Full text: Lübeckische Blätter. 1983 (143)

Ein Holzhaus aus dem 12. ahrhundert . ® . . .. ; Wichtiger Fund tür Lübecks Stadt- und H atkengeschichte Auf der Suche nach Spuren aus dem 12. Jahrhundert in Lübeck sind die Forsche etzt „kündig“ geworden. Einem For- ;cherteam des Amtes für Vor- und Früh- geschichte unter Leitung von Dr. Man- fred Gläser ist es gelungen, bei Grabun- ven im Keller des Hauses Alfstraße 38 an der Untertrave ein fast komplettes Holz aus freizulegen. Das in seinen Abmes ungen quadratische Haus von 3,84 x ; s4 Metern hat eine Grundfläche von 15 Duadratmetern. Das Einmalige des Fun- Jes besteht darin, daß zum ersten Mal in , Lübeck ein Haus aus dem 12. Jahrhun S§ muß dert freigelest wurde, dessen Schwell matik balken, Pfosten und Überreste der Stän k ze. der sowie Wandbohlen und Fußboden- 1.1 Po. dielen mehr als sieben Jahrhunderte tale. hiberdauert haben._ bigen, ie lange das Haus genutzt wurde, läßt denn zich nicht nachweisen. Fest steht aber, schon dals es abgebrannt ist, der Bauschutt ind im nlaniert wurde und über der Ruine der rigen: eute noch erhaltene romanische Stein- taktes hau aus dem frühen 13. Jahrhundert er nhaus ichtet wurde. | Finke Jahrgenaue Holzdatierungen konnten, ie Dr. Gläser betonte, bisher noch f ] nicht vorgenommen werden. Die Entste € hungszeit des Holzhauses läßt sich je doch aus Schichtbezügen und aus Kera- mikfundcden mit an Sicherheit grenzende ahrscheinlichkeit in die zweite Hälfte des 12. J ahrhunderts zurückdatieren. Bei den aufwendigen Grabungen im EM!. vun; .rnisie- tenen Keramikfkässern eine nur wenige er Alb Zentimeter große, aus Horn gekertigte soll ei- adel geborgen werden, von der die die ge- Forscher vermuten, daß sie entweder als t und Anstecknadel oder als Arbeitsnadel fü stücks- die Herstellung von Kleidung benutzt bracht worden ist. Ein Holzknebel aus Eichen- ielrall holz, über die Jahrhunderte gut erhal‘ Mehr als 7 Jahrhunderte haben die Holzbohlen des Hauses überdauert. n. die jtlen, läßt vermuten, daß es sich hierbei Fotos (4): Jo Marwitzky m den Bestandteil einer Schiffstakelage Schrift andelt. Konnte. Damit wäre die bisherige Er- ten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts äumen hie Grabungen im Hause Alfstraße 38, Kenntnis, daß Lübecks erster Hafen in stammen. durch- achen gleichzeitig Aussagen möglich der Nähe der Holstenbrücke gelegen ie Dr. Gläser weiter mitteilte, haben oderni- ber den ältesten Hafen des deutschen Mar, kaum länger haltlba. die Grabungen wichtige Hinweise er- günsti: übeck. Bohrungen und Grabungen ha-! Als gesicherte Erkenntnis für das Vor- bracht auf die möglicherweise erste Tra- n. Diel hen inzwischen die Gewißheit erbracht, handensein einer hafenähnlichen Anla- esiedlung, aus der abgeleitet werden he der daß im 12. Jahrhundert nur n c Uferbefestigungen und Boh könne, daß der Ursprung Lübecks in die- sonen. gjywischen Braun- und Mengstraße in dem enwese, die bei den Grabungen gefun- Sem Bereich gelegen haben muß. Auf je- bestim | Const sumpfigen Gelände als Hafenein- den wurden. Die vom Holzbiologischen den Fall sei ein wichtiger Beitrag er- lea ichtung in Frage kam. Hier scheint die Institut in Hamburg durchgeführten bracht worden zur Erforschung des 12 en sind einzige Stelle gewesen zu sein, anderdie ahrgenauen Holzdatierungen weisen |] ahrhunderts; dieser Zeitraum sei bei ar- Trave trockenen Fußes erreicht werden gcexakt aus. daß diese Funde aus den letz- chäolo gischen Untersuchungen in der stellen r Ä . S p ./ as vielseitige Fachgeschäft seit 125 Jahren ä ttlich pu. MUÜHLENSTRASSE 26,. RUF 7 65 41 Schreibwaren - Bürobedarf - eschenkartikel - Mal- und Künstlerbedarf - eigene Druckereien le Pd 1 Js
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