Full text: Lübeckische Blätter. 1981 (141)

. es EI lOilly Kalius : ZH. E Malermeister the y vs .. . . G Sediegene cFarbgebungen und DBapeten "t Ein Begriff für Qualität und Frische seit 1900 l2zt..ck, Frick ous;ztcalie I, FZ F? t Au Kollegen und konnte, trotz vieler ausgelan Einleitend zu den kunst- und denkmalhi- le sollten herangezogen werden, wenn über de! gerter Lübecker Archivalien, sehr wesent- storischen Aspekten ist das Kapitel über historisierendes, pseudohistorisches oder Eil liches und neue Gesichtspunkte aufweisen- die Reiseliteratur mit einigen bisher wenig gegenwärtiges Bauen in historischer Umge- Al des Material beibringen und verarbeiten. bekannten Quellen angereichert, es führt bung geredet wird und entschieden werden ge! Die Vergleichssituation von Nürnberg und Zu ersten Würdigungen jenseits subjektiver muß.. üb Lübeck war aus mancherlei Gründen geger Stimmungsberichte, und damit zu ersten Ein Register, nach Städten gegliedert, er- Zy ben: Beide Freie Reichsstädte, beide im 19. Denkmalschutzprogrammen. Da ist vor al- leichtert das rasche Auffinden, das Litera- Pe Jahrhundert noch von der Bausubstanz her lem Carl Friedrich von Rumohr zu erwäh- turverzeichnis hätte man sich noch etwas je: als mittelalterliche Kleinodien zu bezeich- nen, der ab 1813 Pionierarbeit leistete. In umkangreicher gewünscht. - Auch wenn es fri nen. In beiden Städten begann man fast der Schlegelschen Zeitschrift „Deutsches nicht nur um Lübeck geht, - der Vergleich ns gleichzeitig, n Blick für das Gotische nach Museum“ schrieb er über „Die Altertümer mit Nürnberg ist wichtig und informativ - tre Jahrzehnten klassizistischer Prägung zu er. des transalbingischen Sachsens“ und zwei dieses Werk ist seinen Preis wert und ge- Hi langen. Man sah es in schwärmerischer Jahrzehnte später im „Archiv für Staats- hört in die Hand eines jeden Lübeckers, Al Verklärung, restaurierte und baute in dem und Kirchengeschichte der Herzogtümer dier sich seiner Wohn- und Lebensumge- Br neuen Stilverständnis. Beide Städte waren Schleswig, Holstein, Lauenburg“. Ganz bung bewußtist. Dr. Christa Pieske we auch mehr oder minder von katastrophalen deutlich wird die Hinwendung zur Denk- 0] Kriegszerstörungen betroffen und beide malpklege 1n semenm Artikelvon 1837 in den Theater d Musik ti mußten sich, - in Nürnberg allerdings un. Lübeckischen Blättern. Damit werden er un Us1 t gleich stärker ~ mit Neu- und Einbauten dann auch die Vberlegungen und Aktivitä- Siegfried ! 1 befassen. ten mm aller Auskährlichkcit gekenn:cich. Zu welch hohem musikalischen Niveau sich ;! So reizvoll es wäre, dem Nürnberg gewid- net, die GN der „Gesellschaft zur Befs rde- unser Theater aufschwingen kann, zeigte es Té meten Teil der Arbeit einen breiteren "ung gemeinnütziger Tttigkcit aussmsen gqnit der „Siegfried“-Premiere. Begeisterter M Raum zuzugestehen, - rein seitenmäßig h1:] die die Eestré bungen Iulius Mildes Beifall, der die Form von Ovationen an- , überwiegt Nürnberg mit 172 gegenüber (180351875) besleiteten. nahm, war der Lohn für die großen Mühen Fi dem Lübecker Anteil von 117 (für die Diesem Nestor der Denkmalpflege, dem einer Inszenierung in dieser Dimension, d Anmerkungen und das Literaturverzeich- Lübeck Entscheidendes für seine Beach- der Dank an die Sänger, denen ein solcher i nis gilt natürlich das gleiche Verhältnis) , tung als mittelalterliches Konzentrat und Abend die letzten Reserven abfordert. A so mag doch hier vor allem dem Lübecker fùÿr seine Erhaltung verdankt, wird die ent- Unter der Leitung von Matthias Aeschba- : snteresse gefolgt werden. sprechende Würdigung zuteil. Erst diese cher spielte das Orchester ausgewogen in § Das einleitende Kapitel über „Stadtger „Bürgerinitiative“ eines einzelnen Privat- schöner Klangfülle, heikle Soli (Horn!) ts schichte und Stadtgestalt“, in dem die poli mannes, der seine Kenntnisse und seine wurden gemeistert, dynamische Schattie- ti tischen und wirtschaftlichen Entwicklun- künstlerischen Fähigkeiten einsetzte, schuf rungen überzeugten. Sicher wurden die H gen Lübecks im 19. Jahrhundert knapp und Bewußtsein und ließ Handlungen folgen. Sänger von der Dirigentenhand durch die hi einprägsam skizziert sind, gibt die Grundla-. Auf diesem Boden entwickelten sich dann riesigen Partien geführt - es war eine groß- ki ge für alle weiteren Darstellungen. In einer später, vor allem nach der Reichsgrün- artige Leistung! Stadt mit der mittelalterlichen Parzellen- dung, die großen offiziellen Restaurierun- : L U: 3 M struktur, die erst im 18. Jahrhundert durch gen wie die des Holstentores oder des Rat- etulict drei Sängern gebührt der js gelegentliches Zusammenlegen von Gier hauses. Das reichlich vorhandene Archiv- Kuhr; Ftsze kzssrichs (Mira). Anthon z! belhäusern zu Traufenbauten im Zuge des material gestattet hier eine detaillierte Be- Raffell (Wanderer Wotan) unc Elliot Palay ' Klassizismus geändert wurde, wurden mit handlung. Besonders instruktiv ist das Ka- (Siegfried). Schwer ist eder Frets ro'ret der Aufhebung des Zunftzwanges und dem pitel über die „Bürgerhauskultur als Ge- .cn; sc col! er geteilt werden: Für die Einsetzen der Gewerbefreiheit 1866 neue genstand der Denkmalpflege und Stadt- fehauspiclerizche Leistung gn „ran: Kase- Dimensionen eröffnet. Die Vorstädte ger bildptlege“, in der, wie auch schon bei den mann, kür den überzeugenden jtimmlichey wannen an Bedeutung, neue baurechtliche offiziellen Neubauten, die Problematik um Eindruck n Anthony Raffell, für das kraft: Bestimmungen erlaubten weitgreifkende Anpassung oder Gegenwartsarchitektur volle stimmliche Durchhalten an Elliot Um- und Ausbauten. Schon 1852 war das herausgehoben wird. Durch die vorhande- Falzy. alte Baurecht und das „Nachbarrecht“ in nen Photographien ist es möglich, die Ge- Franz Kasemanns sängerische Qualitäten den Lübeckischen Blättern angeprangert genüberstellung von früheren Zuständen sind schon des öfteren an dieser Stelle worden, weil es der wirtschaftlichen Ent- und späteren Lösungen zur Überprüfung hervorgehoben worden, so daß wir seine wicklung im Wege stehe. iedem vor Augen zu führen. Diese Beisvbier- große schauspielerische Leistung eben so exclusive t i rt" tt d: Y D damenmoden rt s) SUN c i > ~ Gs J u MO I ) . . RRE w : Breite Stralze 95 / 97 2400.Lübeck | !. EIeton ( 04 z >94 Us
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