Full text: Lübeckische Blätter. 1981 (141)

"er- : r z. Lübeck im 19. Jahrhundert, Aspekte Ich P! .4 Pups d; P!ttetkdis [ch "t jetzt zu behaupten, daß Lübeck im kaiserlich gesonnen; aber im Mittelpunkt nig . . ) en vielbeachte- . Jahrhundert zwar nur eine begrenzte der Vorstellungen . . . stand die gsiebentür- § t Z“ 1.6 unwesentlich gekürzt Pescutett G sh cls kt! mige Uteztia “, schrieb Th. Eschenburg nen Wir haben ein Museum über Lübecks beck war aber zer e fas pate: S: (1964). ss det bucccotracks die Kunst und Kultur im 19. Jahrhundert eröff-. Stadt von eigenem Charakter. In dieser sei- tr clic. J z nei- het. (Wenn wir es allerdings genau nehmen, [| ner Eigenart Hal Tübeck imenersrteger che Für die Lübecker kam also an erster Stelle Vir - so fehlt augenblicklich noch die Zeit bis Zitgenossen beeindruckt. In der Zeit des fis Y.tenuat:. sic yar Uassugers Yoterr ung 1850, die später, nach Herrichtung und Re- Vormärz war die Stadt vielen ein Symbol [v Fre zt tausierte Ne utsehlzu hls er- staurierung der Flügelräume des Behnhau- alter reichsstädtischer Freiheit, aber auch fssiteres Vaterland. Dor frühere Iübechi: den ses dort gezeigt werden soll.) Trotzdem FE€in Symbol von größerer geistiger Freiheit f5hs Senator. deux Kat zm Operapysslz; vol- stellt sich die Frage, wieso einem Jahrhun- überhaupt. In diesem Sinne bot Lübeck ei- zzrricht Ü gr vw: freien. Städte :: 1 al- dert, und zwar dem 19., ein so umfassender Ne Hilfe bei der Suche nach nationaler söctth; rz! ftie sis: 1s21 memem Yot; den Platz innerhalb der Gesamtpräsentation Identifikation demokratisch gesinnter ttz üher gie Notrensitkeit der Ertqr: mer des Museums für Kunst und Kulturge- Deutscher. Nicht von ungefähr fand 1847 fttyng der IUvecktseven Gezclichts. tolÄ von schichte der Hansestadt Lübeck einge- die zweite deutsche Germanistenversamm- gendermaßen. Er meinte, Geschichte lan- räumt wird, wiewohl dieses Jahrhundert Iung wieder in einer freien und ehemaligen füverhtuyt th Yzet § u Mittel emrig: ;tau doch gar nicht der berühmten „großen“ Reichsstadt statt, eben in Lübeck. Diese fütziger Yre.w.et! reset een ut ung Zeit der alten Hansestadt zuzurechnen ist. SGermanistenversammlungen, bei denen Eplste h: hjherezh Yt=]e Fete dies vor etzt Lassen wir einmal die besonderen äußeren Hach Heinrich v. Treitschke „die Blüte des fs “stsrländiechsn Gas-tictt<. rar auen: mÖö- Umstände, die schließlich zur Errichtung deutschen Professorentums“ zusammen- for Fenn die Vaterstadt such deseigenti. 1ser des „Drägerhauses“ geführt haben, außer kam, um in „gründlicher wissenschaftlicher tts tea. susetés sis igt. dss im Acht. Gibt es darüber hinaus eine besonde- Erörterung die großen politischen Lebens- beitt; cg diese Vuérstadt als Eigener uns re Berechtigung, einen besonderen „inne- kragen der Nation“ zu besprechen, beschäf- “s:! nach eigenen Gesetzen lebt. Es gilt in ben ren“ Grund, sich so ausführlich mit dem lü- tigten sich mit der Lehre und Erforschung behztey! Maße. rein dis Geschichte dis. Ver- beckischen 19. Jahrhundert zu befassen, des deutschen Rechts, der deutschen Spra- [ Y terstgdt Von se hoher Bedeytutz ist. s wie wir Lübecker Museumsleute es getan che w der deutschen Geschichte. Das wa- [zie tür teu Feole iter Kouehnergette! 