Full text: Lübeckische Blätter. 1980 (140)

LÜBECKISCHE BLAJ [ER HERAUSGEGEBEN VON DER GESELLSCHAFT ZUR BEFÖRDERUNG GEMEINNÜTZIGER TÄTIGKEIT SCHRIFTIEITER: HANS SCHÖNHERR LÜBECK, DEN 24. JUNI 1980 EINHUNDERTVIERZIGSTER JAHRGANG - NUMMER 13 Forschungsprojekt Bodendenkmalpflege läuft gut LFU Lou dsr stktaug "qe “seurert f: geordnet werden. Dadurch ist eine Verknüpfung mit beck sind in dieser Zeitschrift bereits kurz R ZZZ)! § U wh sort 1:3 5 stellt worden. Hier soll über jenes Arbeitsvorhaben stadtbücher“) und andere Archivalien die Hozitzer des Amtes für Vor-und Frühgeschichte (Boden- und häufig auch die Bewohner der Grundstücke und denkmalpflege) der Hansestadt näher informiert Häuser zu ermitteln. 'gtegt dss. an t Jan var 1978 angelaufen undlän- Bei den archäologischen Funden handelt es sich i Sei é angees : . der Mengenrangfolge nach um folgende Material- ein Thema lautet „Wissenschaftliche Erschlie- Beruppen: Die zahlreiche Keramik gliedert sich in Bung älterer archäologischer Funde und histori- unglasierte Irdenware, glasierte Irdenware, glasier- scher Quellen der Hansestadt Lübeck für Fragen te und zugleich bemalte Irdenware, in Frühstein- von Archäologie, Städtegeschichte, Kultur-, Wirt- zeug, Steinzeug, Fayence, Porzellan und Steingut. schafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters und Beim Glas sind Gefäße aus Hohlglas und Reste von der Neuzeit“. Es handelt sich demzufolge um ein in- Fensterverglasung zu unterscheiden. Ferner fanden terdisziplinäres Projekt der noch jungen „Archäolo- sich Holzgeräte, Leder, Textilien, Knochengeräte, gie des Mittelalters und der Neuzeit“ in enger Verr Baumaterialien wie Backsteine, Fußbodenfliesen, knüpfung mit Volkskunde, Sozial- und Wirtschafts- Wandfliesen und Ofkenkacheln, ferner Metallgegen- geschichte sowie der Geschichte des Städtewesens stände wie Waffen, Zinngeschirr. Werkzeuge und Das Forschungsprojekt versucht erstmals, aufgrund Beschläge. sowohl archäologischer wie historischer Quellen, Während die archäologischen Fundmaterialien L Ur§tter Brüser TZ LZ s Fu: trotz ihrer großen Fülle nur Bruchteile des Gesamt- Üen Nachbarländern vereimsclt beryiis vergteichtza! bcstandes, darstellen, sind aie Schritiquelien von re Forschungsvorhaben; jedoch ist das Lübecker kür fügbar. Es handelt sich dabei um Grundbuchrege- die Bundesrepublik Deutschland das erste seiner sten, Steuerverzeichnisse, Feuerversicherungsak- Art. ten, Testamente, Nachlaßinventare und Adreßbü- Die Tatsache, daß Lübeck im Zweiten Weltkriege cher zu einem Fünftel seiner Innenstadt völlig zerstört Das Ziel des Arbeitsvorhabens in seiner ersten ett §j §: ; uhren Lu Ieutt: Fbgse ist it! rthsqlgsisehen Hsreich die Erstellung [; 2rchsusiseher Ketturgsunicräucr. gen HM 1rucktegung eier katslggss ger uwwicneres laIsCcccÓoeoÓÔ: gischen Mitteln einer Klärung zuzuführen, wurden chen Lübeck erarbeitet werden. In einer zweiten Ar- damals von Ahasver von Brandt, Werner Neugebau- beitsphase sind dann gemeinsame Untersuchungen er und anderen erkannt. Doch ließ die finanzielle Si- zur häuslichen Sachkultur und zu Handwerk und tuation der Stadt damals keine systematischen Gra- Handel vorgesehen, die den europäischen Handels- bungen zu. Es ist das Verdienst von Werner Neuge- raum Lübecks mit einbeziehen. bauer, dennoch aus Baugrubenrändern, Kloaken und Brunnen unter schwierigsten Umständen an Die Arbeitsweisen in den beiden Teilbereichen 250 Fundstellen Notgrabungen und Rettungsber- stellen sich wie folgt dar. Im archäologischen Be- gungen durchgeführt zu haben. Dabei wurden reich erfolgt in der ersten Arbeitsphase zunächst die 200 000 bis 250 000 Fundgegenstände geborgen - Erarbeitung eines Programmes der elektronischen der größte Komplex in der Bundesrepublik für den Datenverarbeitung und anschließend die Karteier- Zeitraum vom 13. bis 18./19. Jahrhundert. Fast alle fassung aller Fundgegenstände nach Materialgrup- Fundstellen und Funde können den seit dem Mittelo pen, Typen und Anzahl. Im Zusammenhang damit alter weitgehend unveränderten Grundstücken zu- erfolgt das Zusammensetzen. das Ergänzen und das 2 19:
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