Full text: Lübeckische Blätter. 1983 (143)

1811 an die kranzösische Präfektur in tionsschule in Kürze dem Staat überant- Freistaat Lübeck aber war der von J. H. Hamburg. Trotz dieser Appelle und der wortet werden könne. Doch der erste Sahn vorgeschlagene Umbau des am () Tatsache, daß die kranzösische Marine Schritt im Hinblick auf die Übernahme Mühlentor gelegenen Kaiserturms bei die Mehrzahl der früheren Absolventen der Privaten Anstalt als öffentlich-recht- einer Baukostensumme von 3330 Mark t der Navigationsschule emgezogen hatte liche Seefahrtsschule wurde von Seiten für die Navigationsschule zu teuer. Da . und auch ,für sehr brauchbar erachte- der Behörden erst 1819 unternommen, auch die Gesellschaft die Umbaukosten G te, geschah von Seiten des Staates zur als sich der Senat bereit erklärte, dem nicht tragen konnte, schritt der Lehrbe- ! Unterstützung der Anstalt nichts. Sie Lehrer der Schule ein jährliches Gehalt trieb behelfsmäßig in der gewohnten Art § mußte daher Ende 1811 geschlossen wer- aus der Staatskasse zu zahlen. 1822 ver- fort. 12 den. Der drohende F ortgang des Naviga- langte die Gesellschaft aber mit Nach- Vor erneute finanzielle Probleme wurde 18 tionslehrers J. H. Sahn aus Lübeck ver- druck eine Verstaatlichung der Anstalt. die Gesellschaft zur Beförderung ge- . anlaßte Suhl aber am 16. Mai 1814, in ein Von der Ubernahme der Navigations- meinnütziger Tätigkeit gestellt, als 1824 f nem Briek an die wortführenden Alter- schule in die Hände der städtischen Ver- die kaufmännischen Kollegien ihre Sub- y sten der Kollegien Geldmittel zur Wie- waltung erhoffte sich die Gesellschaft. skriptionsbeiträge nicht mehr zahlen E dereröffnung der Anstalt zu erbitten. daß damit auch die Prüfungen an dieser wollten. In ihrem Schreiben vom 30. Juli N: Dieser Aufruf zur erneuten Subskription Ausbildungsstätte einen öffentlich- 1824 hatten die Kollegien ausdrücklich 1 für die Seefahrtsschule blieb nicht ohne rechtlich abgesicherten Monopolcharak- darauf hingewiesen, daß die Gesellschaft #. Erfolg. So waren die kaufmännischen ter erhielten, in der Art, daß die Navigar- sich bei Unterstützungsforderungen Li- Korporationen bereit, im Zeitraum von tionsschule allein berechtigt sei, das künftig an den Rat der Stadt wenden 18 1815 bis 1819 Jährlich Insgesamt 58(0 Steuermannspatent zu verleihen. So ist sollte. . Mark zu zahlen. Die Gesellschaft zur Ber es um 1820 wiederholt vorgekommen, ». lie. förderung gemeinnütziger Tätigkeit be- daß ehemalige Schüler der Seefahrts. 1825 Übernahme durch den Staat si teiligte sich mit 150 Mark an der Jährli- schule anderen Seeleuten Privatunter- Am 24. November 1824 beantragte dann h chen Unterhaltung der Schule. Von die- richt in der Nautik erteilten und so der die Gesellschaft beim Senat der Stadt ts ser, mit 730 Mark recht geringen, Ein- Schülerfrequenz der Navigationsschule Lübeck die Übernahme der Navigations- ng nahmesumme empfing der Navigations- erheblich schadeten. schule als Staatsanstalt. Diesem Antrag en lehrer Sahn 400 Mark Jahresgehalt. Er Im Jahre 1822 wurde von den Vorster wurde auch am 9. März 1825 entspro- en Stand sich damit Jetzt wirtschaftlich er- hern festgestellt, daß diese Bildungsstät- chen und das Institut unmittelbar vom M heblich schlechter als in der Anfangspe- te buchstäblich „ihrem Untergang im- Staat übernommen. Mit den besten en viode der Schule, als ihm die Gesellschaft mer näher käme“, je mehr Schüler sie Wünschen für ein gedeihliches Aufblü- en vertragsgemäß 250 Mark je Quartal aus- selbst als gut ausgebildet entließ. Die hen übergab die Gesellschaft diese Schu- M Vorsteherschaft der Lübecker Navigar le der Obhut der Hansestadt Lübeck. en lndieser mißlichen