1E- haben? ren damals wirklich Fragen von emi : : ; ; Das 19. Jahrhundert ist die Zeit c politischer und ts; u Uu sute sss hr que erichen 21 jede: s 13 Js§rhunder t Re Zeit §e ane MLUIG&E Corwrysstonsstsznnüantt r t)n erg Uu rrmuaers Ct ? t i Ü ging im Sommer desselben Jahres das „All- . zue gen ist. Ef pus sich daher H verhalten, daß »jcmeine Deutsche Sängerfest“ cr Als Stadt und Stadtstaat mit so ausgepräg- .. jinsere Wurze sts le des engeren Ger- populäre Art und Weise, unter größter Ber tem Eigenbewußtsein stellte Lübeck zu- is [s ?esens. m em y lehry. die Wurzeln jeiligung der Bevölkerung und mit 1800 sammen mit den im 19. Jahrhundert zu- îe. sfsrer § t, una §t tn.d!isse Zeit rer Kisten aus über 100 deutschen Orten gab nächst noch vier, dann nur drei freien Städ- z f shen. vor sig zich : tiefer 1n die Vet- es dem Streben nach Freiheit und nationa- ten tatsächlich eine Besonderheit im Ver- . co E"zzqhri s hes Die Beschäftigung mit ler Einheit Ausdruck und rückte somit gleich zu anderen deutschen Städten dar, !. dem doch noch nicht allzu fernen, um einen ebenfalls in den Blickpunkt der deutschen mochten auch manche viel größer und be- ftr: [sr güte ulct g hzver fper aus Ökkentlichkeit. deutender sein als das überschaubare, mit- den notwendig sein, um eum st! atzue War cs um die Mitte des Jahrhunderts der | fslgrobe Lijbeck. Doch petts sich vielleicht und unmittelbarere Vergangenheit zu ver- f zr der éreiensieutsches stsdt, der dzs ['§s s rtf zu t.tus ts t1. tp 151 ; ; nteresse auf Lü i ich i » : Mm cooccdene’... 1.12. EE sst mag auch interessant sein, das zu erkennen Stadt als einer einzigartigen „nationalen Nach ihm waren „das antike Rom und hen c anders Und varut és Ä nclorgs WA Da. Andenkenstätte“ aus. Noch immer waren Athen. das “tittel:ItcrÜiche Venedig und hiw bei wage ich nicht zu behaupten, daß diess in Lübeck die Zeichen einstiger hansischer CFGetrcie. ... mehr Vorbild und Leitbild als Erkenntnis von Uher Nutzanwen. Oröße, die nun für ganz Deutschland in Berlin“. Ahnlich wie in jenen alten Städten dung sei, wenn sie es vielleicht auch in Tei- Anspruch genommen wurde, sichtbar. Pa- kannte fast jeder jeden, fat jeder war durch- len sein könnte dennaus cler Geschichteist thetisch rief Kaiser Wilhelm Il. bei seinem drungen von dem ausgeprägten Bürgerstolz der, selten, wenn j c. gelernt worden eue se ù: Besuch der Stadt 1891 aus: ,,. . . ich halle und ger on cen uzepos ihm us eigene Auf- bleibt die Erkenntnis ein Wert für sich. Hirst für die deutscheste der deutschen Stadt, die ja gleichzeitig der eigene Staat ys Für Gen Einzelnen mag dic Frage z; Wer bin All dies berührte natürlich auch die Lübek- U; emtene rsd rz z§re. q9v ac ar ich- ich, woher komme ich, daß ich bin, wie ich ker, und zwar so, daß dies ihr Selbstver- eigenen waren. Fast alle waren daher be- 1 der bin, und mich gndgtse nicht machen noch ständnis gleichsam bestätigte. Für sie war reit, ein jeder auf seine Weise, am Gemein- viie wünschen kann“ wie sie Thomas Mann in gie historische Kontinuität ihrer Stadt und wohl mitzuwirken. Das war sogar die EUt- fsmer Rede „Lübeck als geistige Lebens- damit ihres Staatswesens eine Selbstverr Grundstimmung der vorrevolutionären den form“ formulierte, sogar von entscheiden- Jtändlichkeit. Es herrschte kaum ein Zwei- Zeit bis 1848, die doch noch große Teile der l'un- der Bedeutung Fon. Daß diese Frage, be- fel darüber, daß Staatlichkeit, Unabhängig- Bevölkerung vom eigentlichen staatlichen ßonders n échwicrigen Zeiten, dazu dienen keit und Freiheit ihrer Stadt ~ wohl im und politischen Leben ausschloß. Trotzdem : kann, die Eigens Position zu klären, hat Rahmen Deutschlands, ein höchstes Gut begehrte die Unterschicht nicht dagegen om tome; Ait in derselben Rede ebenfalls yar. Diese Freiheit war Lübeck freilich auf und war ebenso patriotisch wie die Pri- 1sik- “tisels “ie uns nun dem ersten Punkt die- t §1 fu?! F!!g er!uren: Ez: g wen: zw! t U n ses Vortrages zu, dem tung Wwe die Tradition, die so reich an histo- „Skizzen aus den Hansestädten“ (1836) ! M Selbstverständnis Lübecks im 19. Jahrhun- rischen Zeugen und Zeugnissen war, leben- und kcritisiert Einstellung und Verhalten Il Uucs dert. lig geblieben. Man war wohl deutsch und der Unterschicht hart: „Die Leute infimae 5.5 3 .'):
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