Full text: Lübeckische Blätter. 1981 (141)

erkunft werden verarbeitet zu Objekten kelschichtungen bevorzugt, wozu Wasser, PJ uchbesprechung en eines Kunsthandwerks, dem nichts Ver- icht und Nebel um unsere Stadt herum § spieltes anhaftet. Sehr beachtlich in ihrer" reizvoll auffordern. Jo Marwitzky hingegen s t ormalen und materiellen Konsequenz sind bevorzugt Strukturen, die den Raum, die + nekdoten aus Schleswig-Holstein die Ketten und Ringe von Tonu Rüt, Edel- Fläche festigen: Zebrastreifen durch Git-. Bismarck, Anekdotisches, vorgestellt von tahl und Schmucksteine aus Acryl werden terschatten überlagert, Schattenmuster auf Richard Carstensen, Bechtle Verlag, Mün- zu großformatigen, eigenwilligen Schmuck-| teometrischen Schwarz-Weißfliesen. So] chen und Esslingen, Zweite, durchgesehe- tücken verarbeitet, die wegen ihres syn- htaben diese wenigen, sehr persönlichen ne undwesentlich erweiterte Auflage 1981. hetischen Materials in eine ferne Zukunft Aussagen trotz des gebundenen Themas Preis DM 14,80. eisen. Die Lederkunstarbeiten demon- nterschiede in der bildnerischen Auffas-| Anekdoten aus Schleswig-Holstein 1 von strieren Beherrschung des Handwerks und sung preis, machen neugierig auf weiterel Richard Carstensen, Husum, Druck- und traditioneller Muster und auch freier Orna-} Produktionen der beiden Fotografinnen. erlagsges. 1981. Preis DM 7 80. ente und Bildzeichen, wie z. B. derschöne erda Schmid ; . - ' ucheinband zu Cervantes „Don Oricho-! Die Anekdote hatihren eigenen Charakter. e“ zeigt. Dekorativkormen aus weißem und Marzipan auf kostbarem Tatelgerät Das Wort Anekdote - auf das griechische farbigem Glas und Keramikobjekte ver-[[Dem 175. Geburtstag der Firma Niedereg F panékdoton“ zurückgehend — bezeichnet ollständigen die Ausstellung, in der 24 gerverdankt Lübeckim Börsensaaldes Rat- | rsprünglich etwas Nichtherausgegebenes. Künstler ihr Land eindrucksvoll repräsen- hauses eine Ausstellung von ganz besonde Die Anekdote kann und soll kein vollstän- iere erda Schmidt. rem Reiz. Das Auge wird hier als Botschaf diges Bild von dem Menschen geben, auf S er des guten Geschmacks beschäktigt, sug- den sie sich bezieht. Nicht immer steckt in zs Lübecker Panorama geriert Riechen und Schmecken, ein eines ihr objektive Wahrheit. Doch wenn sie ih- s Der Aufgabenbereich einer Pressefotogra- Fest für unsere Sinne, die sich wenigstens] rem Wesen nach echt ist, wenn man von ihr fc; fin liegt in gewissen Grenzen, die innerhalb optisch an diesen so historisch gerecht auf. Sagen kann „Se non è vero, è ben trovato“, te! der beruflichen Verpflichtungen wenige gebauten Desserts delektieren können. Die s0 vermag sie das Bild von einem Men- Möglichkeiten lassen, der eigenen Inten-| Beratung zu dieser Ausstellung lag in den schen, den wir schätzen und lieben, schlag- ion zu folgen und die Kamera nicht nur als) Händen so erfahrener Kunsthistoriker wie lichtartig zu vervollständigen. Objekt zur Bilddokumentation eines ge- Frau Dr. Pieske, Dr. Schadendortk und Dr. chon mehrfach haben sich Lübecker Ver- ünschten Themas zu benutzen, sondern Pietsch. Leihgaben aus Museen und Samm- fasser der Anekdote zugewandt. Der 1963 Hz um ganz persönlichen Ausdrucksmittel lungen ergänzten die Exponate aus dem verstorbene, unvergessene Conrad Neckels [Z bildnerischer Vorstellungen einzusetzen. In Besitz der Firma Niederegger zu einer ein- at in so mancher lübeckischen Zeitung ta der Ausstellung „Lübecker Panorama“ von Wrucksvollen Präsentation süßen Zucker“ hnekdoten aus seiner Heimatstadt zum be- a Jo Marwitzky und Marianne Schmalz aus werks aus