Full text: Lübeckische Blätter. 1980 (140)

ner Motivwelt treu geblieben ist, seit er nach dem Krie- ge wieder in Lübeck Fuß faßte. Meer und Strand for- derten ihn immer wieder zur künstlerischen Auseinan- ILJ\VWV/E LIER dersetzung heraus, Schiffe im Hafen, ein Sanddorn und t GOLD » EBU TT ein Wacholder, ein Windbruch, ein alter Zaun, ein im E ß Nebel verschwimmendes Seeufer, Landschaften Ab- Fleischhauerstraße 4 - 2400 Lübeck 1 ' V (04 51) 7 76 94 seits, vergessen von der Zeit. Es ist, als habe er sich aus seiner friesischen Heimat niemals gelöst, sondern sie überall wiedergefunden. Die Arbeiten sind durchweg von der Natur entstan- den. Das verleiht innen ihre Spontanität und ihrenlyri- Üb t+. 4.2 schen Reiz, macht sie liebenswert selbst dann, wenn sie erweite Ê nicht vollkommen sind. Spreizful3 ? Auch unter den Zeichnungen finden sich sensible WIr tsy Blätter von ausgesprochen malerischer Wirkung, doch allen: hat Eberhard Zietz sein Bestes zweifellos als Aquarel- list geleistet. Da wären jene Aquarelle zu nennen, die noch zeichnerische Elemente enthalten, die lustig-bun- ten „Fischerboote“ von 1969 oder die Bornholmbilder aus dem Jahre 1967, die den Duktus der Landschaft ge- nau treffen. Da sind vor allem aber jene zu erwähnen die ganz aus dem Malerischen heraus gestaltet sind, mit sparsamsten Mitteln, Ton in Ton, unter Verzicht auf je- Kein den grellen Effekt. Hierzu gehören etwa der „Plöner P Ul See im Winter“ (1965) oder ,„Rettin“ (1969), Bilder von Df en. einer intensiven atmosphärischen Ausstrahlungskratt, aur gibt es vor allem aber neben der „Nordsee mit Hallig“ (in der p letzten Jahresschau ausgestellt) das „Watt vor Föhr I“ M | Y von 1967 ! 1 Diese Bilder bilden eine Landschaft nicht äußerlich ~ ab, sie charakterisieren sie in inrem Wesen. Da liegen Bequemschunmode aus wie in Storms Gedicht „Meeresstrand“ die Inseln wie echtem Leder Träume auf dem Meer, da werden die Stimmen ver- nehmlich, die über der Tiefe sind. . Horst Hannemann t -, B ] | [ 1 é Anfertigung .von Einlagen Veranstaltungen nach ärztlicher Verordnung Alle Kassen Neues Bauen in alter Umgebung LÜBECK, HÜXSTRASSE 77 Im Rahmen der Dienstagsvorträge der Gesellschaft TELEFON 77611 zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit - diesmal gemeinsam mit der Overbeck-Gesellschaft durchge- führt - sprach Dr. VIrich Weisner von der Kunsthalle Bielefeld über „Neues Bauen in alter Umgebung“. In M U seinem überwiegend sehr abstrakt gehaltenen Vortrag Y PA D. #~ der aber am Anfang und am Ende mit Lichtbildern um.. % E mi; rahmt war, verlangte der Referent die ganze Aufmerk- ( é samkeit der Zuhörerschatt. 4 _ Zu Beginn machte Weisner auf städtebauliche — Strukturen anhand von Beispielen aufmerksam und . betonte dabei, daß oft das Minimale die Objekte präge. . é lles für's VDeft ri Strukturbrüche an einzelnen Gebäuden oder durch . Flächensanierung hätten zur Zerstörung von Fassaden, Rahmen - Liegen - Matratzen von ganzen Straßen oder sogar Ortsteilen geführt. Die Ent-. LATTOFLEX und SCHLARAFFIA wicklung gehe inzwischen aber dahin, daß sich ein Zu- Bande gts uqn. v Fongummarratzs! nehmendes Bewußtsein für das Alte gebildet habe. Die KINDERB § Umng Notwendigkeit veränderter Wertsetzungen sei er- Em: kannt. Eine Tendenz zum schonenderen Umgang mit dem Bestehenden breite sich aus. Erhaltende Erneue- Matratzen-Mühlke rung müsse das Motto sein. Dies sei aus ökonomischen le Gründen gewünscht: Sie vergrößere beispielsweise das Hundestrale sz: §é, 24 Ijbss Ñ Wohnangebot. Es wäre auch aus humanen Grüriden ge- hur 100 Tel: ( “.? tadtbibliothek ! fordert: Der soziale Zusammenhang bleibe gewahrt. Und schließlich müsse es auch aus kulturellen Gründen 1 k verlangt werden: Das Ästhetische käme zu seinem : | Recht. . g Z
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