Full text: Lübeckische Blätter. 1982 (142)

vollendet. das ehemals romanische Langhaus hatte ein flachgeneigtes Not- I dach, Querhaus und Chorquadrat ein I Ziegeldach in der alten steilen Gestalt, Bi und der gotische Chor war Ruine. Über sts seinen Wiederaufbau wurde 1959 nicht un gesprochen. p? Das änderte sich im Laute der beiden fol- tir genden Jahre dank der Stiftung Dom zu iC Lübeck: Mit aller Kraft wurden Siche- ' rungs- und Wiederaufbauarbeiten am _ Chor aufgenommen. Die Frage der Be- t handlung der Paradies-Reste - neue Form oder Rekonstruktion oder nur 1. Schutz des Portals - sie trat zurück, bis . 1971 die Hamburger Architekten Sandt- mann und Grundmann, die nach dem H Tode Gulbranssons den Entwurkfsauttrag L: für die Inneneinrichtung des alten Do- & mes erhalten hatten, und auch für eine neue Vorhalle, bis sie Wolkgang Jürgens ermutigten, mit seinen Forschungser- gebnissen an die Öffentlichkeit zu tre- . . ten: Jürgens hatte belegt. daß die viel. Ruine des Paradieses von Norden nach dem Einsturz 1946 kach vertretene Meinung, das Lübecker Domparadies sei nach den Restaurierun- gen des vorigen Jahrhunderts „praktisch ein Neubau“. nicht richtig ist: Funda- mente, Grundriß, Kernmauerwerk, Ge- wölbe, die Gesamtgestalt mit Ausnahme der Dachform, waren alt. Jürgens konn- te weiter nachweisen, daß die Wieder- herstellung des Domparadieses vor 100 Jahren auf gründlichen Untersuchun- gen, vor allem von Friedrich Adler, be- ruht hatte. Drittens konnte er nachwei- sen, daß die mittelalterlichen Stücke der Bauskulptur. die nach dem Einsturz ins Museum und dort in verschiedene De- pots gekommen waren. zusammen mit den am Ort verbliebenen Stücken fast die vollständige individuell bearbeitete Bauskulptur des Paradieses überhaupt bildeten. Was ins Museum gelangt war, war nämlich inzwischen im Laute von gut zwei Jahrzehnten außerhalb der Mu- seumsmauern in Vergessenheit geraten und hatte bei den Diskussionen um das Wie einer neuen Vorhalle keine Rolle mehr gespielt. - Und viertens hatte Wolkgang Jürgens bei seiner wissen- schaftlichen Arbeit in Lübeck und in Lübben im Spreewald viel mehr Foto- grafien, Zeichnungen., Schriftstücke und Bautagebücher erschließen können., als bisher bekannt gewesen waren. Wiederaufbau in Sicht Die Wiederherstellung des Domparadie- zitiere c ses in seiner mittelalterlichen Gestalt sammel! schien nicht mehr ganz unmöglich. Dies mig dafi war auch der Eindruck. der sich den Per- begrüße sönlichkeiten aus Kirchenleitung, Dom- aus Har vorstand, Stiftune Dom und Denkmal- ben nun pflege aufdrängte, als Jürgens ihnen am Paradie: 22. September 1971 seine Erkenntnisse Was sI vortrug. Das Protokoll hat damals der daß sie . Pastor am Dom und Senior der Lübecker Paradies von Nordosten nach der Wiederherstellung, Zustand September 1982 ses für c Kirche Karlheinz Stoll abgefaßt, und ich (Foto: Jutta Brüdern) tretbare ) [.
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