Full text: Lübeckische Blätter. 1980 (140)

Es mag in diesem Zusammenhang nur auf folgende aller dieser Aktivitäten, denn die Benutzerzahlen Beispiele hingewiesen werden: In den erfolgreichen haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die Verhandlungen mit der DDR über die Grenzzienung Benutzung des Archivs am Mühlendamm 1-3 steht in der Lübecker Bucht und an der Trave 1973 versah jedermann während der Öffnungszeiten montags das Archiv der HL die Delegierten mit beweiskräfti- bis freitags 8.00 bis 16.00 Uhr frei. Ein Blick in die gem Aktenmaterial, so dal die Vorrechte der Trave- Statistik mag einmal zeigen, wer von dieser Mög- münder Fischer erhalten werden konnten. Aus Lü- lichkeit Gebrauch gemacht hat. becker Aktenmaterial entstanden zahlreiche Arbei- Benutzer: Im Jahr 1978 423 (an 1218 Tagen). Be- ten (Dissertationen, Examensarbeiten u. ä.) zur nutzer aus Lübeck 215, von auswärts 208, davon Rechts-, Wirtschafts-, Bau-, Kulturgeschichte und A4ysländer 35, Schüler 35. Ärzte (4), Wissenschaftli- allgemeinen Geschichte Lübecks, deren A ufzähluns (Che Angestellte und Assistenten (12), Apotheker (3), hier aus Platzgründen leider nicht vorgenommen ä.rgrchäologen (3), Architekten (6), Archivare (6), werden kann. Die Reihe der Veröffentlichungen zur Geistliche (8), Journalisten (6), Juristen (11), Kunst- Geschichte der Hansestadt, herausgegeben von Ar- hjstoriker (9), Lehrkräfte (57), Regisseure (4), Flug- chiv, legt hiervon beredtes Zeugnis ab. Onne schon kgpitän (1), Hausfrauen (25), Techniker (13), Kapi- feste Erscheinungsdaten zu nennen, ist beispiels- tän (1), Kaufleute (24), Landwirte (4). weise auch an eine Fortsetzung der Veröffentli- chung der Lübecker Bürgertestamentsregesten ge- Benutzungszweck: 285 wissenschaftliche Interes- dacht: die Edition der Chronik Reimar Kocks (Aur sen (davon Forschungen für 11 Dissertationen, fünt genzeuge der Lübecker Ereignisse zu Anfang des 16. Examensarbeiten), 94 eigene genealogische Interes- Jahrhunderts) ist in Angriff genommen. 1981 will sen, 34 Fragen, das Hausgrundstück in der Altstadt sich das Archiv im Rahmen der „Yerötfentlichnngen betreffend sowie zehn Münzbestimmungen. —Yeelc.:. p uche. z.. m! U r rrehtztsehes Vierteljahr 1980 152 Benutzer an 527 face rials versteht: Bereitstellung und Kommentierung Die deutliche Steigerung der Zahlen mag vor al- dieses Materials zur weiteren Benutzung. lem auf das allgemein beobachtete Wiedererwachen In diesem Sinne sind auch folgende Unterneh- historischen Interesses zurückzuführen sein, aber mungen zu verstehen. Mit Hilfe eines Mitarbeiters wohl auch auf das Bekannterwerden des Archivs als im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Auskunftstelle, obwohl es ja nur Fragen aus der lü- werden gegenwärtig auch die historischen Unterla- beckischen Geschichte beantworten kann und da- gen zur Entwicklung der Lübecker Vorstädte bear- mit bei weitem nicht die Informationsbreite einer beitet, das heißt aufgrund der chronologisch geführ- Bibliothek aufweist. Auch die Ansiedlung der Ge- ten Grundbuchkladden des 19. Janrhunderts Real- schäftsstellen des Vereins für lübeckische Ge- folien von den Grundstücken angelegt. Das Hinausr- schichte und Altertumskunde und des Hansischen wachsen Lübecks über seine natürlichen FluBgren- Geschichtsvereins im Archiv führt diesem Benutzer zen wird dadurch in einzigartiger Weise deutlich. zu, wirbt für seine Bestände und verbreitet die Nicht nur für die topographische und die damit Kenntnis hier gefundener und zu findender histori- Ur u . pograp und wirtschaftsger Scher Erkenntnisse zur Entwicklung der Trave- schichtliche Erforschung Lübecks - hierbei sei Stadt. auch die beratende Hilfe des Archivs in einschlägi- Die Schwierigkeit beim Erschließen von Archiv- gen Fragen der im Augenblick sehr vielseitigen gro- material, das ja in heute nicht mehr üblichen und Ben Lübecker Forschungsprojekte der Deutschen daherrnicht mehr für jedermann lesbaren Schriften Forschungsgemeinschaft und der Volkswagen-Stif- apbgefaßt ist, soll nicht verschwiegen werden. Für tung erwähnt -, sondern auch für die Erhellung der das Studium älterer Bestände mangelt es dem Inter- Lübecker Personengeschichte wird im Archiv ger essenten zudem häufig an der Kenntnis der lateini- wirkt. Seit April 1979 wird Lübeck im „Biographir- schen Sprache. Um so mehr kann man sich vorstel- schen Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck“ len, wie intensiv und zeitraubend die unumgängli- miteinbegriffen. Ein auf einige Jahre für diese Tä- che Beratung der Benutzer durch den Archivar ist tigkeit speziell eingesetzter Mitarbeiter ist dabei, eic und wie sehr die gesteigerten Benutzerzahlen - so ne umfassende Kartei aller seit dem 12. Jahrhundert gcehr man sich über diese freut - die seit eh und je bis heute bedeutenden Lübecker zusammenzustelo zahlenmäßig unveränderte Personalausstattung des len, bei der Betreuung der Verfasser und auch der Archivs belasten. Abfassung der Lexikon-Artikel mitzuwirken. Der . Î s . . in Giesent Jahr erselieinende 6. Band des Werkes Es fehlt noch ein Hinweis auf die Bestände im Ar- wird eine größere Anzahl Tdix Lübecker Biogra- chiv, das in einer Stadt beheimatet ist, deren ge- phien enthasten En: Hingewiesen sei auch auf die häufige und vielseir Jer Bundesrepublik Deutschland gehört. Leider tige Mitwirkung des Archivs an historischen Aus- gind die vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart stellungen in Lübeck und die bereitwillig vorge- reichenden Bestände durch die einst kriegsbedingte nommene Führung von Schulklassen durch das Ar- Ayslagerung auf das Gebiet der heutigen DDR teils chiv. nicht greifbar und konnten bisher noch nicht zu- Was Arbeitsanfall und Bedeutung betrifft, so ster rückgeführt werden, teils schienen sie verschollen. hen die Benutzerbetreuung und Anfragenbeant- Für die Existenz dieses Teils in der VdSSR sprechen wortung des Archivs aber beileibe nicht im Schatten die unlängst bekanntgewordenen, wenn auch sehr 210
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