Full text: Lübeckische Blätter. 1983 (143)

Lübeck während der NS-Herrschaft“ Le 99 . .. ," Erinnerung eines Lübeckers an die Vorgänge damals Er Zu der Ausstellung „Lübeck während der wurde durch Einbau eines höheren Fuß- Siedlungen Als B NS-Herrschaft“ und zu der in der Lübek- bodens diese Gefahr beseitigt. Unverständlich ist, daß die Siedlungen becks kischen Blättern abgedruckten Eröff. Der zweite nahezu unveränderte Raum dem Dritten Reich zugeschrieben wer. Artike nungsrede von Dr. Schadendorf veröf- ist das oberste Geschoß im Süderturm, den; denn sowohl Dornbreite als auch fahru! fentlichen wir als Leserbrief nachstenen- der u. a. die Erinnerungen an Gustav Karlshof und Brandenbaum entstanden Mann de Zuschrift von Schulrat a. D. Wilhelm Wwlasa zeigt. Im Holstentor fand auch das gleich nach dem I. Weltkrieg, und dee ve gen Stier, der aus seiner Kenntnis der damali- großartige Lübeck-Modell von Asmus kommunistische „Bauverein Selbsthilfe“ gen Verhältnisse Stellung nimmt.. Jessen eine würdige Stätte, das er 1935 - errichtete die Reihenhäuser an der fr M ¡e im St.-Annen.Museum gezeigte sehr und nicht 1934 - für die große Ausstel- Friedrichstraße. Gerade diese Siedlun- y! . P pur uuns die L Lü- lung der Lübecker Schulen „Lübeck und gen waren den Nationalsozialisten ein § Gs eindruck L ' E 55 151 Ntionalso: der nordische Kulturkreis“ mit Schülern Dorn im Auge, weil in diesen Häusern, ck beck währen . s stellt. ist sehr der O2D geschaffen hatte. Hier fanden die ja meist auf eigenem Grund und Bo. es [>! s. s itet und in glänzender auch in dem einen Geschoß des Norder- den standen, sehr selbstbewußte Men- tc t O fqrveree rue rr. und turms, das dem Lübecker Bürgerhaus schen wohnten. Daß die Nazis diese § t ; ge Ur Jedoch in den F V csiochst gewidmet war, die beiden großen Haus- Siedlungen später als ihr Verdienst her. jtur tr :5590: u. ist der Wortlaut modelle ihren Platz, die Johannes Klök- ausstellten, braucht uns nicht zu wun. .- Je: tts Eu et. 2.1 abgedruckt, zu der king von der „Alten-Stadt-Mittelschule“ dern. . noch einiges zu sagen ist. ICh nehme mir hatte bauen lassen. dukt v das Recht dazu heraus, weilich die ganze 1Runkerbau Die Synagoge zu gul ud g ESE H dic Partei cinzutrcten; ur: ist gerade das Sr eupiu der Es war schon eine Tat, auf die ich noch Kedak Da wird u. a. gesagt, 1934 wird das Hol- Fall. Denn der Leiter aller Luftschutz- heute stolz bin. Denn kurz vor der Kr. lich g stentor vereinnahmt. Gedenkstätte und hbauten war Oberbaurat Dr. Hespeler stallnacht kamen zwei Polizeibeamte in Worte Wehrmuseum werden zum Symbol des und der sagte mit Recht: „Diese Bunker Zivil, die ich von der Polizeischule her Einkäl] Militarismus. Dabei waren die Pläne der werdensosolide gebaut, daß sie für Jahr- gut kannte, zu mir mit der Mitteilung; dagege Holstentorrestaurierung schon in den hunderte bestehen können. Sie müssen „Herr Stier, die Synagoge soll brennens. go Th Jahren vorher gefaßt worden, aber es also eine Form und Größe erhalten, die Ich schaltete nicht sofort, weil ich in den hunde; soll nicht verschwiegen werden, daß der sich dem Stadtbild und ihrer Umgebung fünf Jahren doch schon sehr müde ge. denten Anfang dieser Arbeiten tatsächlich erst anpaßt.