Full text: Lübeckische Blätter. 1980 (140)

Aus Lübecks Stadtbildatlas (6) Burgtor mit Nordmauer und Türmen Lübeck hattesich imMittelalter eine gewaltige Wehranlage geschaffen. Zu die- sen Verteidigungsbauten gehörten die Stadtmauer aus dem 13. J ahrhundert. mit ihren Toren und Türmen unmittelbar an den stadtseitigen Ufern der die Stadtin- sel umgebenden Flüsse Wakenitz und Trave, die Befestigungswerke des Stadtgra- bens und der Stadtwälle - begonnen im 15. Jahrhundert - vor dem keldseitigen Ufer der Trave im Norden und im Süden sowie die aufgestaute Walenitz und schließlich die Landwehr weiter draußen zum ersten Schutz der Stadt und der zur Stadt und zum Domkgpitel gehörenden, angrenzenden Dörfer und Gebiete aus dem 14. Janrhundert. Zwischen der Stadt und dem umliegenden Land gab es vier Zugänge: Das Burg- tor im Norden, das Hüxtertor im Osten, das Mühlentor im Süden und das Holsten- tor im Westen. Hauptzugangsweg war ursprünglich das Burgtor im Norden. Von der Stadtmauer sind noch drei Bereiche erhalten, die Nordmauer mit dem Burgtor, mehreren Türmen sowie verschiedenen Anbauten, ein Halbturm in der Straße „An der Mauer“ oberhalb des Krähenteiches mit ein- und angebauten ; Fachwerkhäusern sowie ein Mauerabschnitt in der Straße „Wakenitzmauer“ un- terhalb der Hundestraße mit einem Fachwerkhaus überbaut. Die anderen Teile s: der Ringmauer wurden im 18. und 19. Jahrhundert niedergelegt. t 1 } Die Nordmauer ist der größte noch erhaltene Bereich. Er besteht aus dem Burg- tor als dem Hauptwerk der Anlage, jeweils drei Türmen auf der Ostseite und der Zeichnung j ... gurg Westseite des Tors sowie den Anbauten Zöllnerhaus und Marstall. Marstall j ls 7ôöll: Das Burgtor stammt aus den Anfängen des 13. J ahrhunderts. Seinen Namen hat et ay § jt der es von der hier gelegenen, aber schon 1226 zerstörten Burg. Ob die Grundmauern noch u uns unt des Tors noch auf diese Burg zurückgehen, ist nicht mit Sicherheit festzustellen. Burg tork Ay mauer Das Burgtor ist das einzige erhaltene innere Torgebäude Lübecks. Im J ahr 1455 Schäfer svon lin wurde der romanische Wehrbau bis auf das Erdgeschoß in gotischem Stilneu ver- eke tu is blendet und mit einem weiteren Geschoß versehen. Der durch einen Brand zer- “t störte Spitzhelm bekam 1685 Ersatz in Form einer barocken abgetlachten Haube. rechts) hertut! Die Türme der Nordmauer von Ost nach West (siehe unsere Zeichnung von serrisse links): Der Schafferturm ist der Eckturm der östlichen Burgtormauer und der nördlichen Stadtmauer an der Wakenitz, 1801 wurde er teilweise abgetragen; der Kaiserturm erhielt von der Kaiserstraße her einen Anbau durch das Wohnhaus Nummer 3, dieser Turm wurde 1818 teilweise abgetragen; der Zöllnerturm liegt neben dem ehemaligen Zöllnerhaus unmittelbar östlich des Burgtors, auch hier wurden 1868 Teile abgetragen; der Kohlenturm befindet sich westlich neben dem Burgtor und ist in den Marstall mit einbezogen worden, er ist noch am vollständig- sten erhalten; der Fleischturm bildet heute den westlichen Abschluß der Gesamt- anlage, auch er wurde teilweise abgetragen, und zwar 1818; der Pulverturm schließlich war ursprünglich derletzte Rundturm zur Trave hin, aber bereits 1794 ließ man ihn abreißen und einen Teil der Böschung abtragen. An der östlichen Seite des Burgtors schmiegt sich das enemalige Zöllnerhaus aus dem Jahr 1571 an (Große Burgstraße 5). Es war die Unterkunft der Zöllner am . . 7Ä ô . F:M feet.. c. H S. p f .'%,.. 2.35 T .. LZ Tf Z g
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