Full text: Lübeckische Blätter. 1981 (141)

am Mit Recht wird das eine „Kapitulation“ ger wurde, die Lübecker Bekenntnispastoren menbruch des Dritten Reiches blieb es ein um- nannt (Seite 43), die auch alsbald in den ihres Amtes enthoben und durch die Gesta- „Nebeneinander“ von nationalkirchlichem olge Gemeinden Widerspruch kand und zur po unter Hausarrest und Redeverbot ger Einheitsregiment und lutherischen Be- gen Sammlung der Bekenntniskirche beitrug. stellt wurden, ging dieser Kampf zum Leid- kenntnisgemeinden (Seite 358 ff.). Die Nie- Die vielschichtigen Vorgänge jener Monate wesen der Machthaber weitgehend in der Christen und die Bürger in Lübeck wußten ind“ des Jahres 1933 können hier nicht darge- Öffentlichkeit vor sich; er endete mit der zumeist, wo die größeren Gewichte lagen, ‘ Pa- legt werden. Aber die Überwältigung durch Wiedereinsetzung der gemaßregelten Par und entzogen sich weithin der ,Irrefüh- den Nationalsozialismus galt immer nur für storen und also mit der „Behauptung der rung“. Folgerichtig konnte 1945 die Be- einen Teil der Lübecker Kirche. lutherischen Bekenntniskirche gegenüber kennende Kirche in Lübeck sofort die Lei- I’ak- . ‘ dem Totalitätsanspruch des nationalsozialir: tung der Landeskirche in die Hand neh- .0M- Darum kann auchnicht von einer „deutsch- stischen Bischofsregiments in Lübeck“ men. Mit- christlichen Epoche 1933+45“ gesprochen (Seite 269 ff.). Wohl kam es zu einem „kir- Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß der hen- werden. Vielmehr standen in dieser ganzen chenpolitischen Waffenstillstand“ (Seite Verfasser der eindrucksvollen „Kirchenge- INgS- Zeit „Nationalsozialistisches Bischofsregir 344), der insbesondere durch den bald da- schichte Lübecks“ einen Weg findet, sein 18ten ment und lutherische Bekenntniskirche“. nach ausbrechenden Krieg erforderlich Urteil über die Kirche Lübecks in der Zeit : Na- einander gegenüber (Seite 111 ff.). Als der war. Von den „Deutschen Christen“ war des Nationalsozialismus richtig zu stellen. Kirchenkampt 1936/37 offen ausgetragen gar nicht mehr die Rede. Bis zum Zusam- Julius Jensen grup- Gebäude. Ein Neubau - 1819 vollendet - „Realgymnasium und Realschule“ ge- punkt entstand für das „Sankt-Johannis-Jung- führte Bildungsstätte ein. Sie erhielt nach .. eine frauen-Kloster‘’. Doch 1902 beschloß man dem Kloster den Namen „Johanneum“. #7. ( H den Abriß auch dieses Hauses. Die Einweihung erfolgte am 23. April 1906 IMüjj ZWEi- Erhalten geblieben ist allein der unter 7- vor 75 Jahren, 100 Jahre nach dem Be- J U Sinem Denkmalschutz stehende Refektoriums- ginn des Abrisses der alten Klosterbauten. [:] tcshss flügel mit einem romanischen Bogenkfries 1910 fanden die Realklassen ihr Ende. Das "E] [U nétr- an der Westgiebelwand sowie einer goti- Johanneum entwickelte sich vom Reform- 64 Edtei schen Blendengliederung an dem Ost- Realgymnasium (1923) über eine Ober- T H Vohn: giebel. Darüber hinaus ist noch ein Teil der schule (1937) zu einem allgemeinen Gym- _] fhaus, alten Klostermauer mit spitzbogigen Blen- Nnast1um. : :::) Meie- den im östlichen Bereich vorhanden. Die Für die Feuerwehr erbaute die Stadt an der 1 ! thaus, noch dahinterliegende separate Stadtmauer Ecke zur Fleischhauerstraße in den Jahren 1e. An läßt sich erahnen. von 1904 bis 1906 eine Hauptwache. Diese „„Bei Für das Kloster wurde 1904 an der Ecke Feuerwache wird jetzt ausgelagert, um reiche Rosengarten/Johannisstraße ein größeres Platz für eine Erweiterung der Schule zu e hin. Gebäude errichtet (siehe vorangegangene machen, insbesondere eine Turnhalle zu es bil- Folge). errichten. ch im Südlich davon - jenseits der nun bis zur Nunmehr scheint gesichert zu sein, daß bei n der Wakenitzmauer verlängerten Johannis- dem Neubau einer Turnhalle für das Jo- straße - entstand in den Jahren 1903 bis hanneum auf dem Gelände der Haupt- iat den 1905 ein Schulgebäude. Hier zog die 18972 feuerwache die historische Baugrenze der . Kom- als Höhere Bürgerschule ins Leben ger Altstadt zum Wasser hin - ehemals durch E:. 1.1 sen. In rufene, 1893 in eine Realschule umger Klostermauer und Stadtmauer markiert - :4 [Ei] nderen wandelte und seit 1901 als Reformschule gewahrt bleibt. cl E | î, k [ M MI NM TVN “ M+ I [ „ul... ! eb C+ J ' zp.rzi ät ul j ZEÄZ:..t.f:: z] cis.ztpe g! . . I79
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