Full text: Lübeckische Blätter. 1982 (142)

nommen werden müsse, weil soziale Inter Gesamtschulversuche in Elmshorn, Flens- schiedet. Darin heißt es: „Unser heutiges §( gration vorrangig sei. Zwar bleibt ein Ge- burg, Kiel und Neumünster deshalb ent- Gesellschaftssystem entspricht nicht dem samtschüler nicht sitzen, doch da die Schür schlossen, weil in diesen Großstädten ein Auftrag des Grundgesetzes ... Daher muß u ler entsprechenden Kursen zugewiesen uvielfälti rcz Schulangebote besteht als in dieses System verändert werden. Schule ist Aukffäl werden r auch sie bei fuzeesen L'ütjentecr wo die Gesamtschule alleini- geeignet, zu dieser Veränderung beizutra- Ausst: den Leistungen die negative Erfahrung des ges s O e besaß. gen, indem sie die Schüler entsprechend im D Absteigens. Dieses ständige Auf- und Ab- befähigt. Daher sollte Schulreform Le- !.. stufen der Schüler in ihren Leistungskursen Gymnasium als Standesschule? macht tset Ferit Hich cis Yezlsch.t s ü î it sx& t : : ändert, und nicht nur, weil s1e ert. ,Yurt wos er UM . hÞuuÄÂ qe! Erst ur Hsi0as en mots Gesamtschulreform müßte Vsszhot gesell- K §zsttch s These , iu Gesothtzchuler gäbe den USA Gesamtschulen oder vergleichba- schaftlichen Fortschritts ein L.. sss § he! . U E OC CV re Schulformen existieren, erscheint wenig Jn allen sozialdemokratisch oder von so- Ausste Ern. vi ällig. L € o. eis Ef j § überzeugend, weil man heute gerade aus zjalliberalen Koalitionen regierten Bundes- lich s chüler naben in der Gesamtschule mer diesen Ländern ein Lob des herkömmli- |zndern wurden großangelegte Werbekam- selbst schvtepsst ée! Yutszt. Hel . ständig chen deutschen Schulsystems hört. Wer hagnen gestartet. In den Chor stimmtvor gedcruc ss m. sans m!r Esens s§ u 4 meint, dieses sei verkrustet, das Gymna- gallem die Gewerkschaft Erziehung und detaill ihre mangelnde Leistungstähigkeit ertan- Jium sei eine Standesschule, in der Arbei- wissenschaft (GEW) mit ein. Auch im Lübsc ren. Gerade hier gibt es zahlreiche Beispie- terkinder erheblich unterrepräsentiert sei- Bereich der Medien und des Verlagswesens gut eil [ für Erziehüngssc hvisrigkeiten durch en, dagegen Kinder höherer Sozialschichr gtellte man sich schnell auf diesen Trend Hase sutzestqute ELgrzionts. e eh iu Un- ten ihre alten Bildungsprivilegien konser- yum. Schließlich hat sich die mit Millionen- .sct je uud Ferstönms eutladen. Vas nsau vieren wollten, vergißt, daß das gegliederte heträgen aus Bundesmitteln geförderte Ge- fue menwürkeln höchst unterschiedlicher Be Schulwesen gerade wegen seines differen- jmeinnützige Gesellschaft Gesamtschule ki oh gabungen trägt anstelle sozialer Integration zierten Angebots an alle Bevölkerungs- zum Ziel gesetzt, ihre Ideen voranzutrei- k!! § zu einem aggressiven Gegeneinander bei. cJchichten zur Zufriedenheit funktioniert hen und in die Praxis umzusetzen. .. u Die Gesamtschule ist teurer htai. Hor Bseuch ! emen Lürecke! Gym; Für Lübeck erarbeiteten Mitglieder der dergel Wenn der Klassenverband weitgehend auf- ast usr cer fewer crwunssn. Lehrergewerkschaft Zielvorstellungen für Mediv gelöst wird und bereits im Alter von 10 Mit dem Anspruch auf Förderung von Ar- cine Gesamtschule, die zur Gründung der minde Jahren die Mitschüler in den Leistungskur- beiterkindern, Herstellung von Chancen- Elterninitiative „Forum Gesamtschule Lü- gesetz sen von Stunde zu Stunde wechseln, kann Sleichheit für alle Schüler und Betonung heck“ führten. Deren Aktivitäten sollen oft m enge Kommunikation nicht mehr L ElEi. sozialen Lernens wollte man offensichtlich Bürgerschaft und Kultusministerium davon auch ( hen, zumal eine Integrierte Gesamtschule das bisherige Gymnasium als kinderkeind- überzeugen, daß in Lübeck eine integrierte ren. § mit ihrer zwangsweise hohen Schülerzah] Iich diffamieren. Dagegen sollte mit der Gesamtschule dringend nötig sei. Da eine K ornre mehr einer Bildungsfabrik ähnelt als einem Einführung der Gesamtschule