblich ! den angehenden Seeleuten navigatori- nütziger Tà tigkeit auf einer Reihe gesell- solle die Gründung dennoch wagen, ins- teiligt ur sche Grundlagen zu vermitteln. Bis 1825 schstitpatiiich-r Geviete tus. Hr u: besondere weil offene Kritik er tion zur Echo: . G 25 und griff. insbesondere mit Finanzsprit- ;! ; ;) zd von der Ocsells: hett ur ren, oft helfend ein. Sie war up: Allerdings wurde gerade die Beziehung bz 3651 bexullichen uur kü § er e! dem öffentlichen Leben der Stadt kaum des Wochenblatts zur Gemeinnützigen Tagesze die Gemeinnützige r u Ft ss mehr wegzudenken, gerade auch, weil Gesellschaft zum Hauptdiskussionsge- Startchancen für E s So richte- sie immer wieder Antriebsfeder für szenstand der folgenden Jahre. te sie 1800 eine „Kreditkasse für Profes- Neuerungen war und diese gegen den oft Ein Jahr später legte der mit der Redak- Eötdern zionisten“ ein, die zinslose Darlehen an zähen Widerstand von Bürgern durch tionsbildung betraute Dr. Brehmer ei- Abschlic bedürftige Handwerker vergab, die da- Setzte. nen Plan vor, nachdem das Blatt zwar des Lüb: mit notwendige Investitionen tätigen ; ; Organ der Gesellschaft sein, aber nicht sellschal konnten. 1814 wurde die Kasse geschlos- rue .yer von ihr herausgegeben werden sollte. - deutung sen, da von Seiten der Vorsteher eine Er- o en leut c eit T Jer Bewill . tionsbev neuerung für nicht ratsam gehalten wur- Als eine wichtige Einrichtung zur öffent- rotz.der ezüil! igzung. eines Zuschyzsoz land er de. Das mittlerweile auf ca. 10 000 Mark lichen Meinungsäußerung wurde eine ron 400 Mark lübisch durch die Delibe- nicht. angewachsene Kapital verwendete die Utz ich 5:tenüs Zeitung ange fzlourettumumrz.on . yu 1321 Nachder: Gesellschaft für eine andere Einrichtung sehen. So gingen auch ce, seit ius: : Pr gicktzurä , hundert ; . C; . > üer Gemeinnützigen zu beobachtenden. [; jekt zurück, so daß es damit zu- undert f; é _zwVenns. Zr Ltd: szcztici»ucgen V U cae Echtuns.: Veit nächst von der Gesellschaft aufgegeben urn. verbunden eine Gewerbsniederlage. Mitte der 20er Jahre des 19. Jahrhun- Frurde. hf. Hiescx solir : f heizti Jerts erschienen in unregelmäßigen Ab- Mie stark dennoch das Verlangen nach § ese Z: tollte n siuen. es Lunischen ständen Beilagen der Gemeinnützigen Öffentlichkeit war, zeigt ein Aufsatz N. Ut Lum s. § t L: n. ihre „y den Lübeckischen Anzeigen, in denen H. Müllers. Müller sieht in der Öffent- udien Zgtlis [Etcau orten zum gjjie über verschiedene technische Neue- lichkeit und damit im Wochenblatt pri- Ess ceundte ss " qu Une rungen berichteten. mär ein Instrument zur Kontrolle und E Ersgukter. quemsre Zu unter ä4nfang der 30er Jahre setzte eine lebhaf- Verbesserung der Staatsverwaltung: Veral Durch die 1843 d : te Diskussion innerhalb des Vereins über ; Warum scheut man denn so sehr alle c . is. U L les Tischlern Se- cin gemeinnütziges Wochenblatt ein, die Ökkentlichkeit? Doch wohl nur, weil man „M O E ders 1 \ “. nie Ver ue wachte sich zunächst dahin ging. die Vorlesungen zu fühlt, daß unsere Handlungen das Licht ält bels iy ts sans b Hs! ar. Die Vor- ccröffentlichen, um dadurch „„noch kräf- scheuen müssen, weil wir die uns verlie- altere tr er sÂsÑ U Y t “evo diese Ent- tiger in das öffentliche Leben eingreifen hene Macht nur zu diesem (dem Privat- si a E np. qu . Pu € en. bztde r können“. Die Gesellschaft solle der nutzen), nicht zum allgemeinen Wohle, y Fr a. er und Ef ore uus vos . pr ur- gu gründenden Zeitschrift das Funda- wozu sie uns doch allein anvertraut ist, ss ; te. uud Eigen itiative der Handwer. ment geben und „eine Zeitschrift ans mißbrauchen?“ Die öffentliche Meinung FKor Licht treten lassen, die gleichsam das öf- aber verhinderte diesen Machtmiß- meinsch Spar. und Anleihe] fentliche Organ ihrer Wirksamkeit wür- brauch und werde damit auch in Lübeck bs Das progressive Denken wird insbeson- r Diese h r§zuuren Lv ha. f.; H96 l Iurtster zuale.n qutey Heiliger dere an der „Spar- und Anleihekasse“| Christian Gerhard H wars ste Die Hefttigkei i f i um 14. ) deutlich. Die Kasse war gleichzeitig eine gen und Ziele des geplanten Wochen- Pr tr ur Psrsior uw 4- Nolksts Spar- und Anleihkasse und der Kunden- dblatts. Äußerungen J. A. Amanns aus dem Mai e ! 11)
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