Full text: Lübeckische Blätter. 1980 (140)

wunder, daß er sich für den Aufbau eines Völkerkunder Diese Bildungsziele setzen zweierlei voraus: Stärker als Uncer, q Lübeck stark interessiert : bisher müssen die Objekte nicht nur »präsentiert«, son- chsch U de-Museum in E aveck einen wichti- clern in cinen pzruuderqzearn lewsn sss p. ) Daß ein Völkerkunde- : und die vorhandenen Sammlungsgegenstände sollten gen Platz innerhalb der hultztes S+r1t gutenwen fortlaufend durch zeitgenössische Objekte ergänzt wer- er ve auser e Äich eu z5u E Pro, t. Hr den Wandel der Kulturen dokumentieren zu fessor Dr. J. Zwernemann, Direktor des Hamburgischen . G Museums für Völkerkunde, verlas eine Verlautbarung, Ausgehend von diesen Voraussetzungen will das geplante die eine Zusammenfassung dessen darstellte, was 20 Völkerkunde-Museum in Lübeck mit seinem Bildungs- Fachwissenschaftler aus fünf Ländern während eines In und Informationsangebot die gesamte Bevölkerung an- ternationalen Symposiums an den zwei vorangegangenen sprechen. Es soll ein Museum für alle sein.« tn rss wur. urn Mv Während der Podiumsveranstaltung standen dem Audi- "bi: ; ingebracht, um an der tOrium außer dem Moderator vier auswärtige Wissen- lizsen und ihtr Eisztmgen cuscpro run mitzu- schaftler als Sprecher der vier Arbeitsgruppen des Vorta- Planung fur ds: !uhscksr ole das in Aussicht ge- ges und zwei Lübecker Teilnenmer des Symposiums Re- re U aten: E Ust. cie in Lübeck erarbeitete de und Antwort. Es waren dies Dr. W. Raunig, Direktor “ altliche und räumliche Konzeption erörtert und tags des Museums für Völkerkunde in München, Dr. N. C. ! in vielstündigen Arbeitssitzungen über ihre Spe- Bogaart, Direktor des Tropenmuseums in Amsterdam, Lialgebiete referiert un d diskutiert. Vorgegeben gewesen Professor Dr. J. F. Thiel, Wissenschaftlicher Leiter des war eine inhaltliche Orientierung an vier The menkreisen, Hauses Völker uncl Kulturen in §t. Augustin/Bonn und denen je vier Referate zugeordnet waren. In Parallelsit- Frau Dr. H. Nixdorff, Leiterin der Europa-Abteilung zungen ausführlich besprochen, wurde durch wechselsei- des Museums für Völkerkunde in Berlin-Dahlem. Für ige Information im Plenum der gesamte Stoff von allen Lübeck sprachen Dipl. Ar chitekt J . Gröseling, der Leiter fsr i ipiert. Als Fazit der Tagung kam schließ- der Entwurfsabteilung des Städtischen Hochbauamtes, lcilne mem rezipiert. .. tägge;: und die Verfasserin dieses Artikels als Museums- lich das folgende Kommuniqué zus . Ethnologin und Leiterin der hiesigen Völkerkunde- »Die beteiligten Wissenschaftler sind sich darüber einig, Sammlung, die noch einmal die Geschichte und Situation daß die in Lübeck erarbeitete Konzeption eines Völker- der Lübecker Völkerkunde ins Gedächtnis rief. kunde-Museums eine gute Möglichkeit darstellt, die be; Die Podiumsredner stellten anschließend dem Publikum deutende völkerkundliche Sammlung Lübecks den Bür- den Verlauf der Arbeitssitzungen auf dem Symposium gern der Stadt und ihren Besuchern wieder tteude tt wie folgt vor: . er Kö- ö ö srrst.t tu me t t Lo /9scuso: rams in sa und Im Themenkreis A) — Inhalte völkerkundlicher Mu- bietet einen angemessenen Rahmen, die Sammlungsbe- seumsarbeit — habe Dr. K. E. Larson, Stockholm (Di- G Uiisßen. rektor des Etnografiska Museet), zunächst über seine stände sachgerecht zu ersc mehrjährige Aufbauarbeit in einem neuen Gebäude der Das Symposium gab den Teilnehmern die Möglichkeit, schwedischen Hauptstadt referiert. Freiherr A. Dr. von Fragen und Probleme völkerkundlich-musealer Öffent Gagern, Köln (Mirektor i. R. des Rautenstrauch-Joest- lichkeitsarbeit ~ speziell bezogen auf die Planung und Museums), forderte den nötigen Entfaltungsspielraum Einrichtung eines Museums in Lübeck ~ zu erörtern und für das wiedereinzurichtende Museum und zeigte die zu präzisieren. Die Hansestadt Lübeck ist von ihrer Ge- städtischen Beziehungsgeflechte auf. Dr. D. Heintze, schichte und Tradition her weltoffen und für andere Kul- HBremen (Leiter der Völkerkunde-Abteilung des Übersee- turen aufgeschlossen. Daher hat die Bevölkerung einn Museums), habe insbesondere die Forderung nach wis- Anspruch darauf, über die Probleme der Menschen der genschaftlicher Arbeit betont. Der Sprecher selbst (Dr. heute sogenannten Dritten Welt, also über außereuropäi dW. Raunig) stellte einen allgemeinen Aufgabenkatalog sche Völker und Kulturen, fachkundig informiert zu fùür ein Völkerkunde-Museum auf und brachte seine Er- werden. fahrungen als Direktor in München ein. Ergeben hätte Der Gedankenaustausch der Symposiumsteilnehmer er- sich, dal 1. ein Völkerkunde-Museum nur von einem brachte eine Reihe von Anregungen und Ergebnissen, F achmann betreut werden dürfe, dal 2. ein Völker- durch die eine völkerkundlich-museale Bildungsarbeit Kunde-Museum heute seine Bestände nicht nur aufstel- auf der Basis der in Lübeck zur Verfügung stehenden len, sondern nach einer Konzeption, die auch Bezüge zu Sammlungen sowie der personellen, finanziellen und den aktuellen Problemen der Völker der Dritten Welt räumlichen Möglichkeiten verwirklicht werden kann. nicht unter den Tisch kehren dürfe, erschließen müsse Die in Lübeck vorhandenen traditionsreichen völker. und daß 3. es äußerst wünschenwert sei, wenn eine De- kundlichen Sammlungen, die von Richard Karutz mehr zentralisierung der Völker kunde — von den Großstädten als ein Viertel Jahrhundert betreut und systematisch auen Wes eingeleitet würde. Dies insbesondere dann, wenn gebaut wurden, bieten eine ausgezeichnete Vorausset- in kleineren Städten eine alte Tradition in diesem Fach zung, nicht nur über die Vergangenheit überseeischer Ge- und auch sonst ein reges Kulturleben vorhanden sei. Für sellschaften zu informieren, sondern auch Gegenwarts- Lübeck seien diese drei Voraussetzungen voll gegeben. fragen der Situation in der Dritten Welt daran anzuun Im Themenkreis B) + Soziale Vorurteile/3. Welt ~ sei schließen. zunächst von dem Juristen und Ethnologen, Prof. Dr. 100
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