Full text: Lübeckische Blätter. 1982 (142)

ler h! Dienstagsvorträge zr. 9. März 1982, 20.00 Uhr, Großer Saal der „Gemeinnützigen“ len Günther Hellwig, Lübeck: „Erinnerungen eines Lübecker Geigenbaumeisters ~- Aus der Geschichte des Geigenbaus in A Lübeck - Eine musikalische Plauderei“ n Gemeinsam mit dem Amt für Kultur - „Lübecker Musikfest 1982“ 1en 16. März 1982, 20.00 Uhr, Großer Saal der „Gemeinnützigen“ len Dietrich Wölfel und Arnim Schook, Lübeck: „Lübecks Orgeln in Vergangenheit und Gegenwart“ mit anschließenden chr „Erläuterungen zur Stellwagenorgel in St. Jakobi“ (Mit Lichtbildern) ich Gemeinsam mit dem Amt für Kultur - „Lübecker Musikfest 1982“ Ìns 23. März 1982, 20.00 Uhr, Großer Saal der „Gemeinnützigen“ tk: Ulrich Vultejus, Hannover: „Hindernisse auf dem Weg zu einem sinnvollen Strafurteil“ f') Gemeinsam mit dem Verein für Rechtsfürsorge 21n 12€ ele Terminänderung p Das Sommerkest der Gesellschaft findet am 14. August statt und nicht, wie in Heft 3 der „Lübeckischen Blätter“ 28- gemeldet. am 21. August. 1ch laß | Vielfalt und Wandel des Musizierens im Lauf der Jahrhunderte en Es war eine gute Idee, zum Lübecker in früheren Jahrhunderten orientieren. Er Das schöne bunte Bild einer Kantaten- eit Musikfest neben den vielen Konzerten mit sieht hier, wie einst im 15.017. Jahrhundert probe (Nürnberg -1775) sei stellvertretend im Werken aus „800 Jahre Musik in Lübeck“ dbei festlichen Ereignissen, bei häuslichem für andere erwähnt. es zeigt deutlich den cÖr eine Ausstellung zu planen und zusammen- Tanz, bei Musik im Freien, in der Badstube, Wandel der Instrumente und der Musizier- re; zustellen, um mit Bildern, Fotokopien alter in der Fastnachtszeit und bei anderen Ge- weise im 18. Jahrhundert. Dominierend ist öl- Notationen, Tabulaturen und Manuskcrip- legenheiten musiziert wurde. Aufschluß- jetzt der maestro am Cembalo, von dort aus ich ten anderer Art, auch mit einigen heute reich das illustre Bild einer Abendmahls- sein (bürgerliches) Collogium musicum uf- nicht allgemein bekannten Musikinstru- patene und das aus einem Londoner Ge- dirigierend. ins menten die Vielfalt und den Wandel des betsbuch mit Portativ, Busine, Schalmei. Es fol a Bildberichte vöii den At J. Musizierens aufzuzeigen. Hier kann der Dudelsack, Trommeln, Pommer, Fidel. s ogen u. tin, discn Musiktheatets in od Besucher leicht und schnell informiert wer- Psalterium, Becken, Pauken, Chlavichord, gute "rwe Len k Platz ider 100 den, in welcher Art, bei welchen Gelegen- Trompeten alter Bauart u. a. Instrumenten. [u ee UA ks lc “ck Zütescgtutits heiten und auf was für Musikinstrumenten Interessant die bunte Aufstellung der Spiel- rec ergru A kéäiurict zühlceicher Len. 1er im Laufe der Jahrhunderte gespielt wurde. leute vor einem Kirchenportal (ca. 1500) chäre im 19. Jahrhundert. den Liedértafeln. lt. Erfreulich, plakathaft gleich am I. Pfeiler, bei einem Hochzeitszug (Bremen F 1618) der Musikakademie, den gemischten Chö- ü die kurzgefaßte Musikgeschichte, gleich. und bei einem Hochzeitsmahl (Nürnberg, ren, des Programm des T Karddeutschen im sam als Einführung statt eines längeren 16. Jahrhundert), mit Hinweisen auf die Süngerkestes On 1839 ne kerats. Man ist bemüht, Einblicke zu strengen »Standes-Abgrenzungen . Es kol- _ : Ns: [fler 1 tige weltliche und geistliche ten Bilder vom Singen und Spielen in der Verständlich ist, daß man sich Dokumente h- t? ws sinztge wenn es nicht möglich Reformationszeit in und außerhalb der aus dem 20. Jahrhundert erspart hat, statt- hf :e Zeugnis aus Lübeck zu bringen, da Kirche. dessen Bilder und Daten der Lübecker Dis Uu in krüherer Zeit nicht sehr darauf be- ße; der Weltoffenheit der „Königin der Komponisten bringt, deren Schaffen übst [n. dacht war, für spätere Zeiten dokumentari- Hanse“ gab es in Lübeck ein vielschichtiges die Grenzen unserer Stadt hitgns hohe t "é sche Belege festzuhalten, griff man auf musikalisches Leben, das gewiß reicher erkennung f gefunden hat: Hugo ist z kt. Dokumente aus anderen Städten zurück. war, als aus den wenigen überlieferten Do- Erwin Zillinger, Walter Kraft, Manfre FH So zeigt man, da es kein Bild vom Einzug kumenten zu entnehmen ist. Dietrich HEluse. 1gt des Kaisers Barbarossa in Lübeck gibt (den Buxtehude war nicht nur in Lübeck Ende Arif ie ini Musikjähr1982 erstmals dutch: zu Fanz Anlaß genommennat. das s00j6h- cles 17. Jahrhuncierts (gest. 1707) die über- geführten Vortragskonzerte (lies: Konzerte !! rige Jubiläum zu feiern), ein Gemälde vom ragende schöpferische Persönlichkeit; er mit einführenden Vorträgen) sei nach- t. Einzug cines staufischen Kaisers in Pa- war nicht nur als Meister an der Orgel und drücklich hingewiesen. Aus der Vielzahl [s [;;!?0 (!) Bei dor starken Traditiónstsbut;: Komponist großer Orgelwerke und vieler der im Laufe von acht Jahrhunderten recht Y denheit wird auch Kaiser Karl IV. in Lü- Kantaten bedeutend. Scine instrumentale unterschiedlichen Aktivitäten werden an . beck nicht wesentlich anders empfangen Ensemblemusik, allgemein weniger be- i Abenden ini Dialog von Musiksktügest: His worden sein. Die starke Koppelung von kannt, war von gleicher Wichtigkeit. In der Cchaftlern und Musikern einige exemplari- ss weltlicher und geistlicher Musik rechtfertigt Ausstellung fesseln den Musikliebhaber sche Stationen dem Hörer niter gebracht Its die anschließenden Hinweise durch Bilder Briefe und Manuskripte, besonders Tabu- Z Uncl das ücschieht, der. wcchseindenFhe. af- und Stimmbücher mit verschiedenartiger |aturen. Mit gutem Grund wird hier auch men rufole. in dézu gecigneten Käurmen sis Neumennotation auf den kunstvoll-ein- die Arbeit des Buxtehude-Forschers Bruno an denen Lübeck glücklicherweise reich tk: stimmigen gregorianischen kirchlichen Grusnick gewürdigt; er hat viele Werke für ist. ~ In der Ausstellung kann eine wesent- Irie Chorgesang. Nur: für Interessierte hätte gen praktischen Gebrauch in die heutige lich größere Besucherzahl in prägnanter ia- man eine Choralzeile in unsere heutige Notenschrikt übertragen, und so zu einer Kürze sich leicht und gut Fragen zur Musik- eit Notenschrift übertragen sollen. großartigen Renaissance besonders der praxis vergangener Zeit selbst beantworten. zt) Der Besucher kann sich in dieser Ausstelo Kantaten im europäisch-protestantischen . z lung gut über die musikalischen Praktiken Raum verholfen. Otto Friedrich Schulze P
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