Lage wurde ihm 1819 tionsschule forderte daher eine obrig. Dazu führt der bisherige Vorsteher der .it- eine Lehrerstelle an der Navigations- keitsrechtliche Verordnung, die sicher- Anstalt, F. Boldemann., in seinem Ab- s- schule in Hamburg angeboten. Der dro- stellen sollte, daß nur der Seemann iin die schlußbericht vom 21. März 1825 aus: zur hende Fortgang des geschätzten Astro- Kommandostelle eines Steuermanns „Möge in der heranwachsenden Jugend us. nomen veranlaßte am 20. Juli 1819 die aufrücken dürfe, der vor dem Prüfungs- dieser Stadt, welche dem Dreyzack re: Gesellschaft zur Beförderung gemein- ausschuß der Navigationsschule sein schwört, das Geschlecht erblühen, wel- nütziger Tätigkeit, für Sahn ein staatli-. Steuermannsexamen abgelegt ; hatte. ches Mut und Geschicklichkeit gegen die ler1 ches Jahresgehalt von 600 Mark zu bean- Das andere Moment, das für die Ver- Gewalt des Mächtigeren in die Schale ier tragen. Vber diese Eingabe wurde am 7. staatlichung der Anstalt ausschlagge- legt, und ihm für die Flagge und den Na- i.. August 1819 positiv vom Senat der Stadt bend war, lag in der stetig anwachsenden men des alten Hauptes der Hansa die ien! entschieden und der Zuschuß von 600 kinanziellen Belastung, die der Lehrbe- Achtung abzwingt, die er dem Feigen leni Mark bewilligt. Auch die Gesellschaft trieb der Navigationsschule mit sich und Unwissenden versagen müßte. “ Die fr erhöhte ihre jährlichen Aufwendungen brachte. So war es zur Aufrechterhal- Waffen, welche uns zur See zu kühren d.. für die Schule auf 300 Mark, ebenso wa- tung geregelter Unterrichtsarbeit, insbe- übrigblieben, sind unsichtbar, aber nicht h f ren die Subventionen der kaufmänni- sondere im Hinblick auf die durchzufüh- minder probat als die sichtbaren. Glück . . schen Korporationen bis zum Jahr 1824 renden astronomischen Beobachtungen, zu! kür die Werkstätte worin sie ge- | si verlängert worden. Aber als die Vorste- unumgänglich geworden, die Schule mit schmiedet und geschliffen werden. {ut her der Navigationsschule T. S. A. Tren- einer Sternwarte auszustatten. Eine ent- Norbert Weppelmann delenburg und F. Boldemann am 1. sprechende räumliche Unterbringung März 1824 bei den kaufmännischen Kol- der Navigationsschulen in den Städten P Ik sten um . legien erneut für fünf Jahre um Unter- Bremen, Hamburg, Stettin, Danzig und er song 0 ich stützungsbeiträge nachsuchten, erhiel- Königsberg konnte die gemeinnützige 3,5 Millionen senken nde ten sie von diesen einen ablehnenden Gesellschaft bereits 1822 der Stadtver- in der LübsckerVerwaliun g freiwerden- e. Bescheid. V Hesclzch«kt ztauc "uu waltung in Lübeck achycisen. Dem de Planstellen dürfen künftig erst nach m. vor der Entscheidung, die Kosten er wieder besetzt werden. P U selhzt zu tragen oder die Schule C _ j . . : fm Motrign V Senat der Hansestadt. j] Uzuhchen. E 23.7. tx ieser Sperrfristrege- w j LS rtr rr r p Et c ,t. ct Verstaatlichung M nur nach Prüfung unter Anwendung ei- t Da Hie Ausbildung angehender Steuer- Erwarten Sie Gäste? hes strengen Maßstabes genehmigt wer- atli| leute in der Navigationsschule kür die Wir liefern: den. ' . : , Al Schiffahrt „als durchaus notwendig und warme u. kalte Küche Die Uesetrunzsperrßrizt gehör! zus ) r in nützlich allgemein anerkannt worden mit Koch, Kellner u. [1z5upen. 4zr:h tis Us Harrertaci aire war“, rechnete Ludwig Suhl schon 1808 Geschirr! b i ss! ryuschtztten lied] damit, daß diese von der Gesellschaft INGE UND PETER SCHUBACK erqus ugs z un t j;ruent .LÂ! ge.! zur Bekörderung gemeinnütziger Tätig- Königstraße 5-7 - Telefon 7 38 12 sind etwa 3, pril keit versuchsweise eingerichtete Naviga- wil] Z JQ
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