Full text: Lübeckische Blätter. 1979 (139)

Angebot an Möglichkeiten nicht beglückt war und Leider auch hier das Problem: So ist das Kaufhaus auch heute noch bedauere, daß das Preisgericht nicht funktionsfähig. weitergenende Lösungsvorschläge ausgeklammert hat. Von den übrigbleibenden grundsätzlichen Der geübte Betrachter muß sich folgende Fragen Alternativen schien mir jedoch die Lösung, die eine stellen: Ist die Aufgabe, am Holstentorplatz ein Erhaltung der Holstenhalle möglich machte und Kaufhaus zu bauen unlösbar? Diese Frage hatte das dabei zu einer angenehm gegliederten südlichen Preisgericht bereits mit „nein" beantwortet. Eine Platzwand durch vorgelagerte Maßstabsgebäude, weitere Frage: Woran liegt es, daß keine in allen eine „Piezetta" vor den Salzspeichern, eine noch Teilen überzeugende Lösung angeboten wurde? vertretbare Lösung zu sein, wenn es gelänge, in der An den Teilnehmern der zweiten Stufe? Hierzu hatte zweiten Stufe eine angemessene Gliederung, Ger der Preisgerichtsvorsitzende bereits erklärt (nach- staltung und Höhenreduzierung zu erreichen. zulesen in den „Lübeckischen Blättern” vom April 1977), daß bewußt bei der Auswahl der prämiierten . . :: . J Arbeiten darauf geachtet worden sei, nicht nur Dit F?!!!iqnen der Biurgerschakt hapen sich mi itics städccheuer ccrn. Ces tür hp A ckitatn den Vorgaben der Verwaltung auseinandergesetzt tt dubatuuhzatren und sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gekom- . men: Während die SPD-Fraktion zum gleichen Lag es etwa an den städtebaulichen Programmvor- Ergebnis kam wie die Verwaltung, stellte die CDU- gaben für die zweite Stufe? Vielleicht an der mög- und FDP-Fraktion folgenden Abänderungsantras, [ichen Unvereinbarkeit der Forderungen, nämlich der dann auch Mehrheitsbeschluß der Bürgerschaft nunmehr nur mit einem Kaufhaus noch Städtebau wurde: machen zu wollen, um zwar sowohl eine südliche ö Platzwand als auch einen weitgeöffneten Blick auf 1. Der Baukörper des HORTEN-Warenhauses ist die Altstadt-Kulisse erreichen zu wollen? entsprechend der nördlichen Bautfluchtlinie der derzeit vorhandenen Baukörper (Holstentor- Lag es an dem unausgesprochenen Wunsch, mit der Restaurant und Parkhotel) zwischen Wallstraßls Kaufhausfront so nah wie möglich an die Lauflinie und Possehlstraße/DGB-Haus einzuordnen. des Kundenstromes, aber so weit wie möglich aus ; ? 2. Der Baukörper soll in der Struktur dem Baukör- dem Blickfeld des Altstadtbetrachters zu kommen? per der Alternative 1 ähnlich sein. Mit dieser Fragestellung sah sich auch das Preis- 3. Auf die zusätzliche Finzelhandelszeile wird SESricht konfrontiert und ui Pisser Fragestellung verzichtet. [ 21: o aue Ergebnis U eau Stufe diskutiert. 4. Die Holstenhalle kann entfernt werden. Ich habe meine Meinung hierzu in der Bürger- 5. Das Parkhaus ist gegenüber dem Warenhaus schaft am 21. 7. 1977 gesagt. Die Bürgerschaft hat dezent zu gestalten. Gegebenenfalls sind weitere abgewogen und beschlossen. Dieser Beschluß wird Füriihöglichkeiten unter der Possehlstraße zu von der Verwaltung durchgeführt. schaffen. Auf der Grundlage dieses Beschlusses ist die Folgendes Verfahren ist vorgesehen: Der erste zweite Stufe des Wettbewerbs ausgelobt und durch- Preisträger muß seinen Entwurt so überarbeiten, geführt worden, und der objektive Betrachter muß daß ein voll kunktionsfähiges Kaufhaus entstehen keststellen, vonden drei prämiierten Arbeiten erfüllt Kann. Dieser Entwurk wird in den Bebauungsplan- nur einer, nämlich der dritte Preis, die Anforderun- Vorentwurf übernommen und nach Abstimmung gen des Auslobers (= Fa. Horten) völlig. Der erste Mit den Trägern öffentlicher Belange der Öftent- und der zweite Preis erfüllen einige Auslobungsbe- lichkeit vorgestellt. Diesen „Offenlegungsbeschluß dingungen nicht. Der erste Preis überschreitet bei- Sollte die Bürgerschaft fassen, damit sie sich insbe- spielsweise ganz wesentlich die von der Bürger. Sondere zur Überschreitung der vorderen Bau- schaft vorgegebene vordere Baubegrenzun gslinie fluchtlinie äußern kann, wie der erste Preisträger es und erreicht seine sympathisch niedrige Bauhöhe Vorschlägt. nur dadurch, daß er in der Grundrißorganisation nicht voll den Wünschen des Auslobers nachkommt. Nach der Offenlegung und nach Entgegennahme Der zweite Preis, auf den Bürgerschaftsbeschlus von Bedenken und Anregungen wird die Bürger- konsequent eingehend, gibt den Blick auf die Alt- schaft endgültig zu entscheiden haben, was am stadtsilhouette frei und setzt den Gedanken, die Holstentorplatz gebaut werden kann. Wallanlagen herüberzuzienen thematisch um. Hans-Dieter Schmidt, Bausenator Beilagenhinweis: Dieser Ausgabeliegt eine Beilage des Verlages Schmidt-Römhild „Lübeckisches Adreßbuch 1879" bei. 3(
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