Marzipan auf kostbarem Tafel- sten gegeben. Sie zu sammeln und in einem E. dem Hause der „Lübecker Nachrichten“ in gerät. Für jeden am Sachlichen über das Büchlein herauszugeben, wäre eine ver- ke. der Dresdner Bank konnte man nachprü- bloße Anschauen hinaus Interessierten ist (ienstvolle Aufgabe. Unser früherer Stadt- Dé en, ob die „persönliche Handschrift“ noch (der bebilderte Katalog mit konzentrierten präsident Gaul hat kürzlich sein Buch „Das Te zu entziffern war oder ob die Kamera nur Texten von Dr. Pieske und Dr. Pietsch eine schmunzelnde Holstentor“ als Gegenstück ; A echnisch perfekte Fotos von Fachleuten ertvolle und wegen der geringen Schutz- zum Bremer „Lachenden Roland“ und zum Lü lieferte, wie sie oft genug der schnellebige. gebühr erschwingliche Hilfe. Hamburger „Fröhlichen Jungfernstieg“ er- Sc Betrieb einer Tageszeitung erfordert. Beeindruckend sind die aufwendigen Ar-. scheinen lassen. Dieser Veröffentlichung Fil Zum Thema Lübeck fand man ein vielseitir. rangements aus Porzellan, dem Kreis ge- sind nunmehr zwei weitere Anekdoten- St ges Programm. Porträtaufnahmen von Pro- rönter Häupter vorbehalten wie z. B. das ammlungen eines Lübeckers gefolgt, die SC inenten, aber auch unbekannten Einwoh- östliche Tafelservice „Flora Danica“ aus in der Überschrift genannten Bände von dé nern, die z. T. aus überraschenden Perspek- dem 18. Jahrhundert, doch auch einzelner Dr. Richard Carstensen. Da ist zunächst Kd iven aufgenommen wurden, kleine Szenen Stücke, die nicht nur Personen von hohem das nun schon in zweiter Auflage erschiene- te] aus dem Stadtalltag zu Sequenzen zusam- Rang, sondern auch der „mittlere Mann“ me, reich bebilderte Buch mit Anekdoten (ü engestellt, alle Menschen vor dem Rat-| erwerben konnte, sind vor allem aus dem! über den Eisernen Kanlzler. „An einer gu- A! haus, das Volksfestgedränge, Radfahre 9. Jahrhundert vertreten und wecken ten Posse und einem gesunden Kalauer fin- ; or dem Burgtor, berühmte und unbekann- längst vergessene Erinnerungen an Groß- deich immer Gefallen“, soll Bismarck gele- ds e Gebäude fügten sich zu einem lebendi- wmiutters Vertico, an die Schokoladenplätz- gentlich gesagt haben. Auch an diesen Bis- de gen Bild über unsere Stadt zusammen. Aus chen in der Konfektdose. Um die Herstelo marck-Anekdoten wird der Leser viel Ge- hi den zum Teil von der Konvention abwei-| lung von Marzipantorten und Früchten zu fallen finden. Das zweite oben zitierte Buch J henden Blickwinkeln gesehenen Motiven illustrieren, werden geschnitzte Holzmo- bringt Anekdoten von zahlreichen bekann- d ieße sich mühelos ein Lübeck-Kalender deln, Keramik- und gegossene Metallfor-' ten Schleswig-Holsteinern und von Men- ] zusammenstellen, der sicher viele Freunde en gezeigt und durch alte Kochbücher' schen, die Schleswig-Holstein besuchten, h fände. Und der Betrachter konnte nachprü- nd Stiche ergänzt zu dieser Ausstellung, |„von Adenauer bis Zacchi“. Aber auch von d fen, daß Marianne Schmalz in ihren gan die, wie es in einem Vorwort zu einem der so manchem Lübecker wird hier erzählt. di persönlichen Bildern dem Reiz von dunkr Kochbücher heißt, „für Liebhaber mit aller Auf diese Anekdoten, die so manche | len Silhouetten vor lichtdurchflutetem Hin Autrichtigkeit verkertigt“ wurde. östliche bringen, im einzelnen einzuge- fi ergrund nachspürt. räumliche Hell-Dun Gerda Schmidt. hen,verbietetder Raum. Sich näher mit i dé M eXCIUSIVe M . J damenmoden - ) ! j OT 1 r- 1 6/ /] ß —— MODEN Breite Straße 95 / 97 : 2400 Lübeck 1 : Teléfön (04 51 ) 7 A9B59 I361
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