wohl nichtin Gesamtschulkonzeption personell wie ma- fehlte Ort sozialen Lernens. Wem die Geborgen- Srster Linie eine pädagogische Reform be- teriell besonders großzügige Ausstattung Komn heit des eigenen Klassenraums und die trieben werden, sondern als Endziel is voraussetzt, ~ der Mehrbedarf an Lehr- hier ei Bezugsperson des Klassenlehrers fehlen Veränderung der Ge jellzchakt. Der Vorsit- kräften gegenüber dem gegliederten Schul- träglic geht in anonymer Masse unter. An cite. zende der schleswig-holsteinischen SPD- system beträgt etwa 40 %%, ~ kann man sich 1 Schule mit bis zu 1500 Schülern unterrich- Landtagsfraktion, KI. Matthiesen, schrieb allein aufgrund der allgemein desolaten [y 2. ten mindestens 70 bis 100 Lehrer, die zu 1978 in der Frankfurter Rundschau: „Die Finanzsituation vorstellen, daß einem sol- Refor den ihnen anvertrauten Schülern keinen Frage der Gesamtschule als Einheitsschule chen Projekt z.Zt. wenig Chancen einge- ggnsch persönlichen Kontakt mehr besitzen kön. tür alle ist verbunden mit der Frs räumt werden können. hrey! nen. Das verstößt gegen die einfachsten t wer n r.. Füzerth! s Der Publizist und Pädagoge Werner Klose s Gehete r utrehuhs: niugrr cn s sozialen Reformbewegungen unserer Ge- zur fsrre nccauu zr ut de Ute: brauchen Freunde und Lehrer, die sie 7 Er- zchichte. qu Ert Fe t uche é sönlich kennen. Auch sind G z Un Der schulpolitische Sprecher dieser Frak- Eels kues zus tds personell und materiell Extrem teuer und tion, Dr. J. Lohmann, erklärte auf einem Äsrtt aufwendiger, teurer und bürokrati- [t erfordern hohe Investitionen. Sie kosten Bundeskongreß der Gemeinnützigen Ges cchetäls mittelgroße Schulen. Die Massen- „Mi ft st rund 50 % mehr als Haupt-, sellschaft Gesamtschule: „Die Gesamt- schule verplant Kinder und Jugendliche zu Es SC s und Gymnasium zusammen. schule hat neue gesellschaftliche Ziele ge- anonymen Kursteilnehmern und wider- D» Ius kühlen sich die Regelschulen mit schaffen, daß mehr Gleichheit, mehr spricht damit Elementarforderungen mo- ec twüetzetent Deren Argument, bei Menschlichkeit und mehr Solidarität in der derner Jugendpsychologie. Vernünftige gleicher Ausstattung wesentlich mehr lei- Schule möglich sind. Sie spricht damit die Differenzierung ist auch im gegenwärtigen UE EFIP tdea eretîcbattiner uus q.. se czvtmazerecügtch. vent Bicvngrsiis mitteln og die z versorgt, Gesellschaft ou. werden müssen: die [7§.36% Neige ffn der Keitreenarttnzis wären sie diesen noch weiter überlegen. Arbeiterschaft und die radikaldemokratir Charakter und Intellekt wachsen und kräf- Nachdem sich politisch aufgeheizte Eupho- sche Intelligenz.“ Wenn derselbe Sprecher tigen sich auch am Widerstand. Gesamt- rie etwas gelegt hat, haben auch Politiker kürzlich öffentlich in Lübeck behauptete, schulen sind kein Ersatz für das vorhande- ihre Vorstellungen von der Gesamtschule daß Jugendliche, obwohl sie von der ne, historisch gewachsene Bildungswesen, inzwischen weitgehend zurückgeschraubt. Grundschule zur Hauptschule empfohlen Jas sich Reformen ständig offen halten So meint Bundesbildungsminister Eng- wurden, durch den Besuch einer Gesamt- muß. Gesamtschulen sind aber als Versuch holm heute, daß diese Schulform nicht schule Zur Hochschulreife gelangten, kann und als Diskussionsbeitrag zu begrüßen, mehr als Regel, sondern gleichberechtigt diese Aussage nicht beanspruchen, ernst wenn sie Arbeitstechniken entwickeln, die neben den herkömmlichen Schulen und nur Senommen zu werden. unsere heutige Schule verbessern. Daß sie dort einzurichten sei, wo die Eltern dieses Bereits 1971 wurden auf einem Landeskon- ein Wundermittel sein könnten, glauben wünschten. Die Landesregierung hat sich greß „Thesen zur Schulreform als Element auch die ernsthaften Fürsprecher dieser für eine Weiterführung von vier der fünk gesellschaftlicher Veränderung“ verabr Versuche nicht.“ Hans Mlillies K4
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