“ Und dann kam der wie immer worden war und kam erst zur klaren Ein. ten un von den Nationalsozialisten begonnen ideenreiche Johannes Klöcking auf den sicht, als sie kortfuhren: „Aber das St.. und 3. und dann auch durchgeführt worden ist. Gedanken, dann könne man ja auch viel- Annen-Museum ist doch gleich dane. s Aber wenn das Museum in seiner dama- leicht historische Vorbilder nehmen und ben“. Und sie wußten von meinen Füh. Leider ligen Gestalt und mit seinem damaligen damit die Erinnerung wachhalten. rungen her, daß der Boden ein einziges mas M Inhalt heute noch bestünde, so brauchte Hespeler griff diesen Gedanken sofort Möbelmagazin war, dals also schon ein aus de kein einziges Stück verändert oder bet s1cpsie, . entstanden der Mühlentor- kleiner Funke genügt hätte. T hon: i i ß §SO ze . y z feht oleineu Sen vst. >uururu i s;;ss f bus Weil ich wußte, daß ich immer beobach. (uso graphie Lübecks, die Ysschichts des der Obertrave zes die alte Wasserkunst tst verde . ßte ich cus Zsit Z rr.th tzrqui stiouns. die Hanse-Zeit, die j ; > J ; nen Bl! fizithctesicuts. Jr tnr- Jen. Cin astbot tm ceteutat: aug s: J0T.15-412s konnte. um sctiste schnitt c O F~ die kaiserliche Marine, den Weltkrieg in Neuschöpfu zuleiten. Ich ging zu Johannes Warncke, muß u Feld und Heimat - und auch gen Auk Es s unt einen erbitterten Wider- lgtséu 12B ét!ctdel! Jeck 1uy zross size bruch der Nation. Aber wer im fertisen Jtand der Partei und vor allen Dingender gj : ; ä . cv y tr ie Holstentor-Museum diesen zuletzt ge- J uftschutzleute gegen diese Formen, die gingen gemeinsam zu cem emzigen küh. Beispic w wut zpätte ziel von ihrem Standpunkt aus wirklich sehr ieder nution:uazialistgy. zu sr ges me von der ehemaligen Ausstattung sind hrsteitar puren: denn mesuuet wurd meister Böhmcker. Er hatte die Lage so. ten“ Te nahezu unverändert geblieben und ge- [u en 1 Eutetlen SOgA! | s zerren kort erkannt, machte aber zur Bedin yversuc ben ein klares Bild davon, wie das Mu- Urt. h “moct. onuic j ss : §sp er gung, daß niemand erfahren dürfe, vor rückert seum damals eingerichtet worden war. fue seen: d 1ay n sch . wem diese Sache ausging. ce Da ist im Süderturm im Untergeschoß wie es nach den Plänen der damaligen So blieb es dann zur großen Empörung ein Jah die sogenannte Torturkammer, die eir Luftschutzleiter geplant war, an der Ek- der schon stark alkoholisierten SA-Leu und ve gentlich eine Notlösung darstellt, denn ke Parade/Domkirchhokt ein solcher Ber- te nur bei der sinnlosen Zerstörung der in eine! da das Tor-Pfahlfundament in dem moo- tonklotz stehen würde, wie wir ihn jetzt Innern der Synagoge, wie ja die Ausstel. ; rigen Boden gut 1%2 Meter tief.einge- in der Schildstraße oder auch der Dr.-Ju. lung im Museum erkennen läßt. Es is So wei drückt worden war, kommt hier das lius-Leber-Straße neben dem Ordnungs- nicht schwer, sich vorzustellen, was mi tum. v Hochwasser durch die Sielanlagen her- amt noch „bewundern“ können. Es gab uns Fünfen geschehen wäre, hätte di: zu ist s ein, so daB dieser Raum für irgendwels damals zum Teil sehr erregte Debatten, Parteispitze davon erfahren. Es drängte renany che empfindlichen Museumsgegenstän- und einmal fiel sogar seitens eines Partei mich zu diesen Erklärungen diet de ausschied. Die durch die Dauer der funktionärs das Wort „Sabotage“. Es Wunsch, auch die damalige Zeit objekti Feuchtigkeit entstehende moderige Luft war also nicht so ganz ungefährlich, auch zu sehen, so weit es für einen einzelne... paßt gut zu dem schaurigen, hier zusam- auf diesem Gebiet eine eigene Meinung Menschen möglich ist. 1cZorm| mengetragenen Inhalt. Im Norderturm zu haben. W . Stie; 1 I
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