Full text: Lübeckische Blätter. 1980 (140)

bert stellen Landschaftsporträts dar, während Karl das zusammenhängende Werk Hanna Jägers zu sehen Bernd, allerdings ohne die Kunstfertigkeit des Vorbildls doch ihre Beiträge z. B. zu den Jahresschauen haben Er- zu erreichen, sich an Dali orientiert. Da trifft Onst de kennen lassen, daß sich eine künstlerische Entwick- surreale Stimmung schon besser. Phantastisch-Mär- dlung, ein fruchtbares Schaffen vollzieht, dessen Ende chenhaftes gestalten Grenzemann und Konietzny. ebensowenig absehbar ist wie die Grenzen, über die Dicht neben- und übereinander baut Geiger Typisches dieses Werk hinausreichen wird zum Thema „Landschaft mit Gebirge“ - ,„Stadtland- , k .. schaft“ greift zu Kohle, Deckfarbe, Collage und Die „Wetterkarten“, zu den Werkgruppen zählend, Schrift. Erika Eisenblätter-Laskowski ergänzt die mit denen Hanna Jäger ihre in sinem engen kormalen Stilleben um ein kühlfarbiges, traditionell gebautes Und geistigen Zusammenhang sich befindenden Zu- Bild. Fisch, Strand, Meer und Himmel geben Johannes Sammenhang benennt, stehen am Anfang der seit 1968 Ftigenumn és'ilntisr VHEdEr Impulse zu neuen Bildern. konzentrierten und fruchtbaren Arbeit mit der Zei- Mit sorgfältig geplantem Bildbau, ohne erkennbare Ber. Chenfeder und werden zehn Jahre lang immer wieder züge zu früher so überdeutlich dargestellten Gegen- reizvolles Thema sein. Die Feder lockt aus den Yorgege- ständen entstenen Erasmus Zipfels Kompositionen. benen, mechanisch bedruckten Gründen persönliche Das menschliche Gesicht darzustellen versucht Angela PYefinitionen hervor, senkrechte Schraffuren überwie- Ruwoldt in einer Reihung des gleichen Motivs, wäh- SN zunächst, Farbe wird sparsam, gezielt verwendet rend Ilse Harms-Lipski ein Porträt des Puppenspielers WIe 2. B. bei Nr. 29, „Aussicht auf ein Hoch“. Einem Pa- Fey vorstellt. Schade, daß von Ursula Werner Cravillon pierdrachen gleich hängt das Zentrum des gutes Wetter nur ein Blatt aus den Illustrationen zu den ,schreckli- verheißenden kleinen Hochs AM rosa-roten Himmels- chen Kindern“ von Cocteau zu sehen ist. Margrit Ko- fleck inmitten der Schwärzen. Das kleine Donnerwet- necny ist mit ihrer kunstgewerblichen Batik wenig ter über Rora (früherer Titel). Eine Neigung zu leiser glücklich in dieser Ausstellung vertreten. Dagegen ist Heiterkeit, präzisem Humor deutet sich an in diesen Barbara Harland mitikren Dréht- uncl Perlenat;iekten. Kombinationen. Die „Horizontreihe entsteht parallel tas sruÜsahlee Pareieherunge. Uie.cret Hronsels Von zu den „Wetterkarten“ und ist bisher noch nicht abge- Brandi ma OGocdikssind leickr. gie einzizen Piagtiken. schlossen. Auf dem nun makellos weißen Karton wach- j sen die schwarzen Strukturen, oft von winziger Regel- Ein Merkmal dieser Ausstellung ist es, daß sie in zu miäkßigkeit, schichten sich übereinander, ohne daß die viele Einzelexponate zerfällt, die miteinander nicht spitze Feder den Grund verletzt, bis die angestrebten korrespondieren. Der englische Gast David Ryan, Stir tiefen Schwärzen entstehen, neben denen das ausge- pendiat der Stadt Lübeck, macht da keine Ausnahme sparte Weiß zu leuchten beginnt. Diese Blätter schei- mit seiner gegenstandslosen, starkfarbigen Komposir nen zu atmen, Horizontlinien heben und senken sich tion. Das macht den Überblick schwer und entmutigt, kaum spürbar wie die Körperlinien einer Schlafenden, klare Wertungen zu treffen. Vielleicht sollte die Jury geraten in plötzliche Bewegung, schmerzhaft manch- doch den Mut haben, die Zahl der an der Janresschau mal, hellwache Aufmerksamkeit provozierend. teilnehmenden Künstler zu reduzieren und nur in Aus- . . . . Nahmefällen Einzelarbeiten auszustellen Die Tagebuchblätter liegen unter Glas, man kann sie Gerda Schntidt auch auf dem Kopfbetrachten. ,„10 Minuten Elend“, die Aussage des Blattes wird dadurch nicht ins Heitere ver- Hanna Jäger stéhrt; aber aus der nach unten zerfasernden, sich auf- : : . ösenden Form fängt sich ein stabiler Pfeiler. Ausge- td E A ER Ch R h E t FHN Autzeichttungen bckcnunen kannse wferte ] » U : , ormenelemente, aus Kopf- EEECcoOUuuE S C C S nis des Katalogs sind die verschiedenen Gruppen der ; T > f Zeichnungen s ue ee Die Entwicklung erschließt hs: tuwgilet „aver furchtbar erträglich“. Notwendi- sich fließend, das spröde Zeichenwerkzeug Feder und féricenn Kunst kaun entstehen. Tinte wird von Anfang an meisterhaft genandhabt, mit Da ist noch die Werkgruppe ,Berrit“, 1980, mit fünk Ruhe zu dieser und jener technischen Vollendung ger Blättern begonnen, sicher noch nicht abgeschlossen. bracht, ohne an den Grenzen der erreichten Möglicher Zum harten Federstrich kommt - ganz gegen die bis- keiten zum Stillstand zu kommen. Immer wieder wer- hnher geübte strenge Disziplin, die weiche, ja verwischte den neue Wege gefunden, Erfahrungen der Anlaß zu Kohlelinie. Der Raum über dem Horizont kippt plötz- neuen „Werkgruppen“. In Lübeck ist zum ersten Male lich nach vorn, wird zur Mauer, an der sich die Buch- EL MAX SCHODN ' STAHL EISEN- UND SANITARGROSSHANDLUNG STAHLROHRE KUNSTSTOFFROHRE LÜBECK - UNTERTRAVE 74-78 SANITARE EINRICHTUNGEN ZENTRALHEIZUNGSBEDARF KÜCHENANBAUMDBEL TELEFON: 0451 / 130-1 !: U1;181 EISENLAGER: POSENER STRASSE 23 S SANITAR- UND HEIZUNGSLAGER: SCHWERTFEGERSTRASSE 1/3 ALSO ALLES FÜR DEN BAU! 336
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.