Full text: Lübeckische Blätter. 1982 (142)

Maria Slavona (1865-1931) Sorg Zur Ausstellung im St.- Annen-Museum ern . te Sie muß eine bezaubernde Person gewesen stimmten Fluidum? Sind die Kompositions- (Nr. 9). Zu nennen wären ferner: die »An. Hjekts sein, diese Apothekerstochter aus Lübeck, schwächen, die in ihren späten Blumen- gorakatze‘“ von 1906, Jahre vor Marcs Tier. die finan. die sich im letzten Drittel des vergangenen stücken zutage treten, überhaupt kenn- bildern gemalt, die „Alte Blumenverkäufe. dh. Der. Jahrhunderts gegen alle Widerstände der zeichnend für ihr Werk ... ~ rin“ (Nr. 2) und „Lilly lesend nr 25), d61 von fast 6 Zeit ihren Weg als Künstlerin erkämpfte ßej der Beantwortung solcher Fragen „Margueritenstrauß in blauer Vase von jjjrgersc! und um die Jahrhundertwende in ihrem scheint Vorsicht vous damit man nicht 1903 (Nr. 42) und der eqn: 4uerszrtss Nachsteh. Pariser Heim viel Prominenz um sich ver ungerecht werde. Denn dals Maria Slavona „EHerbstblumenstrauß m fsißer äsc" (Nr] zugsweise sammelte: den alten Pissarro und den jun- zen konnte und bei aller Orientierung an 43). der sonst m BHehnhaus hängt :. Auk des Finar gen Picasso, Munch, Liebermann und Leir Y orbildern doch durchaus auch zu eigen- merksamkeit verdienen schließlich aoch Küttr stikow, Bertha von Suttner und Rainer Ztändigen Leistungen fähig war, macht das f. e! FaztePkiton uns zue eich! uu Maria Rilke. Ihre Mitschülerin in Berlin knappe Dutzend jener wirklich guten Bil- ohnt es sr ü V r kormant U k und München, Käthe Kollwitz, attestierte der deutlich, die über die Räume verstreut aufwendigen „Porträ 1 F Es Cru cee. F ihr, sie sei viel begabter für die Farbe als sie .ind. Auf dieses Dutzend sollte man sich (Nr. 7) zu yervÜilen. un gi ; Ge î dach selbst gewesen, und Theodor Heuss be- ' . . tieren, was sein Thema ist: die Schönheit nem dac f:: u sie später als die damals stärkste konzentrieren. wcnn man Fe ayzzelunz einer großen Pose oder ihre innere Leere Lztezttq deutsche Malerin neben Dora Hitz. Der ne Selbstbildnis on 1887 (Nr. 1) und das (St.- Annen-Museum, bis 28. Februar; Ka- Leider si französische Staat kaufte 1907 ein Bild von jÿheraus eindrucksvoll-resignative von 1910 talog DM 10.-) Horst Hannemann Voraussc ihr für die Sammlung des Luxembourg, und ] übertrofk Ludwig Justi erwarb im Jahre 1927 ihre geprägt d „Häuser am Montmartre“ für die National- desweitel galerie. der Konk Daß ihr von den Museen der Hansestadt kord. Di. Lübeck - zum ersten Male wieder seit 25 angestieg Jahren - anläßlich ihres 50. Todestages tur her ir eine Ausstellung ausgerichtet wurde, ist der Bunt deshalb unbedingt zu begrüßen. Das unein- mit auch geschränkt positive Bild indessen, das Gu- dieser un stav Lindtke vor 25 Jahren vom Werk der hetrofker Künstlerin zeichnete, will sich heute nicht . so recht einstellen. Vielleicht liegt das dar- Defizit y an, daß es inzwischen unmöglich geworden Diese Er ist, dieses Werk seinem Range entspre- ßes Loch chend für ein paar Wochen an einem Orte sen. Wir zu präsentieren, vielleicht auch daran, daß Abrechn man bei der Auswahl allzu unbedenklich mit einer verfuhr oder sich um die Aufbereitung des cherweis zur Verfügung stehenden Materials nicht lich sind hinreichend bemühte. che bei « Die Ausstellung enttäuscht den, der ihr mit a) über hohen Erwartungen entgegensah. So bleibt deant beispielsweise unerfindlich, weshalb die Nach „Landschaft an der Oise“ in zahlreichen b) rund Varianten gezeigt wird, aus deren Ver- schla gleich sich nichts ergibt, oder warum zwei trag | Fassungen der „Häuser am Wasser in Ba- ' den“ zu sehen sind, die sich bloß im Format Von Sei voneinander unterscheiden. Mittelmäßiges brutto s dominiert; fast fühlt man sich versucht, im von der Namen der Künstlerin gegen eine solche und La! Präsentation ihres Werkes zu protestieren. über der Die Ausstellung provoziert mancherlei beträte Fragen. Hat Maria Slavona häufig dasselbe Folge de Motiv gestaltet, weil sich ihr neue nicht s aufdrängten? Beschränkte sich ihr Beitrag Am sch zur Kunst der Jahrhundertwende mögli- lung be cherweise darauf, daß sie vergleichbare der Einl Themen auf die Art gestaltete, die sie bei toeinnal ihren großen Zeitgenossen Pissarro oder Besondté Renoir kennengelernt hatte, ohne daß ihr nerverlv die Gestaltung selbst zum Problem gewor- merkba! den wäre? Huldigte sie einem Impressionis- ner zwis mus aus zweiter Hand? War es in der Tat erneute s0, daß ihre Schaffenskraft erlahmte, als sie DM. D nicht mehr in Paris lebte. in einem be- Das Selbstbildnis von 1887 1979